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GameStar-Kolumne plädiert für Comeback gescheiterter Android-Konsolen

GameStar hat eine Kolumne veröffentlicht, die für ein Comeback der Android-Konsolen wirbt. Der Autor hatte einst über einen der größten Flops der Branche gelacht – und will nun genau so ein Gerät zurück.

3 Min. Lesezeit
GameStar-Kolumne plädiert für Comeback gescheiterter Android-KonsolenAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Vom Flop zum Wunschgerät: GameStar-Kolumne fordert Android-Konsolen zurück.

Über 8,5 Millionen US-Dollar sammelte die Ouya 2012 auf Kickstarter ein – einer der größten Crowdfunding-Hypes, den die Gaming-Welt bis dahin gesehen hatte. Ein Jahr später lag der kleine graue Kasten in den Händen erster Unterstützer und Tester, und der Spott ließ nicht lange auf sich warten: klapprige Hardware, ein Controller in „Wish-Qualität" und ein Spielangebot, das im Grunde aus lieblos hochskalierten Smartphone-Spielen bestand. 13 Jahre später schreibt GameStar-Autor Duy Linh Dinh die Kolumne „Über einen der größten Konsolen-Flops konnte ich nur lachen – jetzt wünsche ich mir genau so ein Gerät zurück" – und fordert das Comeback der Android-Konsole.

Der Meinungsumschwung hat einen konkreten Auslöser: Dinh sitzt auf seinem Balkon, einen Android-Handheld in der Hand, und spielt darauf PC-Spiele. Konkret nimmt er seinen Ayn Odin 2 Mini, startet die App „Droiddeck" und zockt die PC-Version von Monster Hunter Rise. „Vielleicht war sie [die Ouya] ihrer Zeit über ein Jahrzehnt voraus?", fragt er rückblickend. Der Spagat zwischen einstigem Spott und heutiger Faszination macht den Reiz der Kolumne aus.

Vier Säulen, auf denen Android-Gaming heute steht

Dinh baut seine Argumentation auf vier Bereichen auf, in denen Android als Gaming-Plattform inzwischen funktioniert. Da wäre zunächst das PC-Gaming: Dank Apps wie Droiddeck oder Gamehub lassen sich auf Android-Handhelds inzwischen viele Steam-Spiele direkt starten – „ohne Zeit mit nervigem Troubleshooting verbringen zu müssen, wie es noch vor wenigen Monaten der Fall war", schreibt Dinh. Wer lieber klassisch unterwegs ist, findet im Retro-Bereich unzählige Titel; viele Handhelds wurden ursprünglich genau dafür gebaut, bevor es überhaupt die genannten PC-Gaming-Apps gab. Dritter Pfeiler: Streaming. Mit Moonlight/Sunshine, GeForce Now, Chiaki oder Steam Link zieht Dinh seine PS5- und PC-Spiele auf das Android-Gerät – das funktioniere inzwischen sogar abseits von Zuhause, solange die Internetverbindung stabil bleibt. Und viertens existieren native Spiele für Android, darunter echte Perlen wie die Ace-Attorney-Trilogie oder der Horror-Klassiker Alien Isolation. Wer keine Lust auf die kleinen Bildschirme von Smartphones oder Handhelds hat, kann laut Dinh inzwischen auch zu einem Android-Tablet greifen – Geräte wie das REDMAGIC Astra 2 seien aktiv gekühlt, pfeilschnell und böten einen großen Bildschirm.

Es ist Zeit für ein Comeback der Android-Konsolen.

Quelle: GameStar

Warum ein USB-C-Dock nicht reicht

Trotz dieser Vielfalt fehlt Dinh ein entscheidendes Puzzleteil: eine echte Heimkonsole. Seinen Ayn Odin 2 Mini oder ein schnelles Tablet in ein USB-C-Dock zu stecken und an den Fernseher zu hängen, funktioniere zwar, schöpfe das Potenzial der Plattform aber bei Weitem nicht aus. Handhelds, Handys und Tablets kämpfen mit Platz- und Hitzebeschränkungen – eine stationäre Konsole kennt diese Probleme nicht. ARM-Chipsätze könnten mit einem ausgewachsenen Kühlsystem dauerhaft ihren maximalen Takt halten, „ohne nach 20 Minuten wegen thermischer Drosselung einzubrechen". Außerdem ließe sich alles, was Gamer im Wohnzimmer brauchen, ab Werk verbauen: ein fester Ethernet-Port für stabiles Streaming, vollwertige USB-Ports für zusätzliche Controller beim Couch-Koop und externe Speicherträger. Verpackt in einem kompakten Mini-Gehäuse würde ein solches Gerät „perfekt in die Wohnzimmer-Landschaft fügen".

Die Lücke zwischen 40-Euro-Stick und 500-Euro-Konsole

Dass das Konzept einer Android-Konsole am Fernseher funktionieren kann, hat laut Dinh die Nvidia Shield TV über Jahre bewiesen – sie war Pionier für Gamestreaming und Android-Spiele am TV und wird sogar heute noch verkauft. Allerdings: Der Tegra-Chip ist inzwischen betagt und stößt bei anspruchsvollen Spielen an Grenzen, einen Nachfolger hat Nvidia nie veröffentlicht. Dass das Unternehmen nochmal eine neue Android-Konsole bringt, bezweifelt Dinh – „Gaming ist für Nvidia zur Nebenquest geworden". Damit klafft zwischen schwachbrüstigen TV-Sticks für 40 Euro und traditionellen Konsolen ab 500 Euro eine Lücke im Wohnzimmer, in die ein moderner Android-Alleskönner stoßen könnte. Dinhs Fazit an die Hardware-Hersteller: „Die Software ist fertig, die Chips sind bereit. Baut endlich wieder eine Ouya – aber dieses Mal richtig."

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