Apple verschärft App-Store-Regeln gegen 'Nudify'-KI-Apps
Apple hat seine App-Store-Regeln präzisiert und verbietet jetzt deutlich expliziter KI-Apps, die intime Bilder ohne Einwilligung erzeugen – nach öffentlichem Druck aus Politik und Aktivismus.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Apple räumt im App Store auf: Neue Regeln zielen auf 'Nudify'-KI-Apps.
Apple schiebt Nudify-Apps einen Riegel vor
Apple hat seine App-Store-Richtlinien am Freitagabend (16. Oktober 2026) präzisiert und verbietet jetzt deutlich expliziter sogenannte "Nudify"-KI-Apps – also Anwendungen, die mit KI intime Bilder von Menschen ohne deren Einwilligung erzeugen. Der Schritt folgt auf erhebliche Kritik am Konzern, weil X-Nutzer mit Grok nicht einvernehmliche sexualisierte Deepfakes hergestellt hatten – darunter auch Aufnahmen Minderjähriger.
Wie der Druck auf Apple entstand
Der Druck baute sich über Monate auf. Bereits im Juni hatten Aktivistinnen und Aktivisten am Rande der WWDC-Entwicklerkonferenz vor Apples Veranstaltungsort protestiert und laut The Verge gefordert, "Grok, X und sämtliche Nudify-Technologie aus dem App Store zu entfernen". Im Juli wurde die Sache juristisch: Die Stadtanwältin von San Francisco ordnete an, dass Apple 13 konkrete "Nudify"-Apps aus dem Store nehmen muss – was Apple laut dem Bericht auch umgesetzt hat.
Aus dem US-Kongress kam parallel Druck: Gegenüber Senatoren erklärte Apple, man habe damit gedroht, Grok aus dem App Store zu entfernen. Umgesetzt hat Apple diese Drohung allerdings nicht. Weder X noch Grok selbst wurden aus dem Store geworfen – obwohl genau solche Funktionen der Auslöser für die jetzige Regelverschärfung sind.
Was die überarbeiteten Regeln konkret sagen
Die neuen Regeln ziehen an drei Stellen die Schrauben an. Erstens: Entwickler müssen nicht einvernehmliche, sexualisierte Bilder proaktiv verhindern und entfernen – das wird ausdrücklicher Bestandteil der Inhaltsmoderationspflichten für App-Store-Apps. Zweitens: Wer keine ausreichenden Schutzmaßnahmen implementiert oder Verstöße nach einer Meldung nicht behebt, riskiert die Entfernung aus dem App Store.
Drittens hat Apple eine bestehende Regel gegen sogenannte "Bait-and-Switch"-Apps klarer gefasst – also Anwendungen, die nach der Freigabe Funktionen nachreichen oder ändern, darunter ausdrücklich "Nudification". Wer nach der Zulassung solche Features einbaut, verstößt klar gegen die Store-Bedingungen.
Wer eine App einreicht, die intime Bilder aus Fotos realer Personen erzeugt, weiß damit klarer als zuvor, wo Apples Grenze verläuft. Zusätzlich stellt Apple unmissverständlich klar: Jede App, die Menschenhandel oder die Ausbeutung von Kindern ermöglicht, wird aus dem App Store entfernt und von alternativer Verbreitung ausgeschlossen. Damit dehnt Apple das Verbot über den eigenen Store hinaus aus.
Was offen bleibt
Die neuen Regeln definieren klarer, was im App Store verboten ist – lassen aber eine zentrale Frage unbeantwortet: Warum Apple seine Drohung gegen Grok nicht umgesetzt hat und die Apps von X weiter im Store lässt, während gleichzeitig die Regeln gegen genau solche Funktionen verschärft werden. Auffällig ist zudem der Zeitpunkt: Die Updates wurden am späten Freitagabend veröffentlicht. The Verge reiht die Meldung deshalb in seine Rubrik "Friday news dumps" ein – also Nachrichten, die Unternehmen am liebsten untergehen sehen würden.
Passend dazu
Quellen
Was denkst du?
AI-unterstützt · redaktionell betreut
Scroll weiter, um zu reagieren und zu teilen.



