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Tauziehen im Kopf: Warum Aufschieben kein Charakterfehler ist

Aufschieben hat selten mit Faulheit zu tun – es ist eher ein Tauziehen im Kopf. Ein Cambridge-Forscher unterscheidet drei Typen: Sorgenmacher, Perfektionist, Adrenalinjunkie.

2 Min. Lesezeit
Tauziehen im Kopf: Warum Aufschieben kein Charakterfehler istAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Aufschieben ist kein Disziplin-Problem – was Cambridge-Forschung zeigt.

Kennst du das: Du weißt genau, was zu tun ist – und schiebst es trotzdem auf? Plötzlich ist die Küche dringend, das Handy spannend, und der innere Schweinehund fühlt sich an wie ein Charakterfehler. Ist er aber nicht, sagt ein Cambridge-Forscher.

Wer ständig Dinge vor sich herschiebt, gilt schnell als faul oder undiszipliniert. Dabei steckt hinter dem Aufschieben selten mangelnder Wille. Es ist eher ein Tauziehen im Kopf – zwischen dem, was wir tun sollten, und dem, was uns gerade stärker zieht. Das ist keine Ausrede, sondern die Diagnose, mit der ein Cambridge-Forscher dem Phänomen auf den Grund geht.

Die gute Nachricht: Wer erkennt, welche Kraft im inneren Tauziehen gerade gewinnt, kann gezielt gegensteuern. Genau das ist der Kern der Forschung.

Warum Aufschieben kein Disziplin-Problem ist

Die meisten klassischen Ratgeber sagen: Plan schreiben, Liste abarbeiten, einfach machen. Funktioniert nur selten – und das hat einen Grund. Wer dauerhaft aufschiebt, hat selten ein Problem mit Willenskraft, sondern mit einer inneren Spannung. Diese innere Spannung steht zwischen dir und der Aufgabe – und genau deshalb hilft Disziplin allein oft nicht weiter.

Erst wenn wir verstehen, woher das Aufschieben kommt, können wir es gezielt lösen. Das innere Tauziehen verliert man nicht mit mehr Druck, sondern mit mehr Klarheit.

Drei Typen, die das Aufschieben antreiben

Die Forschung unterscheidet nach Angaben des Cambridge-Forschers verschiedene Auslöser – vom Sorgenmacher über den Perfektionisten bis zum Adrenalinjunkie. Je nachdem, welcher Typ bei dir überwiegt, sieht der passende Weg anders aus.

Wer etwa aus Angst vor Fehlern gar nicht erst anfängt, hat andere Hebel als jemand, der erst unter Zeitdruck richtig produktiv wird. Welche Rolle spielt bei dir das innere Tauziehen?

Wer versteht, was hinter dem eigenen Aufschieben steckt, findet auch den passenden Weg heraus.

Quelle: Focus Stars

Was wirklich hilft: Erst verstehen, dann handeln

Der erste Schritt ist also nicht der Stuhl vor dem Schreibtisch, sondern ein ehrlicher Blick nach innen. Welche Rolle spiele ich gerade? Sorgenmacher, Perfektionist oder Adrenalinjunkie? Erst aus dieser Selbsterkenntnis lässt sich dann gezielt gegensteuern – statt mit roher Willenskraft gegen ein Tauziehen im Kopf zu kämpfen, das man gerade verliert.

Mehr zu Psychologie und Selbstcoaching findest du in unseren weiteren Artikeln.

Quellen

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