Zwei Netflix-Inseln, ein Verdacht: Was die 'Below'-Macher jetzt sagen
Netflix zeigt 'Below' und 'Widow's Bay' fast zeitgleich — beide Mystery-Serien auf rätselhaften Inseln. Schöpfer Jesse McKeown räumt im Producer-Interview ein, selbst überrascht gewesen zu sein, und erklärt, was seine Show vom vermeintlichen Klon unterscheidet.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert 'Below' vs 'Widow's Bay': Netflix hat zwei Insel-Serien parallel.
Als Jesse McKeown nach monatelanger Arbeit an Below endlich den Teaser zu Widow's Bay sah, blieb ihm ein Ausruf: "Oh shit." So erzählt es der Showrunner im Producer-Interview mit dem Hollywood Reporter. Er habe schlicht nicht mitbekommen, dass parallel zu seinem Netflix-Projekt eine ähnlich gelagerte Insel-Serie unterwegs war.
I wasn't aware of it until after we wrapped, and so my first reaction was, 'Oh shit.'
Zwei Insel-Stoffe — auf zwei verschiedenen Streamern
Below ist seit dem 8. Oktober 2026 komplett auf Netflix verfügbar, alle sechs Episoden. Widow's Bay läuft dagegen auf Apple TV+ und ist bereits Emmy-prämiert. Deren Schöpferin Katie Dippold hatte das Pilot-Drehbuch über ein Jahrzehnt lang in Hollywood untergebracht bekommen, bevor es zur Serie wurde. Was beide laut Executive Producer Jessica Rhoades auf Logline-Ebene verbindet: "Prestige-Streaming-Serie, Insel, skurrile Sprache, tödliches Wasser, ein älterer weißer Mann, der seine Leute retten muss."
Worum es in Below konkret geht
Below wurde komplett on location in Neufundland gedreht, der Schauplatz bewegt sich nach McKeowns Worten an der Grenze zwischen "folklore" und "real history". Im Zentrum steht Calvin Penney, ein Fischer aus einem kleinen Neufundland-Ort, der seit Jahrzehnten vom mysteriösen Tod seines Vaters verfolgt wird. Als ein nicht identifiziertes Meereswesen seinen Ort terrorisiert, muss Calvin seine kleine Gemeinschaft zusammenhalten. In der Hauptrolle: Josh Hartnett, der nach einer längeren Hollywood-Pause mit Below wieder auffällt — unter anderem bekannt aus Pearl Harbor, 2002er Razzie-Nominierung.
Wie viel Wissenschaft in der Serie steckt
Rhoades schätzt den Anteil echter Wissenschaft an Below auf 70 Prozent. McKeown korrigiert nach oben: 90 Prozent. Uneins sind die beiden nur hier. Beim nächsten Punkt sind sie sich absolut einig: Der Neufundland-Akzent musste zu 100 Prozent sitzen.
Warum der Akzent über alles entscheidet
Für McKeown ist das nicht abstrakt. Er selbst ist "Newfoundlander-in-law" — seine Frau ist die Schauspielerin Marthe Bernard. "I happen to be married to a Newfoundlander and I spend a lot of my time there, and so for my own life I had to get it right," sagt er. Bernard sei nicht nur wegen des Dialekts "worried" gewesen, sondern auch wegen Calvin Pennys "mannerisms" — also der Art, wie Hartnett den Charakter spielt, durch die der Zuschauer zum ersten Mal mit der Region in Kontakt kommt. Hartnett bereitete sich vor, indem er die Radio-Sendungen The Fisheries Broadcast und Open Line auf Dauerschleife hörte. Nach einer lokalen Preview, die auf die Premiere beim Toronto International Film Festival folgte, kam die erlösende kollektive Rückmeldung.
Was die Below-Macher gegen den Vergleich sagen
Auf Widow's Bay angesprochen, sagt McKeown: "But everyone who watched it assured me that it was very different." Rhoades ergänzt: "The people behind it are so different, and both shows are so bespoke to their creators. […] Jesse's scripts were so different and so specific." Auf Skript-Ebene seien die beiden Shows grundverschieden gewesen, auch wenn Trailer-Vergleiche das Gegenteil suggerieren.
Was das für deinen Serien-Abend heißt
Below kannst du seit dem 8. Oktober 2026 komplett auf Netflix schauen. Für Widow's Bay brauchst du ein Apple-TV+-Abo. Wenn du beide vergleichen willst, musst du also auf zwei Plattformen unterwegs sein. Das ausführliche Producer-Interview mit McKeown und Rhoades gibt es hier:
Zum vollständigen Producer-Interview beim Hollywood Reporter
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