Bombendrohung an Bord: Austrian-Airlines-Airbus aus Tel Aviv landet in Sofia
Nach einer anonymen Bombendrohung ist ein Austrian-Airlines-Airbus auf dem Weg von Tel Aviv nach Wien in Sofia notgelandet – begleitet von einem Kampfjet. 51 Passagiere und sechs Crewmitglieder sind nach Angaben der bulgarischen Behörden in Sicherheit.
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Mit einem Notsignal und einem Kampfjet im Schlepptau landete am Sonntag ein Airbus von Austrian Airlines in Sofia statt in Wien. An Bord: 51 Passagiere und sechs Crewmitglieder, die am Nachmittag in Tel Aviv Richtung Österreich gestartet waren. Noch im Luftraum über Bulgarien ging nach übereinstimmenden Berichten von Zeit und Spiegel eine anonyme Bombendrohung ein.
Die Crew reagierte sofort: Statt weiter Richtung Wien zu fliegen, steuerte sie Sofia an, den nächsten größeren Flughafen mit Flugsicherung. Im bulgarischen Luftraum stieg nach Spiegel-Angaben ein Kampfjet auf und begleitete den Airbus bis zur Landung. Bild identifiziert die Maschine als Flug OS82 – eine reguläre Linienverbindung der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines zwischen Tel Aviv und Wien.
Was bisher über den Vorfall bekannt ist
Die Drohung erreichte die Besatzung mitten im Flug, im bulgarischen Luftraum. Nach Darstellung des Portals thestateofisrael.com, das mit Passagieren sprach, sei die Kabine über die anonyme Warnung informiert worden – demnach sollte sich ein Sprengkörper an Bord befinden. Wie ernst die Crew die Lage einschätzte und welche Details die anonyme Meldung enthielt, ist über die bisherigen Berichte hinaus nicht öffentlich.
Wer die Drohung verschickt hat und ob sie ernst gemeint war, blieb am Sonntagabend offen. FAZ, n-tv und Der Standard berichten im Kern übereinstimmend, halten aber fest, dass die bulgarischen Behörden den Sachverhalt noch untersuchen. Die Zeit beschreibt den Ablauf knapp: ein Airbus, eine Umleitung, ein Kampfjet Richtung Bulgarien.
Sofia statt Wien: Was nach der Landung passierte
In Sofia übernahmen bulgarische Sicherheitskräfte. Nach Spiegel-Informationen wird der Airbus seit der Landung auf Sprengsätze durchsucht. Die 51 Passagiere und die sechsköpfige Crew – so die Berliner Morgenpost – seien in Sicherheit gebracht worden. Solange die Durchsuchung dauert, bleibt die Maschine am Boden.
Für die meisten Reisenden bedeutet das erst einmal: warten – auf der anderen Seite Europas, statt wie geplant am Abend in Wien zu landen. Ob der Flug noch am Sonntag oder erst am Montag nach Österreich weitergehen kann, ob mit derselben Maschine oder einem Ersatzflug, war zum Zeitpunkt der Berichte offen.
Was bleibt offen
Drei Dinge werden die nächsten Stunden klären müssen: Erstens, ob tatsächlich ein Sprengkörper an Bord war oder es bei einer Drohung blieb. Zweitens, wer hinter der anonymen Meldung steckt. Drittens, wie es für die 51 Passagiere und die Crew weitergeht. Eine offizielle Stellungnahme von Austrian Airlines zum Vorfall lag nach den ausgewerteten Berichten am Sonntagabend nicht vor.
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