Trump-Xi-Gipfel: Glaser zerpflückt den Russland-Vergleich
Im Handelsblatt-Interview ordnet Asien-Analystin Bonnie Glaser den Trump-Xi-Gipfel ein und warnt vor einer falschen Strategie im Umgang mit Peking – mit deutlichen Worten.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert China-Expertin Glaser: „Die Chinesen wollen auf keinen Fall wie Russland behandelt werden“.
Wenn Washington über China redet, schwingt immer öfter ein Vergleich mit Moskau mit. Genau diesen Vergleich lehnt die Asien-Analystin Bonnie Glaser entschieden ab. Im Interview mit dem Handelsblatt bringt sie es auf eine provokante Formel – und macht damit den Kern ihrer Warnung an die US-Politik deutlich.
Die Chinesen wollen auf keinen Fall wie Russland behandelt werden.
Die Expertin für US-asiatische Beziehungen ordnet den jüngsten Trump-Xi-Gipfel ein und warnt nach Angaben des Handelsblatts vor der falschen Strategie im Umgang mit China. Ihr Argument: Peking verstehe sich als Großmacht mit eigenen Interessen – nicht als Juniorpartner, der sich in eine russlandähnliche Ecke drängen lasse.
Worum geht es in dem Interview?
Bonnie Glaser zählt seit Jahren zu den einflussreichsten außenpolitischen Stimmen, wenn es um das Verhältnis zwischen den USA und Asien geht. Im Gespräch mit dem Handelsblatt zieht sie eine Zwischenbilanz nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Dabei geht es laut Handelsblatt nicht nur um die Symbolik des Treffens, sondern vor allem um die Frage, welchen Kurs Washington künftig gegenüber Peking fährt.
Warum der Russland-Vergleich aus Glasers Sicht falsch ist
Glasers zentrale Botschaft: Wer China wie Russland behandelt, verkennt nach ihrer Überzeugung die strategischen Eigenheiten Pekings. Die Volksrepublik wolle als globale Ordnungsmacht wahrgenommen werden – nicht als Staat, den man mit Sanktionen und Isolation in die Knie zwingen könne wie Moskau. Diese Unterscheidung ist nach ihrer Einschätzung entscheidend dafür, ob die USA im Wettbewerb mit China bestehen können.
Was bedeutet das für den Westen?
Die Warnung der Expertin richtet sich implizit an alle, die in der US-Außenpolitik und bei Verbündeten in Europa über ein härteres Vorgehen gegen Peking diskutieren. Wer China dauerhaft in eine russlandähnliche Gegenposition drängt, riskiert demnach das Gegenteil dessen, was er erreichen will. Glasers Plädoyer zielt auf einen differenzierten Umgang, der Pekings Eigenlogik ernst nimmt – ohne dabei die strategische Rivalität aus den Augen zu verlieren.
Das vollständige Interview mit Bonnie Glaser ist beim Handelsblatt erschienen.
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