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Evonik weist BASF-Offerte zurück: 10 Milliarden zu niedrig

BASF hat laut Manager Magazin rund 10 Milliarden Euro für Evonik geboten – der Spezialchemiekonzern aus Essen winkt ab. Das erste Angebot ist damit vom Tisch, eine Antwort vom Ludwigshafener Riesen steht aus.

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Evonik weist BASF-Offerte zurück: 10 Milliarden zu niedrigAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert 10 Milliarden zu wenig: Evonik weist BASF-Offerte zurück.

Evonik hat einem Bericht des Manager Magazins zufolge das erste Übernahmeangebot von BASF klar abgelehnt. Der Spezialchemiekonzern aus Essen hält die Offerte des weltgrößten Chemieriesen für deutlich zu niedrig – und stellt sich damit quer gegen den größten Konsolidierungsversuch in der deutschen Chemiebranche seit Jahren.

Die Abfuhr wiegt umso mehr, als BASF laut dem Bericht immerhin rund 10 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt haben soll – ein Betrag, der die Größenverhältnisse zwischen den beiden Konzernen widerspiegelt. Evonik gilt als kleinerer Konkurrent, bringt im Spezialchemie-Geschäft aber ein eigenes, schwer zu kopierendes Portfolio mit.

Wer ist Evonik?

Die Evonik Industries AG ist ein börsennotiertes Spezialchemieunternehmen mit Sitz in Essen und zählt im MDax zu den bekannteren deutschen Chemiewerten. Das Unternehmen bedient unter anderem die Bereiche Spezialadditive, Klebstoffe, Beschichtungen und Kosmetikinhaltsstoffe – Geschäftsfelder, die als margenstark, aber auch kapitalintensiv gelten.

Zugleich steht Evonik unter Druck: Erst vor wenigen Tagen hatte der Konzern den Abbau von 3.200 Stellen angekündigt, mehr als 2.000 davon sollen in Deutschland wegfallen. Vor diesem Hintergrund wirkt ein Übernahmeangebot aus dem Kreis der Branchengrößen wie ein Stresstest für die Eigenständigkeit.

Warum BASF überhaupt zuschlagen will

BASF ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Chemiekonzern. Eine Übernahme der "Nummer zwei in Deutschland", wie die Süddeutsche Zeitung Evonik beschreibt, würde das Stammgeschäft verbreitern und den margenstärkeren Spezialchemie-Anteil im eigenen Portfolio deutlich stärken. In einem Markt, der unter Energiekosten, Nachfrageschwäche und Importdruck aus Asien ächzt, gilt Konsolidierung vielen Beobachtern als überfällig.

Was bisher offen ist

Offen bleibt, wie BASF auf die Abfuhr reagiert – ob nachgebessert, ob der Vorstoß beerdigt wird. Auch über den genauen Preis, mögliche Auflagen oder einen Zeitplan schweigen beide Seiten bisher. Die nächste Bewegung dürfte vom Aufsichtsrat der Evonik und den Großaktionären abhängen, darunter die RAG-Stiftung als langjähriger Ankerinvestor.

Klar ist hingegen die Botschaft aus Essen: Für 10 Milliarden ist Evonik nicht zu haben.

Quellen

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