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Chemiekonzern unter Druck: Evonik baut 3.200 Stellen weltweit ab

Der Chemiekonzern Evonik baut weltweit 3.200 Arbeitsplätze ab, 2.150 davon in Deutschland. Was bislang über den Konzernumbau bekannt ist – und warum Wachstum vor allem außerhalb Europas erwartet wird.

2 Min. Lesezeit
Chemiekonzern unter Druck: Evonik baut 3.200 Stellen weltweit abAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Evonik streicht 3.200 Stellen – 2.150 davon in Deutschland.

Die deutsche Chemiebranche ist eine Vorzeigeindustrie des Landes – und sie steht massiv unter Druck. Hohe Energiekosten, Konkurrenz aus Asien und eine schwächelnde Nachfrage in Europa zwingen einen der großen Player zu einem drastischen Schritt. Evonik hat angekündigt, was einer der größten Stellenabbau-Pläne der Unternehmensgeschichte ist.

Der Spezialchemiekonzern mit Sitz in Essen will weltweit 3.200 Stellen streichen. Nach Angaben des Unternehmens entfallen davon 2.150 Arbeitsplätze auf Deutschland – ein deutliches Signal, dass der Heimatmarkt den Umbau besonders zu spüren bekommt. Die Tagesschau formuliert etwas vager, dort heißt es, „mehr als 2.000" Stellen in Deutschland seien betroffen – beide Angaben laufen in dieselbe Richtung.

Für Beschäftigte an Standorten wie Marl, Hanau oder Essen bedeutet die Ankündigung Verunsicherung. Evonik beschäftigt nach eigenen Angaben rund 32.000 Menschen weltweit, ein großer Teil davon in Deutschland. Offen ist bislang, ob die Stellen über Entlassungen, Vorruhestand oder natürliche Fluktuation wegfallen sollen.

Warum baut Evonik so viele Stellen ab?

Die Chemiebranche steht seit Jahren unter Druck. Hohe Strom- und Gaspreise – eine Folge der Energiekrise – machen die Produktion in Deutschland teuer, während Wettbewerber in den USA, China und dem Nahen Osten mit günstigerer Energie produzieren. Gleichzeitig schwächelt die Nachfrage in wichtigen Abnehmerbranchen wie Automobil und Bau. Die Tagesschau verweist ausdrücklich darauf, dass Evonik Wachstumschancen „besonders außerhalb von Europa" sehe – der Heimatmarkt spielt in der Strategie eine immer kleinere Rolle.

Die Konzernführung will Evonik schlanker und profitabler machen. Ähnliche Programme bei Wettbewerbern wie BASF und Covestro setzen ebenfalls auf tausende Stellenstreichungen. Die Evonik-Ankündigung passt ins Bild: Die deutsche Chemie durchläuft einen tiefgreifenden Strukturwandel.

Was bedeutet die Ankündigung für die Beschäftigten?

2.150 Stellen in Deutschland – das ist eine Zahl, die besonders dort schmerzt, wo Evonik zu den großen Arbeitgebern gehört. An Standorten wie Marl, Hanau und Essen unterhalten Evonik-Werke, viele Zulieferer und Dienstleister hängen am Konzern. In den kommenden Monaten sind Verhandlungen über Sozialpläne und Standortsicherungen zu erwarten, an denen der Betriebsrat beteiligt sein wird.

Was bislang fehlt: konkrete Angaben dazu, welche Standorte besonders betroffen sind, wie schnell der Abbau umgesetzt werden soll und ob das Unternehmen Qualifizierungen oder Versetzungen innerhalb des Konzerns anbietet. Evonik hat diese Punkte noch nicht öffentlich beziffert.

Wo will Evonik in Zukunft wachsen?

Die Tagesschau macht eine klare strategische Richtung aus: Wachstum wird vor allem außerhalb Europas erwartet. Damit dürften Investitionen in Asien und Amerika gemeint sein, wo Evonik bessere Margen und günstigere Produktionsbedingungen sieht. Für den Standort Deutschland bedeutet das eine langfristige Verschiebung: weniger Produktion, weniger Beschäftigung.

Ob die angekündigten 3.200 Stellen reichen, um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen, bleibt offen. Branchenexperten rechnen mit weiterer Konsolidierung in der europäischen Chemie. Für alle, die heute bei dem Unternehmen arbeiten, ist die Ankündigung ein Warnsignal – aber auch der Auftakt zu Verhandlungen, die zeigen werden, wie dieser Umbau sozial abgefedert wird.

Quellen

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