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Fortnite und Linux: Warum es bisher daran scheiterte

Epic startet seinen Spiele-Launcher in einer Linux-Vorschau – Fortnite fehlt vorerst noch. Der Anti-Cheat-Dienst EAC ist der Grund, warum das Spiel Linux bisher mied; Epic kündigt nun Änderungen an.

2 Min. Lesezeit
Fortnite und Linux: Warum es bisher daran scheiterteAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Fortnite auf Linux – Epic will den Anti-Cheat-Block knacken.

Epic bringt seinen Spiele-Launcher nach Linux – in einer Vorschauversion, die ab sofort verfügbar ist. Damit öffnet sich der Epic Games Store erstmals offiziell für Linux-Nutzer. Fortnite fehlt im Launcher allerdings noch.

Bisher scheiterte der Weg auf die offene Plattform vor allem am Thema Cheating. Epic nutzt den Anti-Cheat-Dienst Easy Anti-Cheat (EAC), der Linux zwar grundsätzlich unterstützt, bei Fortnite selbst aber nicht aktiv war. Epic-CEO Tim Sweeney hatte im Februar 2022 klargemacht, warum. Das hat er damals wortwörtlich so formuliert:

We don't have confidence that we'd be able to combat cheating at scale under a wide array of kernel configurations.

Quelle: Epic Games / Tim Sweeney, via The Verge

Jetzt kündigt Epic an, diese Haltung aufweichen zu wollen – und macht den ersten konkreten Schritt mit dem Linux-Launcher.

Warum Fortnite auf Linux so lange warten musste

Dass Fortnite Windows, Konsolen und Macs bespielt, Linux aber links liegen ließ, war keine Nachlässigkeit, sondern eine bewusste Entscheidung des Studios. Der Grund: Anti-Cheat-Systeme wie EAC laufen im Kernel, also tief im Betriebssystem, und sehen sich auf Linux einer großen Vielfalt an Kernel-Konfigurationen gegenüber – Distribution zu Distribution, Treiber zu Treiber.

Sweeney brachte die Skepsis 2022 auf den Punkt: Man habe in diesem Umfeld schlicht nicht das Vertrauen, Cheating skalierbar zu bekämpfen. Die Sicherheit des Wettkampfmodus hatte für Epic Vorrang vor Plattformoffenheit – zumindest offiziell.

Der neue Epic Games Launcher öffnet die Tür

Mit dem Epic Games Launcher für Linux geht das Unternehmen jetzt den ersten Schritt. Der Launcher geht in die Vorschau und eröffnet Linux-Spielern überhaupt erst den Zugang zum Epic-Ökosystem. Fortnite ist laut Epic noch nicht Teil der Preview – das Spiel soll erst folgen, wenn die Anti-Cheat-Arbeit sitzt.

The Verge und PC Gamer berichten übereinstimmend, dass EAC für Linux zwar grundsätzlich funktioniert, Epic bei Fortnite aber noch Anpassungen am Anti-Cheat vornehmen will, bevor das Spiel offiziell Linux unterstützt. Welche konkreten Spiele ab Tag eins im Linux-Launcher laufen, ist aus den bisherigen Angaben nicht abzuleiten.

Was das für dich als Linux-Spieler bedeutet

Konkret heißt das: Du bekommst zum ersten Mal einen offiziellen Epic-Client auf deinem Linux-System. Welche Spiele dort aktuell laufen, wie groß der Funktionsumfang im Vergleich zur Windows-Version ausfällt und ob deine Distribution vollständig unterstützt wird – all das wird die Preview erst zeigen.

Spannend wird die Frage, wann genau Fortnite nachzieht. Epic gibt keinen Termin, nur die Richtung vor: Man wolle Easy Anti-Cheat weiterentwickeln, bevor Fortnite auf einer Linux-Launcher-Basis steht. Wer unter Linux spielt, kann den neuen Launcher ab sofort ausprobieren – mit der realistischen Erwartung, dass Fortnite noch nicht im Spielebestand auftaucht. Immerhin: Der erste Schritt ist gemacht, der nächste soll folgen.

Quellen

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