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Ab Frühjahr 2027: Staat will Kinder per Zuschuss an die Rente heranführen

Ab Frühjahr 2027 soll ein staatlicher Zuschuss Kinder an die Altersvorsorge heranführen. Die Koalition sieht die Frühstartrente als wichtigen Baustein für die Rente – Details sind aber noch offen.

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Ab Frühjahr 2027: Staat will Kinder per Zuschuss an die Rente heranführenAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Frühstartrente: Altersvorsorge für Kinder ab Frühjahr 2027.

Der Bundestag stimmt am Freitag über die Frühstartrente ab, am Ende steht ein einfaches Versprechen: Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren bekommen monatlich 10 Euro vom Staat in ein eigenes Vorsorgedepot eingezahlt. Das berichtet das Handelsblatt. Das Gesetz soll Anfang Januar 2027 in Kraft treten, anschließend geht der Entwurf noch in den Bundesrat.

Wer profitiert – und wer nicht

Die Frühstartrente startet rückwirkend mit dem Geburtsjahrgang 2020 – also mit allen Kindern, die im Jahr 2026 ihren sechsten Geburtstag feiern. Ab 2027 wird dann jährlich der jeweils neue Jahrgang der Sechsjährigen einbezogen. Für dich heißt das: Alle Kinder, die heute schon sieben oder älter sind, gehen leer aus.

Du kannst als Eltern selbst entscheiden, in welches Depot die staatlichen 10 Euro fließen sollen. Wenn du nichts auswählst, landet das Geld automatisch in einer von der Bundesbank verwalteten, öffentlichen Kapitalanlage. Erwirtschaftete Erträge bleiben bis zum Beginn der Auszahlungsphase steuerfrei – ausgezahlt wird gefördertes Kapital laut Finanzministerium grundsätzlich nicht vor Vollendung des 65. Lebensjahres.

Was aus zehn Euro im Monat werden kann

Die Logik hinter dem Modell ist Zeit: Über viele Jahre kann der Zinseszinseffekt wirken. Nach Berechnungen des Finanzministeriums ergibt die staatliche Förderung allein bis zur Volljährigkeit ein Depotwert von rund 2.200 Euro. Bis zum 65. Lebensjahr – ohne weitere Einzahlungen – könnten daraus rund 53.000 Euro werden.

Eltern und Großeltern dürfen das Depot mit freiwilligen Zahlungen aufstocken, bis zu 6.840 Euro pro Jahr sind erlaubt. Legen Eltern monatlich 10 Euro dazu, wächst das Depot laut Ministerium bis 65 auf rund 107.000 Euro. Bei 50 Euro monatlicher Zuzahlung wären es rund 320.000 Euro.

Grundlage ist eine angenommene durchschnittliche Wertentwicklung von 7 Prozent pro Jahr – das entspreche der langjährigen Durchschnittsrendite weltweit gestreuter Aktienanlagen nach Kostenabzug, so das Finanzministerium. Die tatsächliche Entwicklung kann höher oder niedriger ausfallen. Und im Gesetz steht ausdrücklich: Sollte das Startkapital durch eine ungünstige Entwicklung am Kapitalmarkt geringer ausfallen als die Summe der angelegten Frühstartrente, gibt es keinen Ausgleich durch den Bund.

Was die Anbieter einhalten müssen

Gefördert wird nur ein Standarddepot-Vertrag mit einem Kostendeckel von einem Prozent. Bis zur Volljährigkeit dürfen Anbieter keine Abschluss- und Vertriebskosten erheben. Außerdem hat der Finanzausschuss des Bundestags festgelegt, dass das Geld ausschließlich in breit diversifizierte globale Aktien oder Aktienfonds fließt. Mit 18 endet die staatliche Förderung – das Depot geht dann in die steuerlich geförderte private Altersvorsorge über, die als Nachfolger der Riester-Rente geplant ist.

So fällt die Bewertung bei Banken, Gewerkschaften und Verbraucherschützern aus

Die Deutsche Kreditwirtschaft begrüßt das Vorhaben: Die Frühstartrente ergänze das geplante Altersvorsorgedepot um ein Angebot für Kinder und Jugendliche und erleichtere den frühzeitigen Einstieg in die kapitalgedeckte Altersvorsorge. „Zehn Euro im Monat werden die Rentenlücke nicht schließen. Aber die Frühstartrente kann Millionen junge Menschen frühzeitig und ganz selbstverständlich mit dem Kapitalmarkt und langfristigem Investieren in Kontakt bringen“, sagte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund nennt das Modell dagegen eine Mogelpackung: „Sie ist keine Rente und verschweigt die sozialen und ethischen Risiken des Kapitalmarkts.“ Die Frühstartrente sei vor allem ein staatlich finanzierter Weg der Kundenakquise für private Finanzdienstleister, Banken und Versicherungen. Dorothea Mohn von der Verbraucherzentrale Bundesverband ergänzt: „Informationen von Finanzanbietern sind wichtig. Eine unabhängige Finanzbildung ersetzen sie aber nicht. Kinder und Familien brauchen qualitätsgesicherte Bildungsangebote statt Werbematerial.“

Die Ausgaben des Bundes für die Frühstartrente sollen zunächst bei 198 Millionen Euro im Jahr liegen und bis 2030 auf 411 Millionen Euro steigen.

Quellen

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