Parag Parekh: Was Indien bei KI besser macht als wir
Im Disrupt-Podcast spricht Ikeas CDO Parag Parekh über Indiens KI-Vorsprung, lokale Experimente und globalen Roll-Out – und was KI mit seiner eigenen Rolle macht.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Ikeas Digitalchef über KI: Warum Indien Europa enteilt.
Wenn ein Konzern wie Ikea seine Digitalisierung für 30 Länder steuert, bekommt man automatisch einen guten Blick dafür, wo Digitalisierung heute tatsächlich passiert – und wo nur darüber geredet wird. Genau darüber spricht Parag Parekh, Chief Digital Officer von Ikea, in der neuen Folge des Handelsblatt-Podcasts "Disrupt". Seine These: Indien ist Europa bei KI in wichtigen Punkten voraus.
Du fragst dich jetzt vielleicht: Indien, ausgerechnet? Das Land, das noch vor zehn Jahren vor allem als Outsourcing-Standort galt? Parekh sieht das anders. In der Podcast-Folge zeichnet er nach, wie rasant sich Indien in den vergangenen Jahren zu einem KI-Hotspot entwickelt hat – mit einer Tech-Szene, die in vielen Bereichen schneller experimentiert als Europa.
Was Parekh im Gespräch besonders hervorhebt: den Kontrast zwischen lokalen Experimenten und globalen Roll-Outs. Also dem Spagat, den jeder große Konzern kennt – hier eine Idee in einem Markt testen, dort entscheiden, ob sie in allen 30 Ländern ausgerollt wird. Klingt nach Konzern-Bla-Bla, ist aber genau der Punkt, an dem KI-Projekte in vielen Unternehmen scheitern.
Was bedeutet Indiens KI-Vorsprung konkret?
Parekh macht im Podcast deutlich, dass es nicht um ein einzelnes Produkt oder eine App geht. Indien hat seiner Einschätzung nach ein Ökosystem aufgebaut: eine dichte Startup-Szene, viele gut ausgebildete Entwickler:innen, und vor allem eine Mentalität, die schnelles Ausprobieren belohnt statt monatelange Abstimmungsschleifen.
Für dich heißt das: Wenn ein Möbelriese wie Ikea dort schneller neue KI-Tools testen kann, landen Ideen früher im Regal – oder im Online-Shop. Europa diskutiert derweil noch über Regulierung, Datenschutz und Rahmenbedingungen. Beides ist wichtig, aber Parekh stellt die unbequeme Frage, ob Europa dabei den Anschluss verliert.
KI verändert auch den Job des CDO selbst
Ein Punkt, der im Gespräch auftaucht und überrascht: KI verändert nicht nur Produkte und Prozesse, sondern auch die Rolle des Chief Digital Officers selbst. Parekh beschreibt, wie sich sein Aufgabenfeld durch KI-Tools verschiebt – weg vom reinen Projektmanager, hin zum jemandem, der Experimente zulässt, orchestriert und daraus globale Strategien baut.
Warum das auch für dich relevant ist
Du denkst jetzt vielleicht: Ist das nicht ein Konzernthema? Aber Ikea ist nur das Beispiel. Was Parekh beschreibt, läuft in vielen großen Unternehmen ähnlich: KI-Entscheidungen werden auf CDO-Ebene getroffen, internationale Roll-Outs entscheiden darüber, ob du als Kund:in in Deutschland, Indien oder Schweden das gleiche smarte Erlebnis bekommst – oder eben nicht.
Die Folge gibt dir also einen Blick hinter die Kulissen eines der größten Möbelhändler der Welt, ohne Marketing-Sprech, aber mit klaren Thesen. Wenn dich interessiert, wie Global Player heute über KI denken und warum Indien dabei immer wieder als Vorbild fällt, lohnt sich diese Folge.
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