KZ Bergen-Belsen überlebt, jahrzehntelang aufgeklärt: Irene Butter ist tot
Irene Butter, Überlebende des KZ Bergen-Belsen, ist mit 95 Jahren gestorben. Jahrzehntelang klärte sie in den USA über die Verbrechen der Nationalsozialisten auf.
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Irene Butter hat das KZ Bergen-Belsen überlebt und danach jahrzehntelang über die Verbrechen der Nationalsozialisten gesprochen. Nun ist die Holocaust-Zeugin im Alter von 95 Jahren gestorben. Damit verliert die Erinnerungskultur eine ihrer prägendsten Stimmen aus der Generation der Überlebenden.
Butter gehörte zu den letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die den Holocaust nicht nur dokumentierten, sondern persönlich bezeugen konnten. Ihr Tod markiert das Ende einer Ära, in der lebende Zeitzeugen unmittelbar Auskunft über die Verbrechen geben konnten – eine Zäsur für die Erinnerungsarbeit, die sich künftig stärker auf Aufzeichnungen und nachfolgende Generationen stützen muss.
Nach dem Krieg wanderte sie in die USA aus. Dort engagierte sie sich über Jahrzehnte hinweg in der Aufklärungsarbeit und klärte über die Gräuel des Nationalsozialismus auf – ein Engagement, für das sie in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, wie aus dem Beitrag der Zeit hervorgeht.
Wer war Irene Butter?
Irene Butter wurde als Jüdin geboren und von den Nationalsozialisten verfolgt. Sie überlebte das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Nach dem Krieg baute sie sich in den USA ein neues Leben auf. Statt zu schweigen, entschied sie sich, ihre Erlebnisse öffentlich zu machen.
Jahrzehntelang sprach sie über die Verbrechen der Nazis – aus den persönlichen Erinnerungen wurde eine Lebensaufgabe: die Aufklärung über den Holocaust, gerade auch für die nachfolgenden Generationen, die die Schoah nicht mehr selbst erlebt haben.
Würdigung aus Deutschland
Der Tod von Irene Butter löste auch in Deutschland Reaktionen aus. Kulturstaatsminister Weimer würdigte ihre Verdienste um die Erinnerungskultur, wie der Spiegel berichtet. Für viele gilt sie als Brückenbauerin zwischen den USA und Deutschland – und als Mahnung, dass die Geschichte des Holocaust nicht in Vergessenheit geraten darf.
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