Nur ein Ohr, aber das zählte: Guirao triumphiert in Las Ventas
Der Novillero Israel Guirao aus Valencia hat am 9. Oktober 2026, dem Tag der Comunidad Valenciana, das Finale des «Camino hacia Las Ventas» in Madrid gewonnen. In der Plaza de Las Ventas schnitt er dem fünften Eral ein Ohr ab – das einzige Ohr des Abends.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Israel Guirao triumphiert am Tag seiner Heimat beim «Camino hacia Las Ventas».
Am 9. Oktober 2026, dem Tag der Comunidad Valenciana, hat der Novillero Israel Guirao aus Valencia das Finale des «Camino hacia Las Ventas» in Madrid gewonnen. In der Plaza de Las Ventas schnitt er dem fünften Eral ein Ohr ab – das einzige Ohr der gesamten Finalveranstaltung. Für den jungen Stierkämpfer aus der Escuela Taurina de Navas del Rey-Valencia war es ein Triumph mit Symbolkraft, berichten El Mundo und ABC übereinstimmend.
Du fragst dich vielleicht, was dieses «Camino hacia Las Ventas» überhaupt ist: Es ist einer der wichtigsten Nachwuchswettbewerbe im spanischen Stierkampf – ein Certamen de novilladas sin picadores, also ein Wettbewerb für Stierkämpfer, die ohne den berittenen Picador-Helfer und gegen Stiere antreten, die ihre Hörner noch nicht abgestoßen haben. Wer hier triumphiert, steht sinnbildlich auf dem Weg zur großen Arena der Las Ventas.
Guirao hatte sich über die Saison für das große Finale in Madrid qualifiziert. Der Sieg am valencianischen Feiertag machte den Triumph dann zu einer ganz persönlichen Geschichte – der Titel von ABC bringt das auf den Punkt: «honra a su tierra» – er ehrt seine Heimat.
Warum ausgerechnet der fünfte Stier der Schlüssel war
Schon im ersten Stier seines Lotes hatte Guirao nach Angaben der Fachseite Toro-live und Tercio de Quites Chancen liegen lassen – er habe «con la espada» nicht entscheidend genug abgeschlossen. Erst im zweiten Tier seines Lotes, eben jenem fünften der gesamten Tarde, fand er dann das passende Gegenüber.
Mit dem Capote – dem großen Tuch – zeigte er «mucha soltura», also viel Lockerheit, wie ABC schreibt. Mit der Muleta erreichte er am fünften Stier seine beste Leistung: «al que entendió desde el principio, con mucha cabeza y buena colocación» – den er von Anfang an verstand, mit viel Köpfchen und guter Platzierung. Tercio de Quites hebt besonders die «faena al natural» hervor, also die linkshändig ausgeführten Naturpasses.
Das Ergebnis: Eine Ohr für Guirao – und gleichzeitig die einzige Ohr des gesamten Finaltages, wie Toro-live ausdrücklich betont.
Peláez mit Ovatio, Manzur ohne Trofeo
Marco Peláez, mexikanischer Novillero von der Escuela Taurina de Colmenar Viejo, erntete beim dritten Stier eine «ovación» – eine Ovation im tendido. Das bedeutet Applaus und Anerkennung, aber keine Trophäe. Joaquín Manzur, von der Escuela Citar, ging «de vacío», also ohne jeden Trofeo, vom Platz. So blieb Guirao der einzige Novillero des Abends, der mit einer konkreten Trophäe – dem abgeschnittenen Ohr – den Platz verließ.
Für Peláez, der laut El Mundo («gusta el mexicano Marco Peláez») mit seiner Linie Gefallen fand, war die Finalteilnahme dennoch ein Achtungserfolg.
Die Stiere von Guadajira
Die sechs Erales – also Jungstiere – der Finalveranstaltung stammten aus der Zucht von Guadajira. El Mundo spricht von einer «notable novillada», einer bemerkenswerten Stier-Auswahl, die dem Publikum Spiel und Bewegung bot. Die Fachseite Toros en el Mundo listet die Tiere einzeln auf und beschreibt sie als «manejables», also gut zu handhaben, mit Ausnahme des sechsten Stiers, der aus der Reihe tanzte. Für die Novilleros heißt das: Die Tiere gaben Chancen, aber keine Geschenke. Wer in dieser Novillada etwas holen wollte, musste seine Hausaufgaben machen.
Stimmung in Las Ventas – und zwei unterschiedliche Zuschauerzahlen
«Gran ambiente en los tendidos», große Stimmung auf den Rängen – so beschreiben mehrere Quellen den Abend. Bei den genauen Besucherzahlen gehen die Angaben allerdings auseinander: El Mundo spricht von «unas 12.000 personas» (etwa 12.000 Personen), während Toros en el Mundo berichtet, die Plaza-Betreibergesellschaft habe 22.964 verkaufte Eintrittskarten mitgeteilt. Beide Werte schließen sich nicht aus: Die Zahl der verkauften Tickets liegt in der Regel über der Zahl der tatsächlich anwesenden Personen.
Was dieser Abend über die Novillería erzählt
Wenn du die spanische Stierkampf-Szene beobachtest, weißt du: Der «Camino hacia Las Ventas» ist ein Sprungbrett. Wer hier triumphiert, hat die Aufmerksamkeit der großen Häuser, der Apoderados und der prensa especializada. Für Israel Guirao ist die XIV. Auflage dieses Wettbewerbs damit der erste Meilenstein einer noch offenen Karriere. Was du aus dem Abend mitnehmen kannst: Ein junger Valenciano hat am Tag seiner Heimat den wichtigsten Madrider Nachwuchswettbewerb gewonnen – begleitet von einer Ohr, einer Ovatio für einen mexikanischen Konkurrenten und großer Stimmung auf den Rängen.
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Quellen
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