Schon 2018 sagte sie es: Katherine Ryan reagiert auf das Urteil gegen Brand
Nach der Verurteilung von Russell Brand spricht Katherine Ryan über Trauer, Erleichterung und ihren früheren Auftritt bei „Roast Battle“. Zwei Berichte rekonstruieren Ryans damalige Äußerungen und ihre Reaktion auf das Urteil.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Katherine Ryan nach Russells Brands Verurteilung: „Trauer und Erleichterung“.
Vier Wochen Prozess und ein Schuldspruch mit vier Punkten
Der konkrete Wendepunkt liegt in London: Russell Brand wurde nach einem vierwöchigen Prozess am Donnerstag schuldig gesprochen. Die Geschworenen befanden ihn nach den Angaben von Deadline in einem Fall von Vergewaltigung und drei Fällen sexuellen Übergriffs für schuldig. Zwei weitere Anklagepunkte wegen Vergewaltigung und ein Vorwurf wegen indezenter Belästigung blieben ohne Schuldspruch.
Brand war zum Zeitpunkt des Urteils 51 Jahre alt. Er hat alle Vorwürfe nicht-einverständlicher sexueller Handlungen bestritten. Das Strafmaß steht damit noch aus: Er ist für den Montag zur sentencing – der Festlegung der Strafe – eingeplant. Damit steht die juristische Einordnung der fünf angeklagten Vorwürfe fest, während die konkrete Strafe noch offen ist.
Der Schuldspruch
Für die Berichterstattung ist der Unterschied zwischen Schuldspruch und Strafe wichtig. Die Tatfrage wurde am Donnerstag entschieden. Wie schwer Brand im Recht tatsächlich verurteilt wird, ist erst nach der sentencing am Montag absehbar. Eine Zahl für das Strafmaß liefern die vorliegenden Quellen nicht.
Ryans Rückblick auf 2018: Ein Satz vor dem Prozess
Der bemerkenswerteste Teil der Meldung liegt eigentlich acht Jahre vor dem Urteil. Katherine Ryan und Russell Brand arbeiteten 2018 gemeinsam für Comedy Centrals „Roast Battle“. Nach dem Bericht konfrontierte Ryan Brand in dieser Zusammenarbeit mit seinem angeblich predatorischen Verhalten und bezeichnete ihn als „sexuellen Predator“.
Damit war der Komiker bereits öffentlich als jemand benannt, dem die Komikerin predatorisches Verhalten vorwarf. Ryan sprach damit nicht erst nach dem Schuldspruch über Brand, sondern hatte ihren Vorwurf bereits öffentlich formuliert. Der Prozess machte diese ältere Aussage neu relevant: Ihre Reaktion auf das Urteil ist deshalb nicht nur eine Stellungnahme zum Gerichtsurteil, sondern auch ein Bezug auf eine lange zurückreichende Auseinandersetzung.
Der Podcast
Ryans aktuelle Worte äußerte sie in der neuesten Folge ihres Podcasts „Telling Everybody Everything“. Sie sagte, die Nachricht habe sie erneut „quite dysregulated again, caught off-guard, emotional“ gemacht, also sei sie wieder aus dem Gleichgewicht geraten, unvorbereitet getroffen und emotional bewegt worden. Sie sprach außerdem von Ehrfurcht vor den Überlebenden, weil diese hervortraten, obwohl Brand über Ruhm, Macht, Geld und eine große Fangemeinschaft verfügte, die sie angegriffen habe.
Warum Trauer und Erleichterung zusammenpassen
Ryans Formulierung wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich. Sie sagte jedoch ausdrücklich, es sei etwas Gerechtigkeit geschehen und zugleich Trauer neben der Erleichterung geblieben. „Ich werde niemals jemand sein, der auf Gräbern tanzt“, erklärte sie im Podcast. Für sie bedeutet das Urteil also nicht, dass die betroffenen Frauen unwichtig oder die Folgen abgeschlossen wären.
Ihre Einordnung ist damit deutlich persönlicher als eine nüchterne Schlagzeile. Sie beschreibt keine/simple Freude über den Schuldspruch, sondern eine gemischte Reaktion: Erleichterung über die gerichtliche Wahrheit und Trauer für die Menschen, die die Vorwürfe tragen mussten.
2022 brachte Spekulationen, aber keine Bestätigung
Ryans ältere Aussagen bekamen bereits 2022 neue Aufmerksamkeit. In Louis Theroux’ BBC-Dokumentationsreihe erzählte sie, sie habe neben einem unbekannten männlichen Komiker für eine Fernsehsendung gearbeitet und ihn als „Predator“ bezeichnet. Sie sprach damals auch über die möglichen rechtlichen Folgen und nannte die Situation ein „litigious minefield“, also ein juristisch heikles Minenfeld.
Die Kommentare lösten Spekulationen darüber aus, dass sie Russell Brand meinte. Ryan hat die Identität des Komikers jedoch nie öffentlich bestätigt. Das ist eine wichtige Grenze der Berichterstattung: Ihre Äußerungen von 2018 beziehen sich nach den Quellen auf Brand, die späteren Aussgaben im Jahr 2022 bleiben in ihrer Identifizierung öffentlich mehrdeutig.
Was die Quellen belegen
Belegt sind der Schuldspruch wegen einer Vergewaltigung und drei sexueller Übergriffe, der vierwöchige Prozess, der Gerichtsort Southwark Crown Court, Ryans Bezeichnung von Brand als „sexuellen Predator“ im Jahr 2018, ihre Podcast-Aussagen zu Trauer und Erleichterung sowie der noch ausstehende Termin für das Strafmaß am Montag. Nicht belegt sind dagegen das spätere Strafmaß und weitere Details des Prozesses.
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