LIVE
Xbox-Handheld: Kommt die nächste Xbox ganz ohne Windows?Christina Applegate ohne MS: Die Korrektur klärt die Ursache ihrer Beschwerden nicht2,8 Grad laut UN: Der Klimakurs liegt weit vom 1,5-Grad-Ziel entferntRoute du Rhum: Vater und Sohn – Titouan ist der JüngsteBaFin legt Raisin an die Leine: Drei Themen aus dem BriefingEU und China wollen das „nicht tragbare“ Handelsdefizit abbauen: Was bedeutet das für dich?Zazie Beetz mit sichtbarem Babybauch: Überraschung bei der „Nocturne“-Premiere in New YorkChinas Überbestellungen bei Nvidia: KI-Milliardenorder und Börsenzweifel am Netflix-WachstumRoute du Rhum 2026: 32-Meter-Ultims versprechen SpannungRussische Sabotage: Bundeswehr stuft Bedrohung erstmals als erheblich einA3 bei Dernbach: Unfall mit drei Lkws – Sperrung lockert sichDancing with the Stars: In Woche 6 fliegt niemand raus

Urteil in Mombasa: Mackenzie muss sich für 191 Tote verantworten

Ein Gericht in Mombasa hat den kenianischen Sektenführer Paul Mackenzie wegen Mordes an 191 Menschen für schuldig befunden. Fast alle Opfer waren Kinder, die auf sein Geheiß verhungern sollten, um Jesus zu begegnen.

2 Min. Lesezeit
Urteil in Mombasa: Mackenzie muss sich für 191 Tote verantwortenAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Kenia: Sektenführer wegen Tötung von 191 Menschen schuldig gesprochen.

191 Menschen, fast alle Kinder – verhungert auf Geheiß eines selbsternannten Pastors, der sie angeblich auf direktem Weg zu Jesus bringen wollte. Ein Gericht im kenianischen Mombasa hat Paul Mackenzie, den Anführer einer Weltuntergangssekte, wegen Mordes an 191 Menschen für schuldig befunden. Das Urteil markiert einen der schwersten Kult-Fälle, die Kenia je vor Gericht verhandelt hat – die Dunkelziffer der tatsächlichen Opfer liegt nach Medienberichten allerdings deutlich höher.

Die Anklage zeichnete das Bild eines Mannes, der seine Anhänger systematisch in den Tod schickte. Wer aus der Gemeinschaft ausbrechen wollte, war massivem Druck ausgesetzt. Mackenzie selbst soll genau dieses Ziel verfolgt haben:

Er wollte, dass seine Anhänger verhungern, um »Jesus zu begegnen«.

Quelle: Spiegel

Wer ist Paul Mackenzie?

Bei dem Verurteilten handelt es sich um den kenianischen Paul Nthenge Mackenzie, wie die Schweizer Plattform 20 Minuten berichtet. Er ist der Anführer einer sogenannten Hunger-Sekte, die laut dem Tagesanzeiger mit insgesamt mehr als 400 Todesfällen in Verbindung gebracht wird. Mackenzie hatte sich selbst zum Pastor ernannt und über Jahre hinweg eine Endzeit- und Hungerdoktrin verbreitet, die seine Anhänger in den Tod führte.

Wer starb – und warum vor allem Kinder?

Nach den Angaben des Tagesanzeigers verteilen sich die 191 Verurteilungen auf 190 Kinder und einen Erwachsenen. Andere Quellen wie n-tv oder Yahoo Nachrichten sprechen allgemein von „191 Menschen". katholisch.de schreibt, dass es sich bei den Opfern „fast ausschließlich um Kinder" handelte – der Spiegel formuliert es etwas vorsichtiger: „Ein Großteil der weit über Hundert Opfer waren Kinder."

Die Erklärung ist so verstörend wie sie klingt: Mackenzie und seine Mitangeklagten hatten ihre Anhänger offenbar so stark unter Kontrolle, dass Eltern die Hungerdoktrin nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für die Kinder als heilsbringend ansahen. Wer aus der Gemeinschaft ausbrechen wollte, war massivem Druck ausgesetzt – das berichten mehrere der vorliegenden Quellen übereinstimmend.

Wie groß war die Sekte wirklich?

Die Anklage bezog sich auf 191 nachweisbare Todesfälle. Der Tagesanzeiger berichtet allerdings, dass die Sekte insgesamt mit mehr als 400 Todesopfern in Verbindung gebracht wird – eine Differenz, die auf noch nicht abgeschlossene Ermittlungen und noch nicht gerichtlich verfolgte Fälle hindeutet. Mackenzie steht nach den vorliegenden Berichten nicht allein vor Gericht: Auch seine engsten Mitangeklagten müssen sich für ihre Rolle in der Hungerdoktrin verantworten, wie Yahoo Nachrichten berichtet.

Was bedeutet das Urteil?

Mit dem Schuldspruch ist ein erster Meilenstein im Verfahren erreicht – das Strafmaß steht nach den vorliegenden Berichten noch aus. Fest steht: 191 Familien haben zumindest die gerichtliche Anerkennung dessen, was ihnen widerfahren ist. Für Kenia ist es ein Signal, dass religiös motivierter Massentod nicht unbeantwortet bleibt – auch wenn die Dunkelziffer der Opfer die Zahl 191 deutlich übersteigt.

Was das Urteil für die noch laufenden Verfahren gegen Mitangeklagte bedeutet, wird sich zeigen. Bis dahin bleibt der Name Mackenzie in Kenia mit einer der dunkelsten Glaubens-Verirrungen der jüngeren Geschichte verbunden.

↓

Quellen

Was denkst du?

AI-unterstützt · redaktionell betreut

Scroll weiter, um zu reagieren und zu teilen.