'Midday Meal' in Busan: Wenn ein Filmfestival zur Anklage wird
Der Oscar-nominierte iranische Regisseur Majid Majidi hat das Busan-Festival 2026 in eine politische Anklage gegen den US-Krieg verwandelt. Sein neuer Film 'Midday Meal' wird dabei zum Standout – und sein Auftritt zum viel diskutierten Moment des Festivals.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Busan 2026: Oscar-Regisseur Majidi verurteilt US-Krieg auf großer Festival-Bühne.
Majid Majidi stand kurz davor, dem Busan International Film Festival 2026 fernzubleiben. Der Oscar-nominierte iranische Regisseur entschied sich dann doch anzureisen – nicht primär für die Premiere seines neuen Films Midday Meal, sondern um über etwas anderes zu sprechen: die Folgen des US-Krieges für die iranische Zivilbevölkerung.
So wurde aus einer Filmpremiere eine politische Anklage, mitten auf Asiens führendem Filmfestival.
Warum Majidi Busan fast ausgelassen hätte
Das Busan International Film Festival zählt zu den wichtigsten asiatischen Filmveranstaltungen. Majidi, der als Oscar-nominierter Regisseur internationale Bekanntheit genießt, ist dort kein Unbekannter. In diesem Jahr aber erwog er, die Reise nach Südkorea abzusagen, wie der Hollywood Reporter berichtet.
Der Grund: der andauernde Konflikt zwischen den USA und Iran. Majidi wollte nicht schweigen, während sein Heimatland bombardiert wird. Er entschied sich um – und reiste an, „um über die Auswirkungen des Krieges auf die einfachen Iraner zu sprechen", wie es im Bericht heißt.
Was Majidi in Busan sagte
In einer schriftlichen Erklärung, die über den iranischen Sender Press TV verbreitet wurde, formulierte der Regisseur seinen Protest scharf. Er schrieb am Sonntag:
Today, the great Iran, on behalf of all oppressed people across the world is resisting against the child-killing Israel and US.
Während seines Auftritts in Busan verurteilte Majidi zivile Opfer und die Folgen internationaler Sanktionen für die iranische Bevölkerung. Worte, die auf einem Filmfestival ungewöhnlich sind – und die zeigen, wie tief der Konflikt in den Alltag iranischer Künstler einschneidet.
„Midday Meal" – Festival-Standout mit politischem Untergrund
Gleichzeitig feiert Majidis neuer Film in Busan Aufmerksamkeit. Die Variety-Kritik beschreibt das Drama als berührend: Majidi teste darin die Grenzen eines Mitgefühls, das von Frustration über fehlende staatliche Fürsorge ausgehe. Eine Gemeinschaft stehe im Zentrum, die sich allein gelassen fühle.
Der Film ist damit nicht nur Festival-Highlight, sondern auch ein stiller Gegenpol zu den lauten Worten seines Regisseurs. Die Kombination aus beidem – Standout und politische Anklage – macht Majidis Auftritt zu einem der meistdiskutierten Momente des diesjährigen Festivals.
Was das für dich als Festival-Fan bedeutet
Wenn du in den nächsten Wochen auf Festival-Berichte und Branchen-News schaust, solltest du wissen: Midday Meal kommt mit klarem politischem Kontext. Majidi nutzt den Film sichtbar als Vehikel, um die Lage im Iran zu adressieren – und macht keinen Heidl daraus, wie er die Rolle der USA und Israels im aktuellen Konflikt bewertet. Für Busan 2026 ist das ein seltener Moment, in dem sich Kunst und Außenpolitik auf einer der größten Bühnen Asiens untrennbar verbinden.
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