Duell deutscher E-SUVs: Mercedes-AMG GT SUV tritt gegen Porsche Cayenne Electric an
Mercedes-AMG hat am 17.10.2026 den elektrischen GT SUV mit bis zu 1.169 PS und 700 km WLTP vorgestellt. Wir vergleichen ihn mit dem Porsche Cayenne Electric (1.156 PS, 622 km).
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert 1.169 PS gegen 1.156 PS: Mercedes-AMG GT SUV fordert Porsche Cayenne Electric heraus.
Stuttgart, 17. Oktober 2026, 140. Geburtstag von Mercedes: Im Mercedes-Benz Museum hat AMG seinen neuen elektrischen GT SUV enthüllt – den ersten großen SUV, der in 59 Jahren AMG-Geschichte tatsächlich komplett in der Sportabteilung entstanden ist. Während in Paris gerade der letzte Wochenendtag des Mondial de l'Auto lief, schob die Marke in Affalterbach ein Schwergewicht nach, das sich an genau einem Namen messen lassen muss: Porsche Cayenne Electric.
Die Eckdaten auf dem Datenblatt: 1.169 PS und 2.000 Nm Drehmoment im AMG GT 63, 1.156 PS und 1.500 Nm im Porsche Cayenne Turbo Electric. Auf dem Papier sind das 13 PS Differenz – und stolze 500 Nm mehr Drehmoment auf Seiten des AMG. Beide stehen in einer Klasse großer, schwerer E-SUVs mit über 2,5 Tonnen Leergewicht.
Die Beschleunigung hat einen Haken
Wer die 2,5 Sekunden auf 100 km/h für den GT 63 liest, sollte genau hinschauen. Mercedes gibt diese Zeit mit einem sogenannten „1-foot rollout" an – die Uhr startet erst nach den ersten 30,48 Zentimetern, also nach der langsamsten Phase eines stehenden Starts. Ohne diesen Trick steht der GT 63 bei 2,7 Sekunden. Der Porsche Cayenne Turbo schafft die 2,5 Sekunden ohne diese Methode – real also einen Tick schneller als der AMG. Auch im Mittelfeld zeigt sich dasselbe Muster: AMG GT 53 (544 PS) braucht 4,2 Sekunden, der Porsche Cayenne S Electric liefert per Launch Control aus 544 PS Nennleistung kurzzeitig 666 PS und sprintet in 3,8 Sekunden.
Technik: AMG.EA-Plattform und Axialflussmotoren
Der GT SUV teilt sich die Basis mit der im Mai 2026 vorgestellten elektrischen AMG GT Coupé 4-Türer: AMG.EA-Plattform, 800-Volt-Architektur, in den Versionen GT 55 und GT 63 Axialflussmotoren. Über die Lautsprecher simuliert AMG wahlweise einen V8 oder einen Sechszylinder samt künstlicher Schaltpausen. Der GT 53 wiegt laut Hersteller 2.525 kg, der GT 55 mit der großen Batterie bis zu 2.715 kg – bei 5,08 Metern Länge.
Beim Laden: AMG voraus – wenn die Säule mitspielt
Das Laden ist die größte AMG-Spielwiese. Mit der großen 128-kWh-Batterie sollen kurzzeitig bis zu 710 kW Peak fließen, mit der kleinen 106-kWh-Batterie bis zu 600 kW. Der Sprung von 10 auf 80 Prozent soll in 11 bis 12 Minuten erledigt sein. Porsche gibt für den Cayenne 400 kW unter Idealbedingungen an, in den Porsche-eigenen Referenzbedingungen 390 kW, bei einer Batterie von 113 kWh brutto – nutzbar sind davon rund 108 kWh. Der Cayenne schafft 10 auf 80 Prozent in unter 16 Minuten.
Der Haken bei den AMG-Werten: Sie setzen eine passende Schnellladesäule voraus. An einer normalen 400-kW-Säule braucht der GT 63 laut Mercedes selbst 14 Minuten (kleine Batterie) bzw. 16 Minuten (große Batterie) – also praktisch identisch zum Cayenne. Die Immersionskühlung der Zellen (Batteriezellen in nichtleitendem Öl) soll verhindern, dass die hohe Peak-Leistung beim zweiten heißen Ladestopp zusammenbricht.
Reichweite: 78 km Vorteil – aber nur mit der dicken Batterie
Bei der WLTP-Reichweite stehen 700 km (AMG GT 55/63 mit 128-kWh-Akku) gegen 622 km (Porsche Cayenne Turbo Electric) – ein Plus von 78 Kilometern für den AMG. Doch das gilt nur mit der großen Batterie: Mit dem kleinen 106-kWh-Akku fallen die GT-55- und GT-63-Versionen auf 525 bis 585 km. Dann liegt der Cayenne Turbo vorne. Der GT 53 (ebenfalls 106 kWh) kommt immerhin auf 597 bis 668 km. Den Bestwert im Porsche-Lager liefert der aerodynamisch günstigere Cayenne S Coupé Electric mit 669 km.
Bestellstart und Preis: Porsche mit elf Monaten Vorsprung
Beim Verkaufsstart hat Porsche klar die Nase vorn: Die Orderbücher für den Cayenne Electric sind seit November 2025 offen, in drei Versionen – 107.600 € (Basis), 129.200 € (S), 167.200 € (Turbo). Bei Mercedes ist zunächst nur der GT 53 ab dem 20. Oktober 2026 bestellbar, zu 113.050 € (deutscher Preis). Die stärkeren GT 55 (816 PS) und GT 63 (1.169 PS) folgen erst im Frühjahr 2027, Preise stehen noch nicht fest.
Was bleibt: ein Duell im Bereich weniger Prozent. Der AMG gewinnt beim Laden und bei der maximalen Reichweite – sofern du die große Batterie und die passende Säule wählst. Der Porsche bleibt beim Sprint knapp vorne und ist bereits heute zu haben. Welcher der beiden „gewinnt", entscheidest du am Schalter – oder mit dem Blick aufs Logo auf der Haube.
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