Warum Netflix bei One Piece das Budget halbieren wollte
Netflix sollte das Budget der One-Piece-Serie laut einem Bericht halbieren. Schöpfer Eiichiro Oda schaltete sich persönlich ein und widersprach den geplanten Einsparungen.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert One Piece: Netflix wollte sparen – dann protestierte Schöpfer Oda.
Am 29.10.2026 um 05:13 Uhr berichtete GameStar über einen Konflikt, der vor dem Start der Netflix-Serie „One Piece“ hätte die Produktion verändern können. Laut dem Bericht wollte Netflix das Budget halbieren und zugleich die Episodenzahl kürzen. Der damalige Showrunner Steven Maeda erklärte, dass das Produktionsteam unter dem reduzierten Budget viele inhaltliche Änderungen hätte vornehmen müssen.
Das wäre nicht einfach eine Anpassung an der Laufzeit gewesen. Bereits ausgearbeitete Story-Abschnitte wären weggefallen, die Erzählweise hätte sich stärker von der Manga-Vorlage entfernt und das Team fürchtete, langjährige Fans vor den Kopf zu stoßen. Nach einer ersten Überarbeitung schaltete sich Oda ein. In der Schlagzeile des Berichts steht seine Reaktion: „Das habe ich mir so nicht vorgestellt“.
Von 10 auf 8 Episoden: Die Kürzung war konkret
Die geplante Halbierung des Budgets
Die Kürzung sollte nach den Angaben von Steven Maeda vor dem Start von Staffel 1 erfolgen. Neben dem Budget betraf der Plan direkt die Länge der Serie: Netflix wollte die Anzahl der Episoden von 10 auf 8 reduzieren. GameStar nennt damit zwar keine konkrete Geldsumme, macht aber deutlich, dass der Einschnitt das gesamte Produktionsbudget betrafen sollte.
Die Folgenreduktion wurde tatsächlich umgesetzt. Mit dem kleineren Budget musste das Produktionsteam dafür numerous inhaltliche Änderungen einarbeiten. Das betraf auch Story-Abschnitte, die für die Geschichte wichtig waren. Material, in das bereits viel Arbeit investiert worden war, konnte dadurch nicht mehr verwendet werden.
Die Erzählweise driftete von der Manga-Vorlage ab
Die Anpassungen beschränkten sich also nicht auf zwei weniger Episoden. Das Team musste die Serie stärker von der Erzählweise der Manga-Reihe weglenken. Gerade bei „One Piece“, dessen Handlung eng mit dem Manga von Oda verbunden ist, war das eine heikle Richtung.
Die Bedenken des Teams gingen dabei weiter als ein möglicher Stilbruch. Die Crew fürchtete, mit der neuen Version langjährige Fans vor den Kopf zu stoßen. Steven Maeda sorgte sich außerdem, dass die Serie unter dieser Richtung sogar eingestellt werden könnte.
Oda sah die Überarbeitung und setzte einen neuen Kurs durch
Der Schöpfer wurde vor die fertige Version gesetzt
Eiichiro Oda eilte der Produktion schließlich zur Hilfe. Als ihm die überarbeitete Version der Serie vorgelegt wurde, war er damit nicht zufrieden. In dem Bericht wird seine Reaktion mit den Worten wiedergegeben, dass er es sich so nicht vorgestellt habe.
Das habe ich mir so nicht vorgestellt
Netflix stimmte daraufhin einem weiteren Kurswechsel zu. Steven Maeda hob diesen Schritt positiv hervor. Oda griff also nicht nur persönlich ein; seine Unzufriedenheit mit der geänderten Fassung führte nach dem Bericht auch zu einer erneuten Anpassung durch Netflix.
Seine Rolle bei der Serie geht über einen Gastauftritt hinaus. Der japanische Manga-Künstler ist Executive Producer und hat nach den Angaben von GameStar bei wichtigen Entscheidungen rund um Casting, Post-Production und Character Writing mitzureden. Das erklärt, warum seine Rückmeldung in diesem Produktionskonflikt eine so deutliche Rolle spielte.
Die Meldung nennt keinen einzelnen Termin für den genauen Ablauf der Verhandlungen. Sie zeigt aber eine klare Reihenfolge: Netflix plante Budgethalbierung und Episodenkürzung, das Team erstellte eine angepasste Fassung, Oda lehnte diese ab und Netflix änderte den Kurs erneut.
Warum der Konflikt für Fans mehr war als ein Sparstreit
Die Bilanz der Serie war vorher stark
„One Piece“ war für Netflix bereits ein großer Erfolg, bevor der Streit um die Produktionspläne öffentlich wurde. Die Live-Action-Serie landete 2023 in 46 Ländern auf Platz 1 der Netflix-Charts. In den ersten Tagen erreichte sie 19,3 Millionen Aufrufe.
Staffel 2 stellte diese Rekordzahlen nicht ganz wieder her, kam bei Zuschauern und Kritikern laut GameStar aber weiterhin sehr gut an. Vor diesem Hintergrund muss ein geplanter Budget- und Episodeneinschnitt besonders heikel gewesen sein: Netflix wollte eine erfolgreiche Serie auf 8 statt 10 Episoden verdichten, musste dafür aber bereits erarbeitetes Material verwerfen.
Die 19,3 Millionen Aufrufe und der Platz 1 in 46 Ländern beweisen nicht, dass jede Entscheidung von Oda allein abhing. Sie zeigen aber, wie relevant die Handlungseingriffe für eine Serie mit internationaler Reichweite waren. Eine kürzere Laufzeit hätte nicht nur Zeit, sondern auch die Verteilung von Handlung und Charakterentwicklung verändert.
Ein dritter Staffelstart ist bereits terminiert
Netflix hat inzwischen bestätigt, dass eine dritte Staffel kommt. Sie trägt den Titel „One Piece: Die Schlacht um Alabasta“ und soll 2027 erscheinen. In der Handlung geht es um Ruffy und die Strohhut-Bande, die Prinzessin Vivi gegen den listigen Sir Crocodile und seine Intrigen schützen wollen.
Damit steht bei „One Piece“ bereits der nächste Kapitel an. Die Meldung über Odas Protest macht deutlich, dass die Richtung einer Netflix-Serie nicht allein von Produktion und Plattform festgelegt wird. Bei diesem Projekt hatte der Manga-Schöpfer ein entscheidendes Mitspracherecht – und genau davon hing ab, ob die angepasste Fassung von Netflix freigegeben wurde.
Mehr zum Konflikt
Die Hintergründe zum Budgetstreit und zu Odas Einsatz findest du in der ausführlichen GameStar-Meldung zum One-Piece-Konflikt. Für den Start in 2027 und den Titel „Die Schlacht um Alabasta“ hat GameStar zudem die Weichen für die dritte Staffel zusammengefasst.
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