Wer ist Carsten Borchert? CDU-Bildungspolitiker wird Landtags-Vize
Der CDU-Bildungspolitiker Carsten Borchert ist am 6. Oktober 2026 mit 64 von 82 Stimmen zum zweiten Vizepräsidenten des Landtags Sachsen-Anhalt gewählt worden — neben einem AfD-Präsidenten und einem AfD-Vize.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Sachsen-Anhalt: Carsten Borchert ist zweiter Vize-Landtagspräsident.
Magdeburg hat an diesem 6. Oktober 2026 ein neues Landtagspräsidium — und es ist ungewöhnlich sortiert: Den Präsidenten stellt die AfD, einer der zwei Vize kommt ebenfalls von der AfD, und nun hat die CDU mit Carsten Borchert den zweiten Vize-Posten besetzt. Die Wahl fiel mit deutlicher, aber nicht überwältigender Mehrheit: 64 Abgeordnete sagten Ja, 17 stimmten mit Nein, ein Mandat enthielt sich.
Wer ist der neue zweite Vize?
Carsten Borchert kommt aus der CDU-Fraktion und ist im Landtag vor allem als Bildungspolitiker unterwegs. Mit 64 von 82 abgegebenen Stimmen setzte er sich am Dienstag in der konstituierenden Sitzung durch. 17 Gegenstimmen und eine Enthaltung zeigen: Die Wahl lief nicht einstimmig — was bei der Besetzung eines Vize-Postens in Sachsen-Anhalt derzeit keine Überraschung ist.
Nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung wurde Borchert bereits im ersten Wahlgang gewählt. Der MDR bestätigt das Ergebnis in seinem Liveticker zur konstituierenden Sitzung: 64 Ja-Stimmen bei 82 abgegebenen Stimmen — beide Quellen liegen hier deckungsgleich.
Wie das Präsidium jetzt aussieht
Zum Hintergrund: Der neue Landtag war am 6. September 2026 gewählt worden, 83 Abgeordnete gehören ihm an. In der konstituierenden Sitzung am 6. Oktober wurde zuerst der AfD-Abgeordnete Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten gewählt — laut taz.de der erste rechtsextreme Parlamentspräsident seit 1945. Anschließend kam mit Hans-Thomas Tillschneider ein Fraktionskollege von Rausch auf den ersten Vize-Posten. Mit Borchert ist das Trio jetzt komplett.
Drei Vize-Posten sorgen normalerweise für eine breitere Verteilung der Sitzungsleitung über die Fraktionen — was nach der Wahl eines AfD-Präsidenten durchaus eine Rolle spielt. Die CDU stellt mit Borchert eine Art Gegengewicht im Präsidium, auch wenn sie bei der Präsidentenwahl nicht zum Zug kam.
Wie lief die Wahl konkret ab?
Die Sitzung am Dienstag (6. Oktober 2026) war die erste gemeinsame Sitzung des neunten Landtags. Auf der Tagesordnung stand nicht nur die Präsidiumswahl, sondern auch die Besetzung der Ausschüsse — und später die Wahl des Ministerpräsidenten. Der MDR begleitete den Tag im Liveticker, die konstituierende Sitzung begann im Magdeburger Landtagsgebäude am Domplatz.
Borchert brauchte in seinem ersten Wahlgang keine Stichwahl. 64 Stimmen reichten — das entspricht ziemlich genau dem, was CDU und SPD zusammen erreichen könnten. Ein Zufall war dieses Ergebnis nicht.
Was das für den Landtag bedeutet
Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat sein Präsidium: Tobias Rausch (AfD) als Präsident, Hans-Thomas Tillschneider (AfD) als erster Vize, Carsten Borchert (CDU) als zweiter Vize. Damit liegt die Sitzungsleitung in den ersten Sitzungen zu zwei Dritteln bei der AfD — eine Konstellation, die es so in der Geschichte des Magdeburger Landtags noch nicht gegeben hat.
Für dich als Bürgerin und Bürger heißt das: Die kommenden Wochen werden zeigen, wie Rausch und Tillschneider die Sitzungen leiten, welche Akzente Borchert als zweiter Vize setzt und wo es im Plenum Reibung gibt. Die Besetzung der Ausschüsse und die Wahl des Ministerpräsidenten stehen noch aus — wir bleiben dran.
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