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Schufa-Report 2026: 8,1 Prozent der Verbraucher in Zahlungsschwierigkeiten

Schufa-Auswertung 2026: 8,1 Prozent der Verbraucher in Deutschland haben Zahlungsstörungen – ein Anstieg um 0,2 Punkte gegenüber dem Vorjahr. Hohe Lebenshaltungskosten und schwache Konjunktur treiben die Entwicklung.

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Schufa-Report 2026: 8,1 Prozent der Verbraucher in ZahlungsschwierigkeitenAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Schufa-Report: 8,1 Prozent der Verbraucher in Zahlungsschwierigkeiten.

Immer mehr Menschen in Deutschland kommen mit ihren Rechnungen nicht mehr hinterher: Nach einer neuen Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Schufa ist der Anteil der Verbraucher mit Zahlungsstörungen im vergangenen Jahr auf 8,1 Prozent gestiegen – ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (7,9 Prozent).

Das klingt erst mal nach wenig, heißt aber: Mehr als jeder zwölfte Erwachsene in Deutschland hat mindestens eine offene, deutlich überfällige Forderung. Damit setzt sich ein Trend fort, der schon seit Jahren sichtbar ist – angetrieben von hohen Lebenshaltungskosten und einer schwachen Konjunktur.

Was die Schufa als „Zahlungsstörung“ wertet

Die Schufa mit Sitz in Wiesbaden wertet für ihre jährliche Auswertung Millionen von Datensätzen aus. Als „Zahlungsstörung“ gilt, wenn eine Forderung nach mehreren Mahnungen unbezahlt bleibt und an ein Inkasso oder an die Schufa selbst gemeldet wird. Für das zurückliegende Jahr stuft die Wirtschaftsauskunftei 8,1 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland so ein – nach 7,9 Prozent im Jahr zuvor.

Die Gründe: Lebenshaltungskosten und Konjunkturschwäche

Die Schufa macht vor allem zwei Treiber aus: anhaltend hohe Lebenshaltungskosten – von Mieten über Energie bis Lebensmittel – und die schwache Konjunktur, die vielen Haushalten reale Lohnzuwächse erschwert. Wer in dieser Lage unerwartet eine größere Rechnung bekommt, rutscht schneller in eine Schuldenspirale als in Jahren mit stabilerer Kaufkraft.

Schufa-Chefin Birkholz: Druck nimmt zu – aber keine „Verschuldungskrise“

Schufa-Vorstandsvorsitzende Tanja Birkholz ordnet die Entwicklung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur ein:

Ein zunehmender Teil der Verbraucher gerät finanziell unter Druck.

Quelle: Schufa-Vorstandsvorsitzende Tanja Birkholz (dpa)

Gleichzeitig warnt sie vor Übertreibungen: Eine „Verschuldungskrise“ sieht Birkholz in Deutschland nicht. Die große Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher könne ihre Rechnungen weiterhin fristgerecht begleichen.

Privatinsolvenzen steigen mit

Trotz des beruhigenden Grundtons nimmt die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland zu. Wer erst einmal in einer Schuldenspirale steckt, hat es schwer, ohne professionelle Hilfe – etwa eine Schuldnerberatung oder ein Verbraucherinsolvenzverfahren – wieder herauszukommen. Die Schufa rät Betroffenen, frühzeitig aktiv zu werden, statt Mahnungen zu ignorieren.

Buy-Now-Pay-Later: bequem, aber zunehmend riskant

Ein wachsender Risikofaktor sind laut Schufa Ratenkäufe im Internet. Nach einer Umfrage der Wirtschaftsauskunftei hat jeder dritte deutsche Verbraucher (33 Prozent) in den vergangenen sechs Monaten Buy-Now-Pay-Later-Angebote genutzt – also „Kauf jetzt, zahl später“-Modelle, die vor allem bei Mode, Elektronik und Reisebuchungen verbreitet sind.

Was im Einzelfall praktisch sein kann, wird problematisch, wenn mehrere kleine Raten sich summieren und der Überblick verschwindet. Die Schufa beobachtet, dass ausbleibende BNPL-Raten zunehmend zu den gemeldeten Zahlungsstörungen beitragen.

Was das für Verbraucher bedeutet

Wenn du merkst, dass eine Rechnung nicht mehr in den laufenden Monat passt, ist der wichtigste Schritt: nicht still bleiben. Drei Punkte, die in solchen Fällen helfen:

  • Früh mit dem Gläubiger sprechen. Viele Anbieter bieten Stundungen oder Ratenzahlungen an, bevor ein Inkasso eingeschaltet wird.
  • Schuldnerberatung nutzen. Es gibt kostenlose, unabhängige Beratungsstellen, die bei der Aufstellung eines Sanierungsplans helfen.
  • BNPL bewusst einsetzen. Wer „Kauf jetzt, zahl später“ nutzt, sollte die Rate fest im Monatsbudget einplanen.

Stand: 8. Oktober 2026.

Quellen

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