Siri AI bleibt in der EU gesperrt – Apple schickt neue Signale
Apple hat diese Woche Siri AI als neue KI-Zentrale für iPhone, iPad und Smart Home vorgestellt. In Frankreich bleibt der Assistent gesperrt – doch neue Signale aus Cupertino deuten darauf hin, dass sich das bald ändern könnte.
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Bei Amazon ansehenTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Siri AI in Frankreich blockiert: Diese Signale deuten auf baldigen Start.
Apple hat diese Woche Siri AI vorgestellt – den KI-Assistenten, der iPhone, iPad und das Smart Home künftig mitdenken lassen soll. In Frankreich bleibt der Bildschirm allerdings dunkel: Weder auf dem Handy noch im Wohnzimmer ist die neue KI verfügbar. Der Grund ist ein erbitterter Streit zwischen Apple und der EU über den Digital Markets Act (DMA), der den Start in der gesamten Union blockiert.
Siri AI kombiniert laut Numerama fünf KI-Modelle, die teils lokal auf dem Gerät, teils in der Cloud laufen. Auf der Bühne zeigte Apple ein ganzes Ökosystem, das sich um den Assistenten dreht – für Frankreich bleibt das vorerst eine digitale Vitrine.
Was hinter der Blockade steckt
Der Digital Markets Act soll Tech-Konzerne in der EU zu mehr Offenheit zwingen – etwa bei App Stores, Browsern und Bezahlfunktionen. Apple sieht sich durch die Auflagen in seiner KI-Strategie ausgebremst und hat laut Numerama klargestellt, die EU habe „unsere Bedenken komplett ignoriert". Konkret wehrt sich Apple dagegen, dass andere Anbieter zu tief in iOS eingreifen oder neue KI-Funktionen unter den DMA-Regeln zerschlagen werden.
Das Ergebnis steht seit dem Sommer fest: Siri AI ist bei seinem Start im September in keinem EU-Land verfügbar. Das bestätigen neben Numerama auch Tutos-Informatique, iPhoneSoft und TechPi übereinstimmend. Betroffen ist also nicht nur Frankreich, sondern der gesamte Binnenmarkt.
Welche Signale jetzt Hoffnung machen
Ganz aufgegeben hat Apple den europäischen Markt aber offenbar nicht. Frandroid schreibt, die Pressemitteilungen des Tages würden „eher ermutigende Signale" enthalten, auch wenn konkrete Termine fehlen.
Der deutlichste Hinweis kommt laut iPhoneSoft aus den Sprachpaketen: Siri AI soll ab Oktober Französisch sprechen können. Apple baut eine Sprache normalerweise erst dann aus, wenn ein Markt wirklich bedient werden soll. Die französische Sprachversion im Oktober gilt deshalb als starkes Indiz dafür, dass Apple hinter den Kulissen an einer Lösung mit der EU arbeitet – auch wenn Frankreich beim Verkaufsstart im September noch leer ausgeht.
Welche Wege es jetzt schon gibt – und welche nicht
Numerama beschreibt eine technische Umgehung: Wer die Region seines Geräts auf „USA" umstellt und sich als amerikanischer Tourist in Europa ausgibt, kann Siri AI grundsätzlich aktivieren. Der Haken: In dieser Konfiguration spricht der Assistent kein Französisch, sondern nur Englisch. Für den Alltag in Frankreich ist das also kaum praktikabel.
Etwas offener ist die Lage laut Roboto.fr auf Macs außerhalb des iOS-Ökosystems. Hier gibt es demnach legitimere Wege, an Siri AI zu kommen – allerdings ebenfalls mit Einschränkungen und Kompromissen, die der Leitfaden im Detail aufschlüsselt.
Was das für dich konkret heißt
Wenn du in Frankreich ein iPhone oder iPad nutzt, ändert sich mit der aktuellen Vorstellung erst einmal gar nichts. Siri AI bleibt gesperrt, ein Update mit EU-Freigabe ist bislang nicht angekündigt. Der Oktober mit der angekündigten französischen Sprachunterstützung gilt als wahrscheinlichster Wendepunkt – eine Garantie ist das nicht.
Sollte Apple und die EU bis dahin keine Einigung erzielen, könnte sich der Start in Frankreich weiter nach hinten verschieben. Die Blockade betrifft laut Tutos-Informatique die gesamte EU, nicht nur den französischen Markt.
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