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Turn-WM 2026: Eder und Kevric retten deutschen Auftritt

Bei der Turn-WM 2026 in Rotterdam verpassen die deutschen Männer das Team-Finale. Während die Gesamtleistung enttäuscht, retten Timo Eder und Helen Kevric den deutschen Auftritt.

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TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Deutsche Turner verpassen WM-Finale – Eder und Kevric retten den deutschen Auftritt.

235,928 Punkte – das ist die Zahl, die am 18. Oktober 2026 in Rotterdam steht, als das deutsche Männer-Team die Qualifikation der Turn-WM beendet. Die Riege des Deutschen Turnerbundes landet damit auf Rang 15, deutlich außerhalb der Top 8, die am Dienstagabend um die Medaillen turnen. Bundestrainer Jens Milbradt macht keinen Hehl daraus, was das bedeutet: „Platz 15 ist unser aktueller Wert in der Welt, da gibt es nichts zu beschönigen. Wir haben insgesamt zu viele Punkte liegengelassen.“

Der Knackpunkt war aus Milbradts Sicht klar zu benennen: „Unsere Leistung am Boden war der absolute Knackpunkt. Danach hatten wir keine Final-Chance mehr. Fehler in dieser Häufigkeit hatte ich nicht erwartet.“ Die Spitze des Tableaus markierte Japan mit 254,529 Punkten, vor Großbritannien (251,460) und den „neutralen Athleten“ aus Russland. Auch China, die USA, die Schweiz, die Niederlande und Kolumbien schafften den Sprung ins Team-Finale.

Eder schrammt mit 0,4 Punkten Vorsprung ins Mehrkampf-Finale

Ein Name ragt aus dem deutschen Männerauftritt heraus: Timo Eder. Der 21-Jährige vom MTV Ludwigsburg, Olympia-Teilnehmer von Paris, kam mit 78,432 Punkten denkbar knapp ins Mehrkampf-Finale, in dem am Donnerstagabend 24 Turner um die Medaillen kämpfen. Hätte er nur 0,4 Punkte weniger gehabt, wäre auch für ihn Schluss gewesen. „Mein persönliches Ziel für das Mehrkampf-Finale ist es, mehr Punkte zu holen als diesmal“, sagt Eder selbst.

Stelmach als zweitbester Deutscher – Dunkel schwach am Paradegerät

Hinter Eder platzierte sich Radomyr Stelmach mit 76,931 Punkten. Der in der Ukraine geborene Athlet tritt erst seit diesem Jahr für Deutschland an. Für Barren-Europameister Nils Dunkel, der zuletzt mit einer Handverletzung zu kämpfen hatte, lief es auf dem Paradegerät mit 11,900 Zählern schwach – wie auch für Stelmach, Glenn Trebing und Lucas Kochan endete die WM ohne Final-Einzug.

Frauen-Riege legt solide Basis – Kevric glänzt am Stufenbarren

Deutlich besser sieht die Ausgangslage bei den Turnerinnen aus. Im ersten von insgesamt zehn Qualifikationsdurchgängen kamen Helen Kevric (Stuttgart), Karina Schönmaier, Lea Marie Quaas, Emma Malewski (alle Chemnitz) und Madita Mayr (Jetzendorf) auf 158,661 Punkte. Besser zum Auftakt waren nur die USA mit 164,529 Zählern sowie Italien und Japan. Ob die Riege tatsächlich das Team-Finale erreicht, entscheidet sich erst am späten Montagabend.

Kevric lieferte in ihrer Parade-Übung am Stufenbarren herausragende 14,766 Punkte und machte damit einen großen Schritt in Richtung des Geräte-Finals am kommenden Samstag. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, auch das Team hat gut performt“, sagte die Olympia-Sechste von Paris. Im August hatte sie bei der EM in Zagreb Gold am Stufenbarren geholt und damit ihre Leidenszeit nach einer im Vorjahr in Leipzig zugezogenen Knieverletzung beendet. Schon jetzt kann sie mit dem Finale am Stufenbarren planen.

Schönmaier stürzt am Sprung – und hadert mit sich selbst

Karina Schönmaier dagegen erlebte am Sprung einen Rückschlag: Bei ihrem zweiten Versuch verlor sie in der Luft die Orientierung und stürzte. „Das war nicht mein Tag! Ich habe vor meinem Sturz einfach in der Luft die Orientierung verloren“, sagte die 21-Jährige, die bei der Heim-EM in Leipzig im Vorjahr noch am Sprung triumphiert hatte. Der Wettbewerb am Sprung ist damit für sie gelaufen. Nach dem Aus von Titelverteidigerin Angelina Melnikowa aus Russland wegen eines nicht erteilten Visums war Schönmaier als deutsche Medaillenhoffnung ins Rennen gegangen. „Ich habe mir ein sehr großes Ziel gesetzt und mich vielleicht auch selbst unter Druck gestellt“, versuchte sie ihren Fehler zu erklären.

Teamkollegin Lea Marie Quaas zog unterdessen ein versöhnliches Fazit des ersten Durchgangs: „Wir haben das als Team mega gut gemacht.“ Nun heiße es „viel Daumen drücken und abwarten“.

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