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Von Stetten kontert SPD-Kritik an Rücktrittsforderung gegenüber Bas

CDU-Abgeordneter Christian von Stetten hatte im September den Rücktritt von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) gefordert. Jetzt wehrt er sich gegen die Kritik aus der SPD und geht zum Gegenangriff über.

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Von Stetten kontert SPD-Kritik an Rücktrittsforderung gegenüber BasAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Er forderte Bas' Rücktritt – jetzt schlägt von Stetten zurück.

„Die Ministerin ist nicht mehr tragbar" – mit diesem Satz löste der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten am 11. September in der „Bild"-Zeitung eine Welle aus, die bis in den Oktober nachwirkt. Er hatte den Rücktritt von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) gefordert – und steht jetzt selbst unter Beschuss. Statt die Sache klein zu halten, schlägt der Christdemokrat zurück.

Eine Rücktrittsforderung – und kurz darauf ein Todesfall

Die Sache hat einen zeitlichen Kniff, den von Stetten jetzt für sich nutzt. Seine Kritik in der „Bild" richtete sich nach eigener Darstellung gegen die Reformgeschwindigkeit im Arbeitsministerium – und fiel in eine Phase, in der hochrangige Vertreter der Union gegenüber Journalisten beklagten, Bas sei kaum in Berlin und halte den Reformprozess dadurch auf. Am 26. September 2026 erlitt Bas dann den Tod ihrer Stieftochter. Von Stetten schreibt in seinem Newsletter: „Also lange, bevor ich wusste, welchen schweren Verlust Bärbel Bas am 26. September 2026 in ihrer Familie erlitten hatte. Die Kritik galt nie dem Menschen Bärbel Bas, sondern allein der Arbeit im Ministerium."

Dass Bas' Stieftochter da bereits im Sterben lag, wussten nach Informationen des SPIEGEL mindestens die Spitzen von CDU und CSU. Am 12. Oktober trat Bas schließlich als Arbeitsministerin zurück – mit der Begründung, sie brauche Zeit, um den Verlust zu verarbeiten.

Klingbeil nannte das Verhalten „unanständig", Schwesig „unmenschlich"

Anschließend eskalierte der Streit zwischen den Koalitionspartnern. Bas selbst beklagte persönliche Angriffe „auch aus den Reihen des Koalitionspartners". SPD-Chef Lars Klingbeil bezeichnete das Verhalten der Union als „unanständig". Noch schärfer wurde Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: Sie warf der Union vor, sich Bas gegenüber „unmenschlich" verhalten zu haben.

Von Stettens Gegenrechnung: Wer instrumentalisiert hier wen?

Der CDU-Politiker – er vertritt den Wahlkreis Schwäbisch Hall – Hohenlohe – wehrt sich jetzt mit einer genauen Gegenrechnung. In seinem Newsletter wirft er Klingbeil, Schwesig und SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf vor, den Tod im Umfeld von Bas politisch zu instrumentalisieren. Sein Kernsatz: „Kein CDU-Abgeordneter und kein Journalist hat Frau Bas nach Bekanntwerden ihrer privaten Sorgen kritisiert oder gar den Rücktritt als SPD-Parteivorsitzende gefordert." Weder Klingbeil noch Schwesig noch Klüssendorf hätten Beispiele für Angriffe aus der CDU nach Bekanntwerden des Trauerfalls nennen können.

Die SPD hat ihre eigene Baustelle

Von Stetten spielt damit bewusst auf eine Debatte an, die seit dem Bas-Rückzug die SPD selbst umtreibt: Rücktrittsforderungen gegen die eigene Parteispitze in den vergangenen Monaten. „Manchmal fällt es offenbar leichter, die Verantwortung beim politischen Wettbewerber abzuladen, als offen über den Druck aus den eigenen Reihen zu sprechen", schreibt er. Klingbeil will bei einem vorgezogenen Parteitag die Führung neu wählen lassen. Damit ist die Machtfrage in der SPD auch eine nach innen gerichtete – und sie überlagert den Streit mit der Union, statt ihn zu lösen.

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