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Hollywoodstar mit 71: Willem Dafoe fühlt sich wie am ersten Tag

Am Zurich Film Festival stellt Hollywoodstar Willem Dafoe seinen neuen Film „Tenzing" vor – und überrascht mit einem bescheidenen Geständnis über seine eigene Karriere.

2 Min. Lesezeit
Hollywoodstar mit 71: Willem Dafoe fühlt sich wie am ersten TagAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Willem Dafoe mit 71: „Ich sehe mich noch als Anfänger“.

71 Jahre, vier Oscar-Nominationen, fast fünf Jahrzehnte vor der Kamera – und trotzdem fühlt sich Willem Dafoe wie am ersten Tag. Am Zurich Film Festival in Zürich hat der Hollywoodstar seinen neuen Film „Tenzing" präsentiert und dabei überraschend offen über seinen eigenen Anspruch gesprochen.

In dem Film übernimmt Dafoe die Rolle von Colonel John Hunt, dem britischen Expeditionsleiter, der 1953 mit Edmund Hillary und Tenzing Norgay den Mount Everest als Erste bestieg. Eine historische Figur, die in den Annalen des Alpinismus eine Schlüsselrolle spielt – und genau die Art Rolle, die Dafoe offensichtlich bis heute herausfordert.

Ein Hollywoodstar, der sich selbst nicht als Profi sieht

Dabei könnte sein Lebenslauf kaum gefüllter sein. Dafoe steht seit fast 50 Jahren vor der Kamera, gehört zu den prägenden Schauspielern seiner Generation und war vier Mal für den Oscar nominiert – unter anderem für „Platoon", „Shadow of the Vampire", „The Florida Project" und „At Eternity's Gate". Auszeichnungen, die in der Branche als Gradmesser gelten.

Trotzdem sagte er im Gespräch mit 20 Minuten einen Satz, der viele überrascht haben dürfte:

Ich sehe mich nach wie vor als Anfänger. Jeder Film ist anders und fordert mich aufs Neue.

Quelle: 20 Minuten (zitiert von Promiflash)

Warum diese Haltung nach 50 Jahren plausibel klingt

Was nach koketter Bescheidenheit klingt, hat bei Dafoe Tradition. Der Mann, der in „Platoon" Elias, in „The Florida Project" einen mürrischen Motelbesitzer und in „Poor Things" einen skurrilen Wissenschaftler spielte, hat sich nie auf ein Genre oder einen Ton festgelegt. Genau das macht den Anfänger-Blick erklärbar: Wer bei jedem Projekt Sprache, Körper und Timing neu justieren muss, kann kaum in Routine verfallen.

Mit „Tenzing" liefert er nun das nächste Beispiel für diesen Ansatz. Die Everest-Expedition von 1953 ist nicht nur ein Stück Alpingeschichte, sondern auch ein Stoff über Führung, Risiko und koloniale Begleitumstände – genug Stoff, um selbst einen vierfachen Oscar-Nominierten noch einmal neu hinzuhören.

Was du vom Zurich Film Festival mitnimmst

Das Zurich Film Festival, das Dafoe als Bühne für seinen Auftritt nutzt, ist seit Jahren ein Treffpunkt für europäische und internationale Produktionen. Wenn ein 71-Jähriger dort erzählt, warum er sich nach fünf Jahrzehnten immer noch wie ein Anfänger fühlt, ist das weniger ein Star-Diktat als eine Einordnung: Große Schauspielkunst lebt davon, sich jeder Rolle neu zu stellen – auch wenn das eigene Imago längst zementiert scheint.

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Quellen

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