Wenn "La Huppert" plötzlich Niemand mehr kennt
"All About Corinne" wirft Isabelle Huppert laut Variety als namenlose Komparsin in eine witzige französische Industriesatire, in der sie Sandrine Kiberlain stalkt. Die Kritik zeigt sich angetan – lässt aber viele Details offen.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Huppert als namenlose Komparsin: "All About Corinne" im Test.
Huppert ohne Klang, Kiberlain im Visier
Stell dir vor, du bist Isabelle Huppert – „La Huppert", Ikone, Preisträgerin, eine der wenigen französischen Schauspielerinnen mit einem festen Artikel im Namen – und niemand auf dem Set erkennt dich. Genau das macht „All About Corinne" laut der Variety-Kritik so reizvoll: Der neue Film wird als witzige, „deliciously acted" Satire auf die Filmbranche beschrieben, in der Huppert eine jobbende Komparsin spielt, deren Name niemandem einfällt.
Schon der Titel der Besprechung macht klar, worauf die Handlung zuläuft: „Isabelle Huppert Stalks Sandrine Kiberlain". Was diesen Stalking-Plot im Detail treibt – Rivalität, Besessenheit, eine besondere Beziehung zwischen den beiden Figuren – lässt der vorliegende Ausschnitt der Kritik bewusst offen.
Warum eine Komparsin? Der Witz mit dem unbestimmten Artikel
In Frankreich gehört Huppert in eine Reihe mit Juliette Binoche und Catherine Deneuve – Frauen, die man mit „La" anspricht, weil der Vorname allein nicht reicht. Variety nennt das ihren „definite-article status". Umso „immediately, amusingly jarring" sei es, sie nun als „thoroughly indefinite article" zu sehen: als austauschbare Hintergrundfigur, die buchstäblich übersehen wird. Der Film nutzt diese Rollenverschiebung als Motor – und macht sichtbar, wie sehr Star-Status an Wiedererkennung hängt.
Kiberlain steht in dieser Konstellation für das, was Hupperts Figur nicht hat: einen Namen, ein Gesicht, eine Bühne. Dass ausgerechnet die „namenlose" Komparsin die bekanntere Schauspielerin ins Visier nimmt, ist der satirische Kern, den die Kritik hervorhebt.
Was die Kritik preist – und was sie offenlässt
Festgehalten werden kann: „All About Corinne" ist nach Angaben der Variety-Besprechung eine witzige, glänzend gespielte Satire – „witty, deliciously acted" –, in der Isabelle Huppert bewusst ihre Star-Persona ablegt und Sandrine Kiberlain zur Zielscheibe einer filmischen Besessenheit wird. Wie tief die Industriesatire tatsächlich schneidet, wie die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren über die volle Spielfilmlänge trägt und welche Töne der Film jenseits der „witty"-Note anschlägt, lässt sich aus dem vorliegenden Ausschnitt nicht ableiten. Für eine echte Einordnung braucht es entweder den vollständigen Variety-Text oder den Film selbst.
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