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Amol Rajan nach Celebrity Traitors: Schafft er den YouTube-Neustart?

Amol Rajan verlässt die BBC und startet 'The Amol Rajan Connection' auf YouTube. Die Kritik zur ersten Folge mit Gareth Southgate fällt überraschend nüchtern aus.

2 Min. Lesezeit
Amol Rajan nach Celebrity Traitors: Schafft er den YouTube-Neustart?AI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert The Amol Rajan Connection im Test: Lohnt sich der YouTube-Neustart.

Du kennst Amol Rajan aus dem Radio, von University Challenge und zuletzt aus The Celebrity Traitors, wo er schon in der ersten Folge rausflog und von Richard E. Grant überlebt wurde. Jetzt, nach seinem Abschied von der BBC, wagt der Brite den Sprung auf YouTube — und nimmt direkt Ex-Nationaltrainer Gareth Southgate als ersten Gast mit. Seine neue Show The Amol Rajan Connection ist live, und die erste Kritik aus dem Guardian fällt überraschend nüchtern aus.

Im Trailer gibt sich Rajan als digitaler Vordenker: „Wir bekommen 100 Jahre Wandel in einem einzigen Jahrzehnt", sagt er. „Und das ist unheimlich. Aber vielleicht kann ich helfen." Große Worte — doch die TV-Kritik sieht vor allem Mainstream und einen weiteren Tech-Guru, der sich als Rebell verpackt.

"We are about to get 100 years of change in a single decade. And that's scary. But maybe I can help."

Quelle: Amol Rajan, Trailer zu The Amol Rajan Connection / The Guardian

Mehr Silicon Valley als Rebellion

Die TV-Kritikerin des Guardian sieht die Premiere anders, als der Trailer vermuten lässt. Statt radikaler Gesellschaftsanalyse klingt Rajan wie „yet another tech guru" — ein weiterer Tech-Guru unter vielen. Sein Versprechen klingt nach Veränderung, der Inhalt aber vor allem nach Mainstream.

Das Branding der Show greift das Plakat des jamaikanischen Films The Harder They Come auf, eine Hommage an einen Außenseiter, der sich gegen das Establishment stellt. Doch Rajan ist kein Außenseiter. Vom Ressortleiter einer britischen Tageszeitung über University Challenge bis zur BBC-Show Today: Er hat es geschafft, im Herzen der britischen Institutionen zu sitzen — eine „uncanny facility for arriving, briskly, at the very heart of one national institution after another", wie die Guardian-Kritik schreibt.

Sponsoring, das kaum revolutionär wirkt

Die Sponsorenliste unterstreicht diesen Eindruck: zwei der weltgrößten Tech-Konzerne, eine der größten britischen Banken und eine gehobene Supermarktkette finanzieren das Format. Wer Rajan als Gegenpol zur BBC versteht, wird hier eines Besseren belehrt. Der Brite ist tief im Establishment vernetzt — und das zeigt sich auch beim Start: Seinen ersten großen Auftritt hatte er im Podcast des früheren Tory-Schatzkanzlers George Osborne.

Was die Folge mit Gareth Southgate wirklich bringt

Zum Auftakt spricht Rajan mit Gareth Southgate, dem Ex-Nationaltrainer Englands. Was genau besprochen wurde, verrät die Review nicht im Detail. Das Urteil fällt aber deutlich aus: Die Show sei „nowhere near as radical as you'd expect" — bei Weitem nicht so radikal wie erwartet.

Lohnt sich der Klick?

Für dich heißt das: Wer einen YouTube-Kanal sucht, der Politik, Wirtschaft und Sport wirklich bricht, wie Rajan es einst in seinen Today-Interviews tat, wird hier vermutlich nicht fündig. Die Show ist ambitioniert verpackt, folgt aber den üblichen Spielregeln der Branche — Promi-Interview, Marken-Sponsoring, weicher Start im befreundeten Podcast.

Seine rhetorische Stärke hat Rajan nicht verloren, das zeigen die Trailer-Sätze. Wer ihm trotzdem eine Chance geben will, kann das auf YouTube tun. Wer kritisch bleibt, hat mit der Guardian-Kritik eine erste Orientierung, was einen dort erwartet.

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