Assassin's Creed Destiny: Das China-Spiel, das still vor der Ankündigung starb
Ein Ubisoft-Projekt mit Arbeitstitel Assassin's Creed Destiny wurde offenbar jahrelang von einer Tencent-Tochter in China entwickelt — und gestoppt, bevor es je offiziell angekündigt wurde. Die Ideen leben in Assassin's Creed Jade weiter.
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Du hast dir ein vollwertiges Assassin's Creed im alten China gewünscht? Dann hast du jetzt eine merkwürdige Gewissheit: Es war tatsächlich mal in Arbeit — und zwar unter dem Arbeitstitel Assassin's Creed Destiny. Entwickelt wurde das Spiel von TiMi Studio Group, einer Tochter des chinesischen Tech-Riesen Tencent, gemeinsam mit Ubisoft — und zwar für PC und die aktuelle Konsolengeneration. Das Bestätigendste: Gecancelt wurde es, bevor es überhaupt eine offizielle Ankündigung gab.
Wie der Leak ans Licht kam — und was er zeigt
Die Details stammen aus einem Bericht von HobbyConsolas, der sich auf eine Auswertung von MP1ST stützt — basierend auf einem Prototyp des Spiels, der bis Februar 2025 dokumentiert war. Aufgetaucht sind die Infos über die Online-Portfolios ehemaliger Entwickler, inklusive kurzer Gameplay-Szenen und Screenshots der Waffen. Demnach war das Spiel in der Qin-Dynastie angesiedelt, konkret im Jahr 206 v. Chr. — also neun Jahre vor den Ereignissen, die Assassin's Creed Jade erzählen wird. Genau jene Epoche, die sich viele Fans seit Jahren als Setting wünschen.
So sah das Gameplay aus
Die durchgesickerten Szenen zeigen eine Assassinin, die sich in den heiligen Palast von Xiang Yu schleicht, an dessen Truppen vorbei in die finale Kammer vordringt und dort ein uraltes Artefakt an sich nimmt. Es gibt zudem einen Boss-Kampf gegen einen Kriegsherrn. An Waffen tauchen ungewöhnliche Sachen auf: ein Regenschirm-artiges Werkzeug, das sich wie ein Schweizer Taschenmesser in verschiedene Tools verwandelt — und gegnerische Waffen wie eine Hellebarde. Die Benutzeroberfläche setzt passend östliche Akzente: Lebensleiste, ein Pinsel-Icon und ein Yin-Yang-verzierter Balken. Und ein Detail, das im Bericht ausdrücklich offengelassen wird: Manche Bilder zeigen einen männlichen Protagonisten, andere die Assassinin — klar, wer tragend war, ist nicht.
Warum es still starb — und warum es Jade trotzdem gibt
Das vollständige Motiv steht im Bericht: Das Projekt fiel der Umstrukturierung von TiMi Studio im Jahr 2024 zum Opfer, noch bevor Tencent seinen breitangelegten Gaming-Push wieder zurückfuhr. Ein Teil des Teams landete anschließend bei DreamStar, einem mobilen Party-Spiel. Was vom Geist des Projekts übrig blieb, lebt heute in Assassin's Creed Jade weiter, das gemeinsam mit Level Infinite (Tencents Publishing-Sparte) für mobile Geräte entwickelt wird — und im März ausdrücklich nicht als eingestellt bestätigt wurde. Heißt für dich konkret: Die große Bühnen-Variante China ist vorerst vom Tisch, das Setting selbst hat Ubisoft aber nicht fallen gelassen — nur die Form.
Kein Einzelfall bei Ubisoft
Die Sache passt in ein größeres Muster. Der Bericht listet zwei weitere AC-Projekte, die in den letzten Jahren still begraben wurden: AC Athena, ein Spiel auf Basis der griechischen Mythologie, und AC Invictus, ein Cyberpunk-Titel unter der Regie des früheren AC-Valhalla-Directors Ashraf Ismail. Drei Streichungen, kein einziger Trailer dazu — ein stiller Friedhof für vielversprechende Ideen.
Was das für dich als AC-Fan bedeutet
Wenn du auf eine große Konsolen- oder PC-Erfahrung im China-Setting im Stil von Black Flag oder Origins gewartet hast, schaust du weiter in die Röhre — und hast nun wenigstens die Gewissheit, dass dieses Spiel nicht nur Fantasie war. Wer Jade spielt, spielt streng genommen die Seele eines Spiels, das nie offiziell existieren durfte. Und wenn du dich fragst, ob dieser Leak Jade oder das angekündigte Assassin's Creed Hexe in Mitleidenschaft zieht: Im Bericht klingt es genau andersherum — als Wunsch, dass es diese beiden nicht genauso trifft.
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