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Bizum Pay ausprobiert: So funktioniert das Bezahlen ohne Kartennetz

Bizum Pay verlagert das Bezahlen von der klassischen mobilen Geldbörse auf direkte Überweisungen zwischen Kunden und Händlern. Im Monatstest funktioniert die App gut, doch die Verbreitung bei den Händlern bleibt die entscheidende Hürde.

3 Min. Lesezeit
Bizum Pay ausprobiert: So funktioniert das Bezahlen ohne KartennetzAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Bizum Pay im Monatstest: Die App klappt, die Händler bremsen.

Nach 31,5 Millionen Nutzern bei Bizum war die nächste logische Frage: Lässt sich die bekannte Geldtransfer-App auch für Einkäufe nutzen? Der Autor von Xataka hat dafür seine bisherige mobile Geldbörse für einen Monat durch Bizum Pay ersetzt.

Das technische Prinzip ist tatsächlich unkompliziert: Du hältst das NFC-fähige Handy an das Bezahlterminal, und Bizum Pay überweist das Geld direkt zwischen deinem Konto und dem Konto des Geschäfts. Visa und Mastercard sind dabei nicht beteiligt.

Der Test liefert deshalb ein gemischtes Bild: Die App funktioniert, die Händler sind noch nicht überall angekommen. Genau an dieser Lücke hängt praktisch das Versprechen, Bizum Pay zur universellen Alternative für mobile Wallets zu machen.

Was Bizum Pay anders macht als eine klassische mobile Geldbörse

Eine gewöhnliche mobile Geldbörse nutzt das Kartennetz deiner Bank, um eine Zahlung zu autorisieren und anschließend über das beteiligte Kartennetzwerk abzuwickeln. Bei Bizum Pay läuft der Zahlungsweg grundsätzlich anders.

Die Plattform veranlasst eine direkte Überweisung zwischen Kundenkonto und Geschäftskonto. Für den Kunden entstehen dabei nach Angaben des Berichts keine Bankkommissionen. Dem Geschäft kann von seinem Bankinstitut allerdings eine Gebühr in Höhe eines prozentualen Anteils berechnet werden. Wie hoch dieser ausfällt, hängt von den Bedingungen der jeweiligen Bank ab.

Damit verspricht Bizum Pay eine echte Veränderung im europäischen Bezahlalltag – allerdings nur, wenn sowohl auf deiner Seite als auch beim Händler alle Voraussetzungen erfüllt sind. Der Autor sieht in dieser Mischverantwortung den eigentlichen Knackpunkt.

So richtest du Bizum Pay in den Bank-Apps ein

Der entscheidende Unterschied liegt in der Einrichtung.

Variante 1: Direkt über die Bank-App

Einige Banken aktivieren Bizum-Zahlungen bereits in ihrer eigenen App. Bei BBVA öffnest du dafür den Bizum-Bereich und prüfst, ob die Option für physische Bezahlungen vorhanden ist. Ist das der Fall, aktivierst du sie direkt im Banking.

Variante 2: Über die separate Bizum-Pay-App

Bizum Pay ist eine eigenständige Wallet, in der neben Bizum auch die Karte deiner Bank hinterlegt werden kann. Laut Test ist das die bequemere Variante. Nach der Installation genügt es, die mit dem eigenen Bizum verknüpfte Mobilnummer einzugeben. Sofern die Bank Bizum Pay bereits freigeschaltet hat, ist die Einrichtung abgeschlossen.

Beide Wege setzen letztlich eine Unterstützung durch das Bankinstitut voraus. Eine App allein reicht nicht: Entscheidend ist, ob dein Kontenmodell für direkte Überweisungen vorbereitet ist.

Der eigentliche Haken liegt beim Terminal des Ladens

Die Technik funktioniert, sobald die Voraussetzungen auf beiden Seiten erfüllt sind. Beim Bezahlen bewegst du das Handy wie bei einer kontaktlosen Karte an das Datenterminal des Geschäfts. Bizum Pay übernimmt anschließend die Überweisung.

Genau hier liegt der Haken: Das Geschäft muss Bizum-Zahlungen auf seinem Terminal unterstützen. Ist das nicht der Fall, kannst du dein Smartphone noch so gut vorbereiten – an der Kasse ist trotzdem keine Bizum-Zahlung möglich.

Der Autor nennt Eroski als Beispiel für einen Supermarkt, bei dem Bezahlen mit Bizum möglich ist. Die Unterstützung ist also nicht rein theoretisch. Sie ist jedoch noch nicht so selbstverständlich, dass sich Bizum Pay für alle Einkäufe wie eine gewöhnliche mobile Geldbörse verwenden ließe.

Für wen sich der Wechsel lohnt – und für wen nicht

Für Menschen, die Bizum ohnehin regelmäßig für Überweisungen nutzen, ist der Einstieg naheliegend. Die App fügt eine Zahlungsfunktion hinzu, ohne dass ein zusätzlicher Kartentyp im Alltag eingeführt werden muss. Entscheidend ist trotzdem, ob deine Bank und die Geschäfte, bei denen du einkaufst, die Funktion freigeschaltet haben.

Für Gelegenheitsnutzer bleibt der Nutzen begrenzt. Wer bisher eine funktionierende Wallet mit Visa oder Mastercard hatte, muss prüfen, ob Bizum Pay an den relevanten Terminals überhaupt eingesetzt werden kann. Zudem lässt sich aus den Bedingungen der Geschäftsbank nicht automatisch ableiten, ob und in welcher Höhe eine Gebühr anfällt.

Das Fazit des Monatstests ist deshalb klar: Die Software überzeugt, das Netzwerk hinkt noch hinterher. Bizum Pay kann eine mobile Geldbörse ersetzen, aber nur dort, wo Bank, App und Händler zusammenspielen.

Mehr Details zum Praxistest findest du in der Originalreportage von Xataka.

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Quellen

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AI-unterstützt · redaktionell betreut

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