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Ab nächster Saison gilt die Rodman-Regel für alle Spielerinnen

Die NWSL streicht die acht Kriterien für den Status als High Impact Player. Ab nächster Saison erfüllt jede Spielerin damit die Anforderungen. Die Revision beendet den Streit mit der Spielergewerkschaft, nicht aber den Kampf um die Stars der Liga.

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Ab nächster Saison gilt die Rodman-Regel für alle SpielerinnenAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Rodman-Regel geändert: Warum der Kampf um die NWSL-Stars weitergeht.

Ab nächster Saison kann jede Spielerin der NWSL zusätzliches Gehalt auslösen. Damit fällt die entscheidende Hürde der bisherigen Rodman-Regel weg: Klubs müssen ihre Spielerin nicht mehr anhand von acht Kriterien für weltweite Bekanntheit auswählen. Die Liga einigte sich am Freitag auf eine Revision mit ihrer Spielergewerkschaft. Für die Klubs bedeutet das mehr Freiheit bei Verpflichtungen, doch der größere Streit um die Stars der Liga bleibt nach The Guardian bestehen.

Die acht Kriterien verschwinden – und mit ihnen eine klare Auswahl

Die Rodman-Regel war nach Trinity Rodman benannt. Die Washington-Spielerin gab ihr nach einem langwierigen Vertragsstreit den Namen. Bisher konnten Klubs nur für Spielerinnen zusätzliches Budget einsetzen, die mindestens eine von acht Kategorien erfüllten.

Dazu gehörten:

  • Platzierung in den 150 meistvermarkteten Athletinnen und Athleten von SportsPro Media,
  • Platzierung in den Top 50 von ESPN,
  • Platzierung in den Top 100 des Guardian,
  • die meisten Länderspielminuten für die US-Nationalmannschaft,
  • die 30-spielerige Ballon-d’Or-Liste,
  • der NWSL-MVP-Preis und
  • die NWSL-Best-XI-Auszeichnung.

Die Auswahl erzeugte ein klares Profil internationaler Bekanntheit. In der Liste von SportsPro Media waren 2026 Alessia Russo und Aitana Bonmatí die einzigen Frauen. Ein Jahr zuvor erreichten 16 Spielerinnen die Top 150; drei aus der NWSL waren damals Trinity Rodman, Sophia Wilson und Marta.

Genau diese Festlegung entfällt nun. Der High-Impact-Player-Status bleibt in seiner Grundstruktur bestehen, aber die Liga schreibt den Klubs nicht mehr vor, nach welchen globalen Maßstäben sie ihre Spielerin auswählen.

Klubs können 1,257 Millionen US-Dollar zusätzlich einsetzen

Der finanzielle Rahmen bleibt, die Zugangskriterien werden gelockert. Werden 4,4 Millionen US-Dollar des für 2027 geltenden Gehaltsbudgets ausgeschöpft, können Klubs nach Angaben von ESPN weitere 1,257 Millionen US-Dollar für eine Spielerin ausgeben. Diese zusätzliche Summe kann nun auf jede Spielerin entfallen.

Damit profitieren auch Spielerinnen, die unter den alten internationalen Kriterien durchfielen. Ashley Sanchez gilt laut Bericht als elite Spielerin, die in früheren Saisons die Kriterien nicht erfüllte. Dasselbe gilt für Catarina Macario, deren lange oder wiederkehrende Verletzungen ihre Anerkennung in den bisherigen Rankings ebenfalls begrenzten.

Die zusätzlichen Mittel sind dabei an eine Zahl von Spielerinnen gebunden. Das verschafft finanziell schwächeren Klubs zumindest die theoretische Möglichkeit, einen bereits stark besetzten Kader nicht weiter zu überladen.

Die Spielergewerkschaft ging vor die Liga

Der rechtliche Einwand kam aus der Spielergewerkschaft. Diese hatte argumentiert, dass die ursprünglichen Kriterien gegen amerikanisches Bundesarbeitsrecht verstießen. Daraufhin einigte sich die NWSL auf eine Revision und kündigte die Änderung am Freitag an.

Die Einigung beendet den unmittelbaren Streit über die alte Fassung. Die zusätzliche Gehaltsmöglichkeit und ihre Begrenzung auf eine bestimmte Anzahl von Spielerinnen bleiben bestehen. Weg sind allein die Auflagen, nach denen die zusätzliche Summe nur für international anerkannte Spielerinnen verfügbar war.

Der Konflikt entstand nicht zufällig. Die ursprüngliche Regel war eingeführt worden, um Trinity Rodman einen Wechsel zu den London City Lionesses zu erschweren. Europa galt in diesem Zusammenhang als attraktiver Schauplatz für Spielerinnen, während die NWSL gleichzeitig versuchte, ihre internationale Marke zu stärken.

Der Wettbewerb mit Europas Superteams bleibt schärfer als das Budget

Die NWSL konkurriert mit Klubs, die teilweise mehr als das Dreifache ausgeben. Chelsea, Lyon und Barcelona stehen für diese unmittelbare Herausforderung. Der Bericht nennt außerdem Croix Bethune als Beispiel für eine US-Nationalspielerin, die Europa für das passende Angebot in Aussicht genommen hat.

Dabei ist die Lage nicht schlicht. Die NWSL wächst, vergrößert ihre eigenen Trainingsanlagen und zieht internationale Spielerinnen wie Esme Morgan und Ann-Katrin Berger an. Der Vorteil der amerikanischen Liga liegt in ihrer eigenständigen Vereinsstruktur und den vielen etablierten Klubs.

Auf der anderen Seite benötigt eine amerikanische Liga in einem globalen Frauenfußball, in dem einzelneuropäische Vereine ihre Ausgaben dominieren, zusätzliche Instrumente, um Spielerinnen zu halten. Genau diese zusätzlichen Mittel schuf die Rodman-Regel. Die neue Fassung macht sie gezielter: Die Klubs entscheiden selbst, wen sie damit ausstatten.

Washington Spirit zeigt, warum internationale Sichtbarkeit zählt

Der Washington Spirit steht für die Verbindung aus großer Stadt, gut besuchtem Stadion und internationaler Anhängerschaft. Wenn das Team am Sonntag gegen Chicago antritt, dürfte das „Rowdy Audi“ nach Bericht ausverkauft sein. Bei einem positiven Ergebnis am Decision Day würde Washington außerdem einen Platz unter den ersten vier Teams erreichen, bevor die Play-offs beginnen.

Der Kader des Spirit enthielt mehrere Spielerinnen, die nach den alten Kriterien als High Impact Player infrage kamen – darunter Rodman. Unter den neuen Bedingungen kann der Verein seine zusätzlichen 1,257 Millionen US-Dollar aber auch für Spielerinnen ausgeben, die nicht in diese Kategorien passen. Das erweitert seine Möglichkeiten, den Kader zusammenzustellen.

Die revision löst den Streit – aber nicht die Frage nach den Stars

Die alte Regel achtete auf messbare internationale Bekanntheit, die neue lässt die Klubs selbst entscheiden. Damit ist der unmittelbare Konflikt mit der Spielergewerkschaft beigelegt. Offen bleibt, welches Verteilungsmodell die NWSL bei internationalen Superteams, Medienrechten und den Concacaf W Champions Cup sowie dem Club World Cup langfristig verfolgen will.

Auch „Stars“ lassen sich nicht allein durch Rankings definieren. Rodman erreichte weder die Ballon-d’Or-Shortlist noch lag sie vorne im Golden-Boot-Ranking. Zusammen mit Sophia Wilson und Mallory Swanson gilt sie dennoch als eine der zentralen Figuren der NWSL. Die Liga muss deshalb nicht nur internationale Erfolge messen, sondern auch Persönlichkeit, Markenwirkung und Zuschauerzahlen berücksichtigen.

Genau darin liegt der verbleibende Reiz des Streits: Die Revision gibt den Klubs mehr Freiheit und beendet die juristische Auseinandersetzung. Ob damit die richtigen Spielerinnen gewonnen werden, entscheidet sich trotzdem am nächsten Transfermarkt – in einem Umfeld, in dem Europas größere Budgets weiter um Titel, Pokale und internationale Bekanntheit kämpfen.

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Quellen

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