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Budget 2026: Entlastung gegen höhere Energiekosten

Laut Resolution Foundation bleiben die Energiekosten britischer Haushalte im Jahr 2026 voraussichtlich über dem Niveau des letzten Energieschocks. Gleichzeitig wird John Healey dafür kritisiert, dass sein Budget die Entlastungen ungezielt verteilt.

3 Min. Lesezeit
Budget 2026: Entlastung gegen höhere EnergiekostenAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Budget 2026: Höhere Energiekosten trotz Entlastungen.

John Healey hat mit dem Budget 2026 ein „scattergun“-Budget vorgelegt. Die Resolution Foundation nennt das ein Budget, das wenig zur Verbesserung des Lebensstandards beitrage. Gleichzeitig warnt die Denkfabrik, dass die geplanten Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten nicht ausreichen: Gas- und Stromrechnungen sollen in diesem Jahr höher ausfallen als während des letzten Energieschocks.

Die Kritik richtet sich also nicht gegen jede einzelne Entlastung. Das Budget enthält 100 Pfund Energiezahlungen für bis zu 20 Millionen Haushalte in den council tax bands A bis D und sieht vor, die festen Gasgebühren abzuschaffen. Nach Einschätzung der Resolution Foundation profitieren davon aber vor allem Haushalte, die Unterstützung am wenigsten brauchen.

Die Entlastung verteilt sich kaum nach Einkommen

Die entscheidende Zahl

Die ärmere Hälfte der Haushalte soll durch die zur Verfügung stehenden Zuschüsse in diesem Jahr und im nächsten Jahr durchschnittlich 158 Pfund gewinnen. Die reichere Hälfte erhält 144 Pfund, also lediglich 14 Pfund weniger.

Damit ist der Abstand zwischen den beiden Gruppen nach den Berechnungen der Resolution Foundation klein. Ruth Curtice, Chefin der Denkfabrik, spricht deshalb von einem „complete failure to target help at those who need it most“. Das Budget verteilt seine Unterstützung nicht gezielt nach wirtschaftlicher Lage.

Warum das problematisch ist

Die Denkfabrik verweist damit auf einen Zielkonflikt. Einerseits sollen die Maßnahmen den steigenden Lebenshaltungskosten entgegenwirken. Andererseits erreichen die größeren Summen gerade nicht automatisch die Haushalte, die am stärksten unter hohen Energiepreisen leiden. Für eine Familie mit niedrigem Einkommen kann ein Zuschuss von 100 Pfund den Anstieg der Rechnungen deshalb nicht automatisch ausgleichen.

Healey hat ein „scattergun“-Budget geliefert, das wenig zur Verbesserung des Lebensstandards beigetragen hat und Großbritannien einen „schmerzhaften zweiten Teil“ der Parlamentsperiode hinterlässt.

Quelle: The Guardian

100 Pfund pro Haushalt erreichen nicht jede Rechnung

Die Energiehilfen im Überblick

Zu den Maßnahmen gegen steigende Energiekosten gehören laut Bericht die Abschaffung der festen Gebühren auf Gasrechnungen und Energiezahlungen von 100 Pfund für bis zu 20 Millionen Haushalte in den council tax bands A bis D.

Die Resolution Foundation hält die Ausgestaltung trotzdem für problematisch. Das Energieunterstützungssystem greife weiterhin auf 35 Jahre alte Immobilienbewertungen zurück, um die Anspruchsberechtigung für Unterstützung bei Energiekosten in diesem Winter zu bestimmen. Healey sei damit der neueste Schatzkanzler, der ein schlecht ausgerichtetes Energierabattsystem verantworte.

Der Vergleich mit dem letzten Energieschock

Die schärfste Folgerung der Denkfabrik: Auch Familien, die Unterstützung erhalten, sollen in diesem Jahr höhere Energiekosten tragen als während des letzten Energiepreisschocks. Eine Entlastung bedeutet in diesem Zusammenhang also nicht, dass die Rechnung unter den früheren Stand fällt. Die Hilfe mildert den Anstieg, schließt den Abstand zur Belastung im Energieschock aber nicht.

Der Blick auf den Lebensstandard verschärft den Streit

Was die Haushalte erwartet

Die Resolution Foundation prognostiziert, dass typische verfügbare Einkommen zwischen dem jetzigen Zeitpunkt und dem Ende der Parlamentsperiode im Jahr 2028/29 um 1.050 Pfund fallen. Über die gesamte fünfjährige Parlamentsperiode würde der Anstieg damit lediglich 600 Pfund betragen.

Das Budget wird vor diesem Hintergrund als Versuch bewertet, der Bevölkerung angesichts eines weltweiten wirtschaftlichen Sturms „breathing space“ zu verschaffen. Die Entlastungsmaßnahmen seien jedoch zu breit verteilt und würden den scharfen Herausforderungen für Haushalte kaum gerecht. Curtice warnt, die Unterstützung für die Lebenshaltungskosten werde zu dünn verteilt.

Der politische Streit

Healey verteidigte die Maßnahmen mit dem Ziel, die Inflation abzufedern und zugleich die Wirtschaft anzukurbeln. Zu seinem Budget gehören außerdem Steuererleichterungen für Unternehmen in der Innenstadt sowie höhere Steuern auf Banken und Glücksspiel.

Andy Burnham, der die Maßnahmen gegenüber Sendern verteidigte, nannte die Hilfe für 20 Millionen Haushalte in diesem Winter „pretty bold“. Ebenso betonte er, dass 70.000 Unternehmen vollständig von den business rates befreit werden. Diese politische Unterstützung steht neben der Warnung der Resolution Foundation, die Hilfe für die Haushalte sei kaum gezielt und die Energiekosten blieben dennoch höher als im letzten Energieschock.

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Quellen

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