Drohnenangriffe im Schwarzen Meer: Wer hat die Schiffe versenkt?
Nach Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer bittet Bulgarien EU und Nato um technische Ermittlungshilfe. Ein Schiff sank, die Herkunft der Drohnen ist laut Regierungschef Radev bislang unklar.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Bulgarien bittet EU und Nato nach Drohnenangriffen um Hilfe.
Zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer angegriffen, eines gesunken, die Besatzung wird vermisst: Rund eine Woche nach den Drohnenangriffen vor der bulgarischen Küste bittet Sofia jetzt EU und Nato um technische Ermittlungshilfe.
Was diese Bitte so heikel macht: Die Herkunft der Drohnen ist bislang völlig offen. Bulgariens Regierungschef Rumen Radew spricht von einer «unklaren» Lage – die Ukraine dagegen macht Russland direkt verantwortlich.
Nach den vorliegenden Berichten wurden im Schwarzen Meer zwei Handelsschiffe attackiert, beide wurden beschädigt, eines davon sank. Der «Spiegel» berichtet, dass die Besatzung des gesunkenen Schiffs seit dem Angriff vermisst wird. Nach Angaben der «Zeit» ereigneten sich die Angriffe in bulgarischen Gewässern – was den Druck auf Sofia erklärt, die Aufklärung nicht im Alleingang zu versuchen.
Wessen Drohnen waren es? – Vorsicht aus Sofia, klare Schuldzuweisung aus Kiew
Die zentrale Frage – wer hat die Drohnen losgeschickt? – ist bislang unbeantwortet. Bulgariens Regierungschef Rumen Radew hält sich nach den dpa-Meldungen bewusst bedeckt. In mehreren Agenturberichten heißt es dazu wörtlich:
Nach Angaben von Regierungschef Rumen Radew ist bislang unklar, ob die Drohnen aus Russland oder aus der Ukraine kamen.
Anders klingt das aus Kiew. Laut «Spiegel» macht die Ukraine Russland für den Angriff verantwortlich. Die offizielle bulgarische Linie («unklar») und die klare Schuldzuweisung aus Kiew stehen sich damit gegenüber – auch wenn sich beide Aussagen nicht zwingend widersprechen: Möglich, dass die Ukraine ihre politische Position formuliert, während Sofia auf technische Beweise wartet.
Was Bulgarien von Brüssel und dem Bündnis konkret will
Bulgarien geht den Fall nicht alleine an. Das Land hat die Europäische Union und die Nato um Unterstützung bei den Ermittlungen gebeten – wie mehrere Agenturmeldungen festhalten:
Eine Woche nach Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgarien die Europäische Union und die Nato um technische Hilfe bei den Ermittlungen gebeten.
Welche konkreten Schritte Brüssel und die Nato jetzt einleiten, ist aus den vorliegenden Berichten nicht abzulesen.
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