Was die vierte Ceferin-Amtszeit für Europas Fußball bedeutet
Aleksander Ceferin will nach zehn Jahren an der UEFA-Spitze eine vierte Amtszeit antreten – obwohl er 2024 noch das Gegenteil angekündigt hatte und die Statuten nur drei vorsehen.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Plötzlich doch weiter: Ceferin plant vierte Amtszeit als UEFA-Präsident.
Aleksander Ceferin wollte eigentlich aufhören – und macht jetzt doch weiter. Der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat in Berlin vor den 55 nationalen Verbänden angekündigt, sich im kommenden April erneut zur Wahl zu stellen. Damit tritt der 58-jährige Slowene, der das Amt seit 2016 innehat, für eine in der UEFA-Geschichte beispiellose vierte Amtszeit an – obwohl er genau das 2024 noch ausgeschlossen hatte.
Die Kehrtwende: Erst Schluss, dann doch wieder
Der Bruch mit dem, was Ceferin erst vor gut zwei Jahren öffentlich gesagt hatte, ist deutlich. Damals kündigte der Jurist aus Ljubljana an, nicht erneut für das höchste Amt im europäischen Fußball zu kandidieren. Nun hat er in Berlin die Präsidenten und Generalsekretäre aller 55 UEFA-Mitgliedsverbände darüber informiert, dass er sich für eine letzte Amtszeit – von der UEFA als „final term“ bezeichnet – zur Verfügung stellt. Nach Angaben des Verbands haben die Verbände ihn zuvor einstimmig gebeten, weiterzumachen; Ceferin habe diese Bitte angenommen.
Für dich heißt das: Die europäische Fußball-Familie zieht mit ihrem amtierenden Chef offenbar weiter an einem Strang, und das hat sie auch lautstark kundgetan. Eine Kampfkandidatur gegen Ceferin ist im Raum vorerst nicht in Sicht.
Keine Lust auf Zürich: Gegen Infantino will er nicht antreten
Gleichzeitig grenzt Ceferin seinen Ehrgeiz klar ab. Nach Informationen von The Athletic hat der Slowene ausgeschlossen, beim Fußball-Weltverband FIFA für die Nachfolge von Gianni Infantino zu kandidieren. Damit bleibt die europäische Fußball-Politik sein Spielfeld – zumindest für die kommenden vier Jahre.
Das Statuten-Problem: Drei Amtszeiten sind eigentlich das Maximum
Dass die vierte Amtszeit als „unprecedented“ – beispiellos – gilt, hat einen handfesten Grund. Wie die Sportschau berichtet, sehen die UEFA-Statuten eigentlich maximal drei Amtsperioden vor. Damit Ceferin tatsächlich ein viertes Mal antreten kann, müsste der UEFA-Kongress die Regeln ändern – ein Schritt, der nur mit breiter Unterstützung der 55 Verbände möglich ist. Genau die scheinen ihm den Rücken zu stärken, sonst wäre die Berliner Ansage so nicht zustande gekommen.
Was die vierte Amtszeit für Europas Fußball bedeutet
Seit 2016 hat Ceferin den Verband durch einige der größten Krisen des europäischen Fußballs navigiert: die gescheiterte Super-League-Revolte, die Corona-Pandemie mit Geisterspielen und den Umgang mit russischen Klubs nach dem Angriff auf die Ukraine. Eine weitere Amtszeit bis 2031 würde bedeuten, dass diese Linie – oder ein Bruch mit ihr – fortgeschrieben wird. Wer auf einen Neuanfang in Nyon gehofft hat, muss sich gedulden.
Fazit: Ceferin bleibt – vorerst
Ceferin macht weiter, und das ist offenbar in seinem Sinne und im Sinne der meisten Funktionäre. Für dich als Fußball-Fan ändert sich kurzfristig wenig; die Weichen für die kommenden vier Jahre stehen jetzt aber unter klarer personeller Kontinuität. Die Wahl im April wird zeigen, ob die nötige Statutenänderung tatsächlich durchgewunken wird – und ob sich am Ende doch noch ein Gegenkandidat findet.
Quellen: BBC Sport · The Athletic · UEFA.com · Sportschau
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