Über 50 Grad in den Gefriergeräten: Millionenschaden durch Cyberangriff
Ein Cyberangriff auf die Kühlsysteme von Hunderten Geschäften trieb die Temperaturen in Kühl- und Gefriergeräten auf über 50 Grad. In Belgien und Schweden entstanden Millionenschäden, während Ica und Coop noch nicht als betroffen bestätigt sind.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Neuer Cyberangriff: Millionenschaden in Supermärkten in Belgien und Schweden.
Mehr als 50 Grad in den Gefriergeräten von Hunderten Supermarktfilialen – so dramatisch waren die Auswirkungen eines neuen Cyberangriffs, der am Montag, 2. November 2026, bekannt wurde. In Belgien und Schweden führte die Manipulation der Kühlsysteme demnach zu Millionenschäden und zum Verderb der Ware.
Für die betroffenen Märkte bedeutet der Vorfall einen doppelten Einschlag: Die Kühlung fiel in Teilen des Filialnetzes aus; gleichzeitig wurde die vorhandene Ware unbrauchbar. Das Ausmaß ist erheblich, die genauen Schadenssummen nennen die vorliegenden Berichte allerdings nicht.
Der Angriff ähnelt einem Vorfall in Frankreich, der nach Angaben von El País drei Wochen zuvor ebenfalls die Kühltechnik von Supermärkten betraf. Die ähnliche Vorgehensweise macht das aktuelle Ereignis zu mehr als einem einzelnen technischen Störfall – auch wenn Ursache, Angreifer und technische Lücke bislang nicht öffentlich benannt sind.
Die Angreifer steuerten die Kühlung aus der Ferne
Ferngesteuerte Manipulation statt eines gewöhnlichen Ausfalls
El País berichtet, dass die Täter die Kühlschränke aus der Ferne manipuliert haben und dadurch die Ware verdorben haben. ABC.es konkretisiert, dass die Gefriergeräte in Hunderten Geschäften Temperaturen von mehr als 50 Grad erreichten.
Damit zielte der Angriff nicht nur auf die Computersysteme der Unternehmen. Die Ausfälle wirkten sich unmittelbar auf die Kühlkette in den Filialen aus: Die Temperaturen stiegen an; die betroffene Ware konnte nicht weiter gelagert werden. Wie die Täter auf die Systeme zugegriffen haben und ob weitere Einrichtungen betroffen waren, nennen die Quellen nicht.
Die Berichte beziffern die Schäden auf Millionen. Um welche Summe es sich handelt und ob alle betroffenen Waren vollständig verloren gingen, ist nicht bekannt. Fest steht: Der Eingriff in die Kühlsteuerung führte in mehreren Supermärkten zu unmittelbaren materiellen Verlusten.
Ein ähnlicher Angriff war erst drei Wochen zuvor in Frankreich passiert
Derselbe Angriffstyp trifft erneut europäische Supermärkte
Der aktuelle Vorfall fügt sich zeitlich eng an einen ähnlichen Zwischenfall in Frankreich an. Nach Darstellung von El País ereignete sich dieser drei Wochen früher. ABC.es beschreibt die schwedischen und belgischen Ausfälle ebenfalls als ähnlich zu einem Ereignis, das Frankreich vor wenigen Wochen erlebt hatte.
Damit bestätigen sich die Berichte über das Ausmaß in den beiden Ländern, ohne dass bereits ein gemeinsamer technischer Ursprung nachgewiesen wäre. Beide berichten von der Manipulation der Kühlung, von Temperaturen über 50 Grad und von den daraus resultierenden Verlusten.
Für die betroffenen Unternehmen ist der Ablauf ähnlich gravierend: Ein erfolgreicher Zugriff auf die Kühlsteuerung kann eine große Zahl von Filialen gleichzeitig treffen. Die genannten Hunderten Geschäfte verdeutlichen die Reichweite des Vorfalls, ohne dass daraus bereits die Zahl aller tatsächlich betroffenen Standorte abgeleitet werden kann.
Belgiens Ahold Delhaize bestätigt einen Computervorfall
Ahold Delhaize untersucht die Auswirkungen in Belgien und Luxemburg
Für den multinationalen Konzern Ahold Delhaize bestätigte das Unternehmen einen Computervorfall, durch den die Kühlsysteme seiner Geschäfte in Belgien und Luxemburg betroffen waren. Das Unternehmen untersucht den Vorfall.
„Computervorfall“
In Schweden nennt ABC.es vor allem Ica und Coop, die beiden großen dortigen Supermarktketten. Die Formulierung der Quelle ist jedoch vorsichtig: Beide könnten betroffen sein. Eine gesicherte Bestätigung für die beiden Unternehmen liegt in den vorliegenden Berichten nicht vor.
Auch für das Ausmaß der Ahold-Delhaize-Ausfälle fehlen weitere Details. Bestätigt ist der Vorfall in Belgien und Luxemburg, während die weiteren Einzelheiten der laufenden Untersuchung vorbehalten sind.
Was über den Angriff noch nicht bekannt ist
Keine Angaben zu Motiv, Schadenssumme oder technischer Lücke
Die wichtigste offene Frage ist, wie die Angreifer die Kühlsteuerung erreichen konnten. Weder ABC.es noch El País nennen eine konkrete Sicherheitslücke, ein erpresstes Passwort oder beteiligte Gruppen. Auch die genaue Höhe der Millionenschäden und die Zahl der vollständig betroffenen Filialen bleiben offen.
Ebenso wenig ist bestätigt, dass Ica und Coop tatsächlich betroffen sind. Diese Einschränkung ist wichtig: Nach dem bisherigen Stand ist der Angriff in Belgien und Schweden klar, die Zuordnung des Angriffs zu einzelnen schwedischen Ketten dagegen noch nicht abschließend geklärt.
Fazit: Die Kühlung wurde zum direkten Angriffsziel
Der Vorfall zeigt, wie unmittelbar ein Cyberangriff auf die Kühltechnik wirken kann: Die Temperaturen steigen, Ware verdirbt und der Schaden wirkt sich unmittelbar auf die Bilanz der betroffenen Supermärkte aus. Dass derselbe Angriffstyp nur drei Wochen zuvor in Frankreich aufgetreten ist, macht die Ausfälle in Belgien und Schweden besonders relevant.
Belastbar feststehen sind die Fernmanipulation, Temperaturen von über 50 Grad, Millionenschäden und der von Ahold Delhaize bestätigte Computervorfall in Belgien und Luxemburg. Bei Ica und Coop bleibt es zunächst bei einer nicht bestätigten Möglichkeit.
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Quellen
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