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Turn-10-Chef Dan Greenawalt: Ende einer langen Microsoft-Karriere

Dan Greenawalt, Direktor von Forza Motorsport und Chef von Turn 10 Studios, verlässt Microsoft nach 27 Jahren. Er zieht sich auch aus der Leitung von Turn 10 Studios zurück und hatte das Studio mit aufgebaut.

3 Min. Lesezeit
Turn-10-Chef Dan Greenawalt: Ende einer langen Microsoft-KarriereAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Forza-Boss Dan Greenawalt verlässt Microsoft nach 27 Jahren.

27 Jahre bei Microsoft, der Aufbau von Turn 10 Studios von Grund auf und acht Forza-Motorsport-Spiele: Das macht den Abschied von Dan Greenawalt zu einem besonderen Kapitel für die Xbox-Reihe. Laut einem von IGN aufgegriffenen Bericht bestätigt ein internes Memo seinen Rückzug aus dem Unternehmen. Playground-Games-Studioleiter Trevor Williams erklärte, Greenawalt habe sich entschieden, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt sei, Microsoft zu verlassen.

Greenawalt war nicht nur Direktor der Motorsport-Reihe. Er führte acht Forza-Motorsport-Titel und brachte Turn 10 Studios aus dem Nichts mit auf die Beine. Seine Arbeit umfasste damit sämtliche vier Xbox-Konsolengenerationen. Der Bericht ordnet seinen Weg außerdem mit Project Gotham Racing von 2001 auf der originalen Xbox ein: Williams zählte Greenawalts Wirkung von diesem ersten Projekt bis zur Entstehung von Forza auf.

Von 2001 bis zum Aufbau von Turn 10

Der erste Xbox-Titel

Williams’ Bilanz beginnt nicht bei Forza, sondern bei Project Gotham Racing. Das Spiel erschien 2001 für die erste Xbox. Greenawalt begleitete Microsoft also bereits, bevor Turn 10 als eigenes Studio überhaupt existierte. Später führte er die Entwicklung der hauseigenen Motorsport-Reihe und gründete Turn 10, das für die acht Forza-Motorsport-Spiele verantwortlich wurde.

Williams hebt in seiner Erklärung außerdem Greenawalts Auftritte auf der E3 hervor. Nach seiner Darstellung war Greenawalt dort nicht nur für eine Präsentation sichtbar, sondern sorgte regelmäßig für dramatische Auftritte – mit einem Sportwagen im Schlepptau. Diese Beispiele verbinden seinen technischen und organisatorischen Beitrag mit dem öffentlichen Auftreten von Xbox und Forza.

Acht Spiele über vier Generationen

Die greifbarste Zahl in seinem Abschied ist die Zahl acht: Greenawalt steuerte acht Forza-Motorsport-Spiele als Direktor. Sie reichten über alle vier Xbox-Konsolengenerationen. Damit begleitete er die Motorsport-Reihe von den frühen Xbox-Generationen bis in die aktuelle Ära.

Die Spiele erreichten laut IGN durchweg positive Kritiken. Alle acht Titel erhielten bei IGN eine Bewertung von 8 von 10 oder höher. Diese einheitliche Linie macht den Wert seines Rücktritts greifbar: Greenawalt verließ Microsoft nach einer langen Reihe erfolgreicher Veröffentlichungen, deren Qualitätsniveau IGN ausdrücklich hervorhob.

Playground und Turn 10 wurden erst im Oktober zusammengelegt

Die neue Xbox-Struktur

Greenawalts Abschied fällt in eine Phase, in der Microsoft die Zuständigkeiten für seine beiden großen Rennspiel-Reihen neu ordnet. Playground Games, das den Forza-Horizon-Ableger entwickelt, wurde im vergangenen Monat mit Greenawalts Turn 10 zusammengelegt. IGN beschreibt diesen Schritt als Teil des laufenden „Reset“ von Xbox.

Damit liegen Horizon und Motorsport organisatorisch näher beieinander als zuvor. Greenawalt hatte Turn 10 aufgebaut und die Motorsport-Reihe über mehrere Generationen geführt. Playground hingegen entwickelte die Horizon-Serie. Nach der Zusammenlegung stellt sich damit nicht nur die Frage, wer die Studios künftig leitet. Die Entwicklung beider Zweige wird nun in einer reorganisierten Struktur stattfinden.

Was aus dem Motorsport-Ableger wird

Die Nachricht enthält zugleich eine dünnere Aussage zur Zukunft von Forza Motorsport. Das Spiel von 2023 sollte ursprünglich als eine Plattform dienen, auf der spätere Inhalte aufbauen könnten. Nach Entlassungen bei Turn 10 im vergangenen Jahr wurde das verbleibende Team laut Bericht jedoch auf Unterstützungsaufgaben für Forza Horizon umgelenkt.

Deshalb könnte das Motorsport-Spiel von 2023 vorerst das letzte seiner Reihe bleiben – zumindest für die absehbare Zukunft, möglicherweise auch endgültig. Für Forza Motorsport ist derzeit keine zusätzliche neue Inhalte geplant. Diese Aussage betrifft den Zustand der Serie nach den Entlassungen und ist getrennt von Greenawalts persönlichem Rücktritt zu sehen.

Für dich als Forza-Fan zählt der Blick auf die Reihe

Keine angekündigte Nachfolge

Für den Abschied von Greenawalt nennt der Bericht keinen genauen Zeitpunkt und keine Nachfolge. Aus den vorliegenden Informationen geht weder hervor, wer die operative Leitung von Turn 10 übernimmt, noch wer die Motorsport-Spiele künftig verantwortet. Sicher belegt sind dagegen der Rückzug nach 27 Jahren, die Leitung von acht Spielen und der Aufbau des Studios.

Für dich als Fan ist die entscheidende Verbindung greifbar: Greenawalt hat Turn 10 geschaffen und die Motorsport-Reihe über vier Xbox-Generationen geprägt. Gleichzeitig deutet der Bericht auf eine mögliche Zäsur für die gesamte Reihe hin. Das Forza Motorsport-Spiel von 2023 wäre demnach nicht unbedingt die Basis für weitere Motorsport-Projekte, während Turn 10 nach der Zusammenlegung mit Playground vor allem den erfolgreichen Horizon-Ableger unterstützt.

Mehr Details liefert die Meldung von IGN.

Quellen

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