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EU-Friedenstruppe verliert in Bosnien-Herzegowina mehrere Soldaten

Ein Hubschrauber der EU-Friedenstruppe ist in Bosnien-Herzegowina abgestürzt. Mehrere Soldaten starben. Laut italienischem Verteidigungsministerium handelt es sich um einen italienischen Hubschrauber.

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TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Italienischer Armeehubschrauber abgestürzt: mehrere Soldaten in Bosnien-Herzegowina tot.

Der Absturz ereignete sich nahe der Stadt Gorica im Gebiet Brčko, direkt an der Grenze zu Serbien. Nach Angaben der EU-Mission befand sich der Hubschrauber bei einem Routineeinsatz in einer Region rund 180 Kilometer nordöstlich von Sarajevo. Es handle sich um einen italienischen Armeehubschrauber, der im Rahmen der EU-geführten Mission Eufor Althea eingesetzt war.

Die Nachricht ist deshalb mehr als ein Einsatzunfall auf einer Karte: In Bosnien-Herzegowina war zum Zeitpunkt des Absturzes weiterhin eine europäische Militärpräsenz aktiv, die das Land seit Jahrzehnten bei der Umsetzung des Friedensvertrags unterstützt. Bei dem Unfall starben nach offiziellen Angaben mehrere Soldaten.

Drei Tote und zwölf Verletzte laut bosnischen Medien

Die Opferzahl

Die offizielle Mitteilung der EU-Mission bestätigt, dass mehrere Soldaten ums Leben kamen. Eine genaue Zahl nennt sie zunächst nicht. Bosnische Medien berichten von drei getöteten und zwölf verletzten Besatzungsmitgliedern. Diese Angaben sind damit klar von der zunächst allgemeinen Bestätigung der Mission zu trennen.

Keine Zivilisten betroffen

Nach der EU-Mission wurden keine Zivilisten verletzt. Auch an ziviler Infrastruktur entstanden durch den Absturz keine Schäden. Beides gehört zu den wenigen konkreten Angaben, die die Mission unmittelbar nach dem Unfall mitteilte.

Damit lässt sich der Umfang der unmittelbaren Folgen eingrenzen: Es gab Personenschäden unter der Besatzung, nach den vorliegenden Informationen aber keine verletzten Zivilisten und keine Schäden an zivilen Anlagen. Eine Ursache für den Absturz nennt die EU-Mission in den verfügbaren Angaben nicht. Auch der genaue Absturzzeitpunkt ist dort nicht angegeben.

Ein CH-47 Chinook mit zwei Rotoren

Das Fluggerät

Bei dem Unfall soll es sich um einen CH-47 Chinook handeln. Der Quelle zufolge ist das ein großer Transporthubschrauber mit zwei Rotoren. Diese Modellangabe ist im Bericht mit „soll“ versehen; gesichert ist zunächst nur, dass es sich um einen italienischen Armeehubschrauber der EU-Mission handelte.

Für das Verständnis des Ereignisses ist die Fluggerätefamilie dennoch relevant: Der Doppelrotor-Hubschrauber wird für den Transport eingesetzt. Wie die konkrete Maschine im Moment des Absturzes geflogen wurde und wodurch der Unfall entstand, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Die vorliegenden Informationen stützen weder eine technische Ursache noch eine äußere Einwirkung.

Warum Eufor Althea in Bosnien-Herzegowina eingesetzt ist

Die Aufgabe der Mission

Die zentrale Aufgabe von Eufor Althea besteht darin, die Umsetzung des Friedensvertrags von Dayton aus dem Jahr 1995 zu unterstützen. Als Nachfolgemission der von der NATO geführten Stabilisation Force (SFOR) soll Althea in Bosnien-Herzegowina für Sicherheit sorgen.

Daneben zählt die Mission zur Ausbildung der bosnischen Streitkräfte und zur Schaffung eines sicheren Umfelds, in dem sich das Land entwickeln kann. Dass der Absturz während eines Routineeinsatzes geschah, fügt sich in diese Aufgabe ein. Er war damit nicht als spezieller Kriseneinsatz bezeichnet, Details zum konkreten Auftrag fehlen jedoch.

Das deutsche Engagement

Die Bundeswehr beteiligt sich seit August 2022 mit bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten an Eufor Althea. Zuvor war das deutsche Militär bereits von 2004 bis 2012 in Bosnien-Herzegowina stationiert. Nach den Angaben umfasst das deutsche Engagement derzeit insgesamt 36 Dienstposten.

Der Absturz fällt also in eine Phase, in der neben der europäischen Mission auch deutsche Soldatinnen und Soldaten im Land präsent sind. Aus den vorliegenden Angaben geht jedoch nicht hervor, ob Angehörige der Bundeswehr von dem Unfall betroffen waren. Ebenso nennt die Quelle keine Rettungs- oder Bergungsmaßnahmen.

Der 30 Jahre alte Friedensvertrag bleibt der Bezugspunkt

In Bosnien-Herzegowina gibt es mehr als 30 Jahre nach dem Kriegsende weiterhin erhebliche Spannungen zwischen den Volksgruppen der Serben, Kroaten und der bosnischen Muslime. Vor allem aufseiten der bosnischen Serben bestehen laut Quelle Tendenzen zu einer Abspaltung oder einem Anschluss an Serbien.

Genau vor diesem Hintergrund ist der Absturz des Hubschraubers zu sehen. Die EU-Mission sichert seit Jahrzehnten einen Rahmen, der seit 1995 trotz fortbestehender Spannungen gilt. Nach den bislang vorliegenden Informationen bleibt der Kern der Meldung dennoch klar: Mehrere Soldaten der Eufor Althea sind bei einem Absturz nahe Gorica getötet und weitere Besatzungsmitglieder verletzt worden. Ursache, Unfallzeitpunkt und genaue Aufgaben des Hubschraubers während des Routineeinsatzes sind noch nicht genannt. Die vollständige Meldung in Der Spiegel fasst die veröffentlichten Einzelheiten zusammen.

Quellen

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