Warum ein Rentner aus Alaska plötzlich im Zentrum der US-Wahlen steht
Laut einer vom New York Times durchgeführten Untersuchung sollen Verantwortliche demokratischer Kampagnen einen Rentner dazu ermuntert haben, in Alaska gegen einen republikanischen Senator anzutreten. Der Trick sollte durch den gleichen Namen Verwirrung stiften.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Demokraten sollen einen Namensvetter rekrutiert haben: Warum Alaska im Zentrum einer Wahlmanöver steht.
Ein zweiter Dan Sullivan kommt in den Wahlkampf
Der Auslöser war laut dem Bericht keine spontane Idee am Wahltag, sondern eine Suche in den Wählerregistern. Die Kampagne von Peltola soll 2025 aktiv nach einer Person gesucht haben, die denselben Namen wie der republikanische Senator Dan Sullivan trug.
Die Suche führte zu einem anderen Dan Sullivan. Er ist pensionierter Lehrer und lebt in einem Fischereidorf in Alaska. Nach einem Gespräch mit einem demokratischen Berater stellte er sich gegen den amtierenden Senatoren zur Wahl. Damit standen zwei Männer mit demselben Namen in demselben Senatswahlkampf.
Paris Match ordnet den Fall in den Wahlkampf um den Senatssitz von Alaska ein. In dem arktischen, traditionell konservativen Bundesstaat gaben die Umfragen demnach nur einen leichten Vorsprung für Mary Peltola. Die Kandidatur des zweiten Dan Sullivan sollte nach Darstellung des Berichts den Wählerkreis zugunsten des逍天天 Senatoren verwässern.
Ein ehemaliges Kampagnenmitglied belastet die Operation
Die Enthüllungen stützen sich teilweise auf Elisa Rios, eine ehemalige Mitarbeiterin der Kampagne von Mary Peltola. Sie wurde im August zusammen mit weiteren Kampagnenmitgliedern entlassen.
Rios erklärte, Peltola habe an den Bemühungen, den Namensvetter zu finden und zu einer Kandidatur zu bewegen, nicht unmittelbar beteiligt gewesen. Sie sei jedoch über die Versuche informiert gewesen. Vor Veröffentlichung des Berichts wollte Rios ihre Aussagen zurückziehen. Die Redaktion des New York Times veröffentlichte den Bericht nach eigenen Angaben dennoch.
Die Zeitung stützt ihre Untersuchung auf mehrere Gespräche, Nachrichten und Dokumente. Damit stützt sich der Vorwurf nicht allein auf die Aussage eines entlassenen Mitarbeiters, auch wenn dieser in der aktuellen Darstellung einen zentralen Beleg bildet.
Das stärkste Gegenargument ist die direkte Beteiligung der Betroffenen: Die Kampagne von Peltola und der Democratic Senatorial Campaign Committee, kurz DSCC, haben dem New York Times jede Beteiligung an den Bemühungen bestritten. Zudem weist die Zeitung ausdrücklich darauf hin, dass ihre Enthüllungen kein vorab begangenes rechtswidriges Vergehen belegen.
Alaska erlaubt die Kandidatur – Trump beantragt Schutz vor Verwechslung
Der rechtliche Weg war offen. Das Oberste Gericht von Alaska entschied im Juni, dass der pensionierte Dan Sullivan im Rennen bleiben durfte. Damit stand seine Kandidatur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht infrage.
Eine Woche vor dem Bericht vom 28. Oktober reichte das US-Justizministerium auf ausdrücklichen Wunsch von Donald Trump beim Bundesgericht in Alaska einen präventiven Antrag ein. Sollte die Demokratin den Sitz gewinnen, sollte das Gericht die Zertifizierung eines Ergebnisses verhindern, das durch die Verwechslung der beiden Dan Sullivan beeinflusst worden sein könnte.
Nach Einschätzung von Derek Muller, Professor für Wahlrecht an der University of Notre Dame, wird dieser Antrag nicht erfolgreich sein. Damit bleibt die rechtliche Intervention folgenlos, während der Name selbst weiter für Unklarheit sorgen kann.
Die eigentliche Schwachstelle des Plans liegt in seiner Einfachheit: Für Wählerinnen und Wähler müssen zwei Kandidaten namens Dan Sullivan eindeutig voneinander unterschieden werden. Der Fall zeigt zugleich, wie weit der Einsatz bereits vor dem eigentlichen Wahltag reichen kann. 2025 war die Suche nach dem Namensvetter, im Juni folgte die Entscheidung des Obersten Gerichts, und im Oktober kämpfte das Justizministerium gegen das Risiko eines wegen der Namensgleichung angefochtenen Ergebnisses.
Für die Bewertung bleibt eine klare Trennung nötig: Dass nach einem Homonymen gesucht wurde und der zweite Dan Sullivan tatsächlich kandidierte, ist der berichtete Kern. Unabhängig bestätigt ist der Verdacht dagegen nicht. Der New York Times stützt sich auf Gespräche, Nachrichten und Dokumente; zugleich schweigen die Kampagne von Mary Peltola und der DSCC zu den Vorwürfen.
Weiterführende Quelle: Paris Match fasst die Ermittlungen des New York Times zur Kandidatur des zweiten Dan Sullivan zusammen.
Passend dazu
Quellen
Was denkst du?
AI-unterstützt · redaktionell betreut
Scroll weiter, um zu reagieren und zu teilen.



