LIVE
Atocha unter Druck: Rund 100 Beschäftigte im Verkehrs- und SoftwaredruckStromschläge, Krankheiten, kein Lohn: Arbeiter unter Druck in Europas DatenzentrenStephen Graham spielt in „Nocturno“ einen Psychopathen75 Jahre Zebrastreifen: Als die High Street in die Popkultur kamUN-Chefwahl: VAE-Kandidatin sorgt für Protest der sudanesischen DiasporaWildlife Trusts erreichen 30-Millionen-Ziel für Großgrundstück in NorthumberlandTrump zieht sich aus dem Streit um die Wahl in Brasilien zurückJapans Notenbank hält Zinsen stabil – aber die Inflationswarnung wird lauterLouise Bourgoin zwischen Leinwand und Zeichenbuch: „Miss Météo“?Godzilla Minus Zero: Starttermine und angekündigte erste ReaktionenOleschky-Evakuierung: Einigung, aber Misstrauen bleibtAlessia Russo schreibt Geschichte: Arsenal gewinnt 3:0 gegen Benfica

Trump nennt die Wahl in Brasilien manipuliert – und zieht sich zurück

Donald Trump bezeichnet das Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Brasilien als manipuliert, will sich am Streit aber nicht mehr beteiligen. Mit seinem Rückzug beendet er seine Unterstützung für den rechten Kandidaten, ohne den Kern des Wahlstreits zu klären.

3 Min. Lesezeit
Trump nennt die Wahl in Brasilien manipuliert – und zieht sich zurückAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Trump zieht sich aus dem Streit um die Wahl in Brasilien zurück.

Luiz Inácio Lula da Silva hat die entscheidende Wahlrunde in Brasilien mit 51,8 Prozent der Stimmen gewonnen. Sein Gegenkandidat Flávio Bolsonaro erhielt 48,2 Prozent. Damit war klar, wer die Präsidentschaft übernimmt. Donald Trump hatte den Sieg des 80-jährigen Lula am Montag dennoch angezweifelt und von einer „manipulierten Wahl“ gesprochen.

Am Mittwoch sagte Trump vor Journalisten auf dem Militärstützpunkt Joint Base Andrews, er werde sich nicht in den Streit einmischen. Seine Formulierung war auffällig zweigeteilt: Er wollte sich zum Wahlergebnis nicht äußern, sprach die Wahl aber zugleich als „sehr merkwürdig“ an. Das war keine inhaltliche Aufklärung seiner Vorwürfe. Es war eine Abkehr von der weiteren Auseinandersetzung.

Trumps Abstand vom Wahlstreit kam nach Bolsonaros Flucht

Flávio Bolsonaro war am Mittwoch trotz eines richterlichen Ausreiseverbots über Argentinien und Ecuador nach Florida geflogen. Die Familie landete auf dem Privatflughafen Opa-locka nördlich von Miami. Seine Frau und seine beiden Töchter waren ebenfalls mit an Bord.

Für Trump war diese Flucht offenbar der unmittelbare Anlass, öffentlich Abstand zu halten. Auf X hatte Bolsonaro zuvor erklärt, er sei der „Staatschef Brasiliens“. Zugleich behauptete er, seine Gegner hätten die Wahl „gestohlen“. Außerdem kündigte er an, die Opposition künftig aus den USA anzuführen.

Trump erklärte dazu: „Dazu werde ich mich nicht äußern, aber ich weiß, dass wir ihm die Einreise ins Land ermöglicht haben. Wir werden sehen. Aber ich werde mich nicht einmischen.“ Er wies damit auf die Unterstützung hin, die die US-Regierung Bolsonaro und seiner Familie durch zugesagte Visa ermöglicht hatte.

51,8 zu 48,2 Prozent trennten Lula und Bolsonaro

Lula da Silva gewann die Stichwahl am Sonntag mit 51,8 Prozent. Flávio Bolsonaro kam auf 48,2 Prozent. Der Abstand von 3,6 Prozentpunkten entschied die Wahl zugunsten Lulas.

Bolsonaros Liberale Partei räumte die Niederlage ein. Bolsonaro selbst erkannte sie nicht an und sprach von einer gestohlenen Wahl. Trump schloss sich am Montag dieser Richtung an, indem er das Ergebnis als „manipuliert“ bezeichnete. In der Berichterstattung des Spiegels heißt es dazu:

Donald Trump nennt sie „manipuliert“ – will sich nun aber nicht mehr am Streit über die Wahl beteiligen.

Quelle: Spiegel

Der Rückzug beendet Trumps Kritik nicht

Trumps Rückzug betrifft vor allem sein eigenes Verhalten. Er kommentiert den Wahlstreit nicht weiter und greift nicht aktiv in die Auseinandersetzung ein. Seine Äußerung vom Montag, die Wahl sei manipuliert gewesen, bleibt davon unberührt. Sie wird durch den Wunsch, sich nicht weiter einzumischen, nicht zurückgenommen.

Das ist die entscheidende Differenz. Trump liefert keine neue Begründung, prüft keine Vorwürfe und stellt keine konkrete Behauptung zur Legitimität des Ergebnisses auf. Er beendet seinen Beitrag zur Debatte, ohne sie inhaltlich zu klären.

Das stärkste Gegenargument zu einer vollständigen Distanzierung ist deshalb direkt in seiner eigenen Erklärung enthalten. Trump nennt die Wahl weiterhin „sehr merkwürdig“ und hatte sie zuvor als manipuliert bezeichnet. Sein Verhalten wird später, sein Manipulationsvorwurf bleibt zunächst ohne öffentliche Erläuterung.

Bolsonaros Pass war ungültig, die US-Regierung gewährte Visa

Bolsonaros Reisepass war für ungültig erklärt worden. Für die Flucht über Argentinien und Ecuador nach Florida war dieser Umstand nicht hinderlich. Er besitzt außerdem die italienische Staatsangehörigkeit.

Die US-Regierung hatte Bolsonaro und seiner Familie Visa zugesagt. Trump sprach am Mittwoch vor Journalisten daher auch darüber, dass die Einreise in die USA ermöglicht worden sei. Mit „wir werden sehen“ blieb offen, welche weitere Rolle Washington spielen wollte.

Für die Einordnung des politischen Schritts reichen drei belegte Feststellungen: Lula gewann mit 51,8 Prozent, Trump bezeichnete die Wahl zuvor als „manipuliert“, und nach Bolsonaros erklärter Selbsternennung zum „Staatschef Brasiliens“ kündigte Trump jede weitere Einmischung an. Trump wechselte damit vom öffentlichen Angriff auf das Ergebnis zum bewussten Abstand vom Streit.

Quellen

Was denkst du?

AI-unterstützt · redaktionell betreut

Scroll weiter, um zu reagieren und zu teilen.