7,9 Milliarden Euro für Putins LNG – obwohl die EU den Import stoppen will
Die EU will russisches Gas komplett stoppen, importiert aber gerade LNG für 7,9 Milliarden Euro. Wie die längere Übergangsphase beim LNG den Widerspruch zwischen Verbot und Volumen möglich macht.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert EU will russisches Gas stoppen – und importiert LNG für 7,9 Milliarden Euro.
Die EU will Schluss machen mit russischem Gas – eigentlich. Beim LNG greift das Verbot allerdings erst später, und genau diese Lücke nutzt Brüssel nach Angaben von Focus für Käufe im Milliardenmaßstab. 7,9 Milliarden Euro soll das Volumen der importierten Mengen betragen.
Was nach einem politischen Widerspruch klingt, folgt einer nüchternen Mechanik: Was noch legal eingeführt werden darf, wird auch eingeführt. Solange die Übergangsfrist läuft, fließt LNG aus Russland weiterhin in die EU – und mit ihm Milliarden.
Für dich heißt das: Selbst ein Embargo, das politisch längst beschlossen ist, lässt in der Praxis ein Zeitfenster offen, in dem sich Einkäufe lohnen – für beide Seiten.
Pipeline-Gas gestoppt, LNG mit längerer Frist
Die EU hat in den vergangenen Jahren schrittweise Importe russischen Pipeline-Gases unterbunden. Beim verflüssigten Erdgas jedoch gilt laut Focus eine längere Übergangsfrist. Der Report macht klar: Solange diese Frist läuft, sind Käufe weiterhin möglich. Genau das passiert gerade – in einem Umfang, den Focus als „Riesenmengen" bezeichnet.
Die Zahl hinter der Schlagzeile
7,9 Milliarden Euro sind kein Randposten. Die Größenordnung macht sichtbar, dass die EU selbst nach dem politischen Ausstiegsbeschluss weiterhin auf russisches LNG setzt. Für Russland bedeutet das Einnahmen, die laut dem eigenen EU-Kurs eigentlich bald versiegen sollen. Genau dieses Nebeneinander – Verbot und Volumen – macht die Geschichte zur Schlagzeile.
Was die 7,9 Milliarden nicht sagen
Welche Mitgliedstaaten den größten Anteil tragen, welche Verträge den Milliarden-Fluss ermöglichen und wann der endgültige Schlussstrich fällt – all das lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht abschließend beantworten. Klar bleibt nur: Die Übergangsfrist ist das Einfallstor, durch das russisches LNG weiterhin in die EU gelangt. Und solange sie offen steht, füllt sich die Importstatistik mit dem, was die EU eigentlich politisch beenden will.
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