3 Euro Zoll reichen nicht: HDE zerpflückt EU-Pläne zu China-Paketen
Die EU plant 3 Euro Zoll auf jedes Billigpaket aus China. Der Handelsverband HDE warnt: Die Abgabe sei zu niedrig – Temu und Shein würden sich einfach anpassen.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Temu, Shein & Co.: Warum 3 Euro EU-Zoll die Billigflut nicht stoppen.
Die EU will den Billigboom aus China mit einer Zollgebühr von drei Euro pro Paket ausbremsen. Doch dieses Vorhaben stößt auf deutliche Kritik: Der Handelsverband Deutschland (HDE) hält die Abgabe für zu niedrig und warnt, Anbieter wie Temu und Shein würden sich schlicht anpassen.
Mit dem geplanten Zoll von drei Euro soll die Zahl der Billigpakete aus China eingedämmt werden. Genau hier liegt aus Sicht des HDE das Problem: Drei Euro sind bei vielen Bestellungen kaum spürbar. Vor allem bei höherpreisigen Artikeln fällt die Abgabe prozentual kaum ins Gewicht. Die Anbieter könnten die Gebühr zudem ohne Weiteres an die Käufer weiterreichen – ohne dass sich an der Masse der Sendungen etwas ändert.
Wie Temu und Shein auf den EU-Zoll reagieren könnten
Die Erfahrung mit früheren Regulierungen zeigt laut HDE ein wiederkehrendes Muster: Wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, passen chinesische Onlineplattformen Preise, Logistik und Sortiment an. Denkbar sei etwa, mehr Ware in europäischen Lagern zwischenzulagern, um die Zollgebühr zu umgehen – oder die Versandstrukturen so umzubauen, dass die neue Abgabe wirtschaftlich ins Leere läuft.
Genau darin sehen deutsche Händler die eigentliche Wettbewerbsverzerrung: Während stationäre Geschäfte und europäische Onlinehändler Steuern, Löhne und Auflagen vor Ort tragen, könnten Anbieter wie Temu und Shein ihre Geschäftsmodelle flexibel an neue Regeln anpassen – und blieben damit weiter im Vorteil.
Was die Zollpläne für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeuten
Wer weiterhin bei Temu, Shein oder anderen China-Plattformen bestellt, wird den Aufschlag im Warenkorb vermutlich direkt zu spüren bekommen. Drei Euro mehr pro Paket fallen bei günstigen Bestellungen ins Gewicht, bei größeren Sendungen dagegen kaum. Ob der Zoll tatsächlich dazu führt, dass weniger bestellt wird, ist fraglich – genau daran zweifelt der HDE.
Mit einer Zollgebühr von drei Euro möchte die EU die Zahl der Billigpakete aus China eindämmen. Zu wenig, sagt der Handelsverband HDE und warnt: Temu und Co. werden sich anpassen.
Mehr zum Thema liest du in unseren weiteren Artikeln rund um E-Commerce, Zollregeln und die Folgen für den Handel in Deutschland.
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