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Drei Jahre nach dem 7. Oktober: 'Weder Krieg noch Frieden' in Gaza

Drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 berichten Palästinenser in Gaza von einem Alltag zwischen Ruinen, Krankheit und einem Waffenstillstand, der kaum Frieden brachte. Sechs Plastikstühle als wertvollster Besitz.

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TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Drei Jahre nach dem 7. Oktober: 'Weder Krieg noch Frieden' in Gaza.

Sechs Plastikstühle, billig, verbeult – für den 43-jährigen Fahrer und Mechaniker Ahmed Ishtaiwi sind sie das Wertvollste, was er besitzt. Drei Jahre nach den Angriffen der Hamas vom 7. Oktober 2023 und der anschließenden israelischen Offensive erzählen Palästinenser im Gazastreifen der britischen Zeitung „The Guardian" von einem Alltag, der mit ihrem früheren Leben nichts mehr gemein hat.

Die Schlagzeile des Berichts vom 7. Oktober 2026 bringt es auf eine Formel, die seither in mehreren Medien auftaucht: „Weder Krieg noch Frieden". Was nach dem formellen Waffenstillstand vom 10. Oktober 2025 blieb, ist nach übereinstimmenden Darstellungen von „The Guardian", Al Jazeera und weiteren eine Lage, die zwischen relativer Ruhe und wiederkehrender Gewalt schwankt – ohne spürbare Verbesserung für die Zivilbevölkerung.

Für dich heißt das: Die Überschrift der Waffenruhe steht, doch die Lage der Menschen am Boden hat sich laut den vorliegenden Berichten kaum verändert. Was die Quellen übereinstimmend zeigen – und wo sie sich unterscheiden – ein Überblick.

Sechs Stühle und ein Leben im Übergang

Der „Guardian" porträtiert in seiner Reportage Überlebende wie Ahmed Ishtaiwi, der seinen Alltag zwischen Vertreibung, Krankheit und zerstörter Infrastruktur organisieren muss. Die sechs Plastikstühle stehen sinnbildlich für eine Realität, in der selbst einfache Gebrauchsgegenstände zum kostbaren Gut werden. Die Zeitung spricht von Leben, die „über das Wiedererkennbare hinaus verändert" seien – eine Formulierung, die andere Berichte teilen.

Konkret benennen die vorliegenden Quellen übereinstimmend: Wasserknappheit, Mangel an nahrhaftem Essen, eine minimale Gesundheitsversorgung und grassierende Krankheiten. Al Jazeera beschrieb die Lage sechs Monate nach Inkrafttreten des Waffenstillstands als „tägliche Volatilität in allen Lebensbereichen".

Was der Waffenstillstand versprach – und was davon übrig ist

Die Waffenruhe-Vereinbarung wurde nach Angaben des Portals „CRBC News" am 10. Oktober 2025 unterzeichnet. Sie enthielt demnach mehrere Zusagen: einen vollständigen Stopp der Operationen, einen phasenweisen Rückzug der israelischen Truppen sowie die tägliche Einlieferung von 600 Hilfslastwagen. Nach sechs Monaten seien diese Zusagen „weitgehend unerfüllt" geblieben, so „CRBC News".

Dieses Bild bestätigen weitere Berichte. Die Sendung „Democracy Now" berichtete am 9. Februar 2026 von der teilweisen Wiedereröffnung des Rafah-Grenzübergangs nach Ägypten – unter chaotischen Bedingungen und „strengen Beschränkungen durch Israel". Zehntausende Palästinenser warteten demnach auf Ausreise. Auch Al Jazeera spricht von „andauernden israelischen Verstößen" gegen die Waffenruhe.

Die Opferzahlen seit dem 10. Oktober 2025

Wie viele Menschen seit dem Waffenstillstand im Gazastreifen getötet wurden, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nur eingeschränkt und mit Vorbehalt ablesen. „Middle East Eye" beziffert die Zahl auf 1.381 Palästinenser; die Deutsche Welle sprach zuletzt von „über 1.000" Getöteten und berief sich dabei auf das Hamas-geführte Gesundheitsministerium in Gaza. Die Zahlen unterscheiden sich, überschneiden sich aber in Größenordnung und Trend: Seit dem Waffenstillstand sterben weiter Menschen durch israelische Angriffe.

„Middle East Eye" berichtet zudem, bei einem Angriff seien mindestens zwei Palästinenser getötet worden, darunter ein Kind; viele weitere seien verletzt worden.

Was die Quellen einordnen – und was sie offenlassen

Was die Berichte eint, ist die Diagnose einer humanitären Dauerkrise: Die Versprechen vom Oktober 2025 haben sich nach den vorliegenden Darstellungen nicht in eine spürbare Verbesserung für die Bevölkerung übersetzt. Die Formulierung „weder Krieg noch Frieden" – sie taucht beim „Guardian", bei Al Jazeera und in mehreren Folgeberichten auf – beschreibt diesen Schwebezustand.

Offen bleibt, was die Berichte nicht abdecken: eine unabhängige, amtliche Bilanz der Opferzahlen, eine konkrete Aufschlüsselung der Hilfslieferungen und die Frage, welche Teile der ursprünglichen Vereinbarung inzwischen umgesetzt wurden. Hier verlassen dich die vorliegenden Quellen – und jede weitere Einordnung hängt davon ab, welche Stellen künftig verlässliche Zahlen veröffentlichen.

Quellen

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