Gaza-Doku NAZA: Netanyahus Auftrag an Generalstaatsanwalt und Shin Bet
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat Strafverfolgung gegen Soldaten angeordnet, die in der Guardian-Doku NAZA über das massenhafte Töten von Zivilisten in Gaza aussagen. Der Vorwurf: Schaden für Israels diplomatische und sicherheitspolitische Interessen.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Gaza-Film NAZA: Netanyahu lässt interviewte Soldaten verfolgen.
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu dreht den Spieß um: Statt den Inhalt der Doku zu widerlegen, will er die Soldaten verfolgen lassen, die im preisgekrönten Gaza-Film NAZA ausgesagt haben. Er hat den Generalstaatsanwalt und den Chef des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet angewiesen, die Identitäten der interviewten Soldaten und Offiziere offenzulegen und sie strafrechtlich zu verfolgen. Das berichtet der Guardian, Produzent des Films.
Was wie eine abstrakte Begründung klingt, hat politisch Gewicht: Die Interviewten sollen „Schaden für Israels diplomatische und sicherheitspolitische Interessen“ verursacht haben. Für dich heißt das: Die Regierung reagiert auf den Film – nicht mit Gegendarstellung, sondern mit einer Anzeige gegen die eigenen Leute.
prosecute them for causing 'harm to Israel's diplomatic and security interests'
Worum es in NAZA geht
Die investigative Dokumentation wurde von den Oscar-prämierten Filmemachern Yuval Abraham und Rachel Szor inszeniert und vom Guardian produziert. Ihr Inhalt: das massenhafte Töten von Zivilisten in Gaza. Der Film ist bereits preisgekrönt, läuft in Kinos in Großbritannien und den USA und soll in mehr als 50 Ländern gezeigt werden.
Wer jetzt gegen die Soldaten ermitteln soll
Netanyahus Auftrag richtet sich an zwei Stellen zugleich: an den Generalstaatsanwalt – also die oberste Strafverfolgungsbehörde – und an den Chef des Shin Bet. Der Shin Bet ist vor allem für die innere Sicherheit Israels zuständig; dass der Geheimdienst in die Suche nach den Interview-Partnern eingebunden wird, unterstreicht, wie ernst die Regierung den Fall nimmt.
Was feststeht – und was noch offen ist
Gesichert ist: Netanyahu hat die Anordnung erteilt, der Guardian hat sie öffentlich gemacht. Was noch fehlt, ist eine offizielle Bestätigung aus Jerusalem und die Frage, wie schnell die Behörden die Identitäten der Interview-Partner tatsächlich aufdecken. Klar ist aber auch: Der Schritt trifft nicht externe Kritiker, sondern eigene Militärs, die im Film ausgesagt haben.
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