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Last-Second-Ausgleich: Recken retten Punkt in Balingen

Hannover-Burgdorf verhindert beim Aufsteiger in Balingen in letzter Sekunde eine Niederlage und rettet in einer 'verrückten' Partie laut Sportschau noch einen Punkt.

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Last-Second-Ausgleich: Recken retten Punkt in BalingenAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Hannover-Burgdorf verhindert in letzter Sekunde Niederlage in Balingen.

Es waren 8 Sekunden. Acht Sekunden vor dem Ende, als Jonathan Edvardsson den Ball zum 29:29 in das Balinger Tor warf und die TSV Hannover-Burgdorf am Montagabend vor einer Niederlage beim Erstliga-Aufsteiger bewahrte. Am Ende steht ein Punkt, der sich anfühlt wie ein geretteter Abend — und der zeigt, was diese Mannschaft auch in größter Not noch kann. 2.216 Zuschauer in der Balinger Arena haben eine Partie gesehen, die ihresgleichen sucht.

Die "Recken" treffen beim Aufsteiger kurz vor der Schlusssirene zum Ausgleich und retten in einer verrückten Partie so noch einen Punkt.

Quelle: NDR

Stark begonnen, davongezogen — und dann nachgelassen

Was die Niedersachsen in der ersten Hälfte zeigten, hatte mit dem späteren Zittern wenig zu tun. Bis in die Schlussphase des ersten Durchgangs hinein bestachen die "Recken" durch hohe Effizienz im Angriff. Gegen die Wucht aus dem Rückraum — Renars Uscins und Lukas Stutzke traten hier besonders hervor — fanden die Hausherren lange kein Mittel. Den schönsten Treffer dieser Phase lieferte Linksaußen August Pedersen, der gerade erst seinen Vertrag bis 2030 verlängert hatte: ein Dreher zum 8:5 in der 14. Minute. Neun Minuten später lag Hannover bereits mit fünf Toren vorn (14:9), das Halbzeitsignal kam beim 16:13 — soweit eigentlich alles auf Kurs für das Team von Trainer Juan Carlos Pastor.

Balingens Antwort: Leidenschaft, Auszeit, Aufholjagd

Balingens Trainer Matthias Flohr nahm in dieser Phase eine Auszeit und sprach Klartext: "Wir müssen das über Leidenschaft regeln, Jungs", forderte der 44-Jährige. Die Worte zeigten Wirkung. Seine Mannschaft agierte entschlossener, die zunächst leisen Anhänger der "Gallier von der Alb" sorgten wieder für die bei Auswärtsteams gefürchtete Atmosphäre in der Balinger Arena. Mit einem 3:0-Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte schien Hannover jedoch zunächst zu kontern — 19:13 in der 34. Minute, sechs Tore vorn, scheinbar auf der Siegerstraße. Doch dann riss der Faden bei den Niedersachsen: Die Angriffe wurden nicht mehr so konzentriert ausgespielt, in der Deckung fehlte die Intensität der Anfangsminuten.

Hitchcock lässt grüßen — Birlehm hält die "Recken" im Spiel

Was dann folgte, war ein Handball-Krimi, bei dem Alfred Hitchcock nicht besser hätte Regie führen können. Balingen kämpfte sich Tor um Tor heran, glich in der 51. Minute zum 25:25 aus und ging durch einen Siebenmeter von Sascha Pfattheicher sogar mit 26:25 in Führung (54.). Fast hätte der Rechtsaußen wenig später auch die Zwei-Tore-Führung nachgelegt — doch Hannovers Torhüter Joel Birlehm entschärfte den nächsten Siebenmeter. Der TSV-Schlussmann war in der Schlussphase der große Rückhalt: Er wehrte auch einen weiteren Pfattheicher-Siebenmeter ab, als Hannover in Unterzahl agierte (Pedersen saß für zwei Minuten auf der Bank), und vereitelte die Großchance zum 28:27. Im Gegenzug überwand zwar Lion Zacharias den Keeper, doch Pedersen glich postwendend wieder aus.

67 Sekunden, ein letzter Angriff — und Edvardsson trifft

Balingens Coach Flohr nahm 67 Sekunden vor dem Ende noch einmal eine Auszeit, seine Mannschaft hatte den Ball. Mex Raguse ging mit Tempo und Wucht durch Hannovers Innenblock und brachte die Gastgeber erneut in Führung. Damit blieb den "Recken" nur ein letzter Angriff, um die Niederlage zu verhindern. Pastor ließ seine Mannschaft lange ausspielen, die Uhr tickte herunter. Erst acht Sekunden vor der Schlusssirene übernahm Edvardsson Verantwortung — sein überlegter Abschluss landete im Tor, 29:29. Die Revanche für die 28:35-Niederlage im DHB-Pokal am 23. September, als die "Recken" beim Aufsteiger überraschend verloren hatten, ist den Niedersachsen damit zumindest halb gelungen.

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