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Heil hält sich offen — und stellt eine Bedingung

Der frühere Bundesarbeitsminister Hubertus Heil schließt eine Kandidatur für den SPD-Parteivorsitz nicht aus — knüpft sie aber an die künftige Richtung der Partei.

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Heil hält sich offen — und stellt eine BedingungAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Hubertus Heil und der SPD-Vorsitz: Eine Bedingung, die alles entscheidet.

Die SPD wählt im Winter eine neue Parteispitze — und einer, der die Partei jahrelang als Bundesarbeitsminister mitgeprägt hat, hält sich die Tür offen: Hubertus Heil. Wie der Spiegel berichtet, sagte Heil in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin«, er bekomme viele Ermutigungen aus der Partei, für den Vorsitz zu kandidieren. Eine Absage ist das nicht. Eine Zusage auch nicht.

Heils Bedingung heißt: Richtung und Team

Der frühere Bundesarbeitsminister macht seine Antwort bewusst zur Richtungsfrage. »Ich kann das nicht ausschließen. Es kommt darauf an, welche Richtung wir gemeinsam einschlagen und wer das Team ist«, sagte er in der ARD. Wer den SPD-Vorsitz wolle, müsse sich also fragen lassen, wohin die Partei steuern solle — nicht, wer welchen Platz bekommt. Es gehe um eine größere Aufgabe, so Heil: Ein Mensch allein werde es nicht schaffen, die Aufgaben seien groß.

Was Heil konkret von einer künftigen SPD-Führung erwartet, hat er in der Sendung mitbenannt: Verantwortung für den sozialen Zusammenhalt und für eine starke Demokratie, die Bereitschaft zu Kompromissen — und klare langfristige Ziele. Eine Kandidatur knüpft er damit nicht nur an seinen eigenen Willen, sondern an Inhalte und an Mitstreiter.

Bas ist zurückgetreten, Klingbeil lässt offen

Auslöser der offenen Frage ist der überraschende Rücktritt von Co-Parteichefin Bärbel Bas Anfang der Woche. Damit steht die SPD-Spitze vor einer ungeplanten Neuordnung. Wie es weitergeht, ist offen — beim amtierenden Vorsitzenden Lars Klingbeil, der zugleich Bundesfinanzminister und Vizekanzler ist, ebenso wie bei den möglichen Herausforderern. Klingbeil lässt bislang offen, ob er erneut antritt.

Für dich heißt das: Die SPD steuert auf einen Winter zu, in dem nicht nur die Vorsitzenden-Posten neu zu besetzen sind, sondern auch die programmatische Linie der Partei zur Disposition steht.

Heils Blicke nach Berlin — und sein Misstrauen gegen die Linkspartei

Heil hat in der ARD nicht nur über den Bundesvorsitz gesprochen, sondern auch über die laufenden Gespräche über eine mögliche rot-grün-rote Koalition in Berlin. Seine Skepsis war deutlich: »Ich habe erhebliche Zweifel, ob die Berliner Linkspartei regierungsfähig und -willig ist.« Bevor die SPD in der Hauptstadt Regierungsverantwortung übernehme, müsse man einige Dinge klären: einen Schlussstrich unter Antisemitismus sowohl von rechts als auch von links, ein klares Bekenntnis zur inneren Sicherheit und zu einer vernünftigen Politik. »Nur, wenn das passiert, sind Koalitionen möglich, mit wem auch immer«, so Heil.

Die Ausgangslage gibt seiner Skepsis Gewicht: Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September wurde die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft — sie ist damit der natürliche Partner für SPD und Grüne in einem rot-grün-roten Bündnis. Dass Heil ausgerechnet diese Konstellation öffentlich infrage stellt, macht seine Berliner Worte auch zu einer Ansage an die eigene Partei.

Was bis zum Winter offen bleibt

Wann Heil endgültig entscheidet, sagt er nicht. Auch nicht, gegen wen er antreten würde oder welche konkreten Bedingungen er an ein Team stellt. Klar ist bisher nur: Seine Kandidatur hängt an einer Richtungsentscheidung der SPD — und an einem Team, das diese Richtung mitträgt. Bis zur Wahl im Winter dürfte die Debatte darüber, wohin die Sozialdemokratie steuern soll, nicht leiser werden.

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