Teheran setzt einen sanktionierten Mann als Verteidigungsminister ein
Teheran hat einen Nachfolger für den Posten des Verteidigungsministers gefunden: Das Parlament billigte den Luftfahrtexperten Mehrdad Achlaki Ketabtschi – gegen den EU und USA Sanktionen verhängt haben.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Iran macht einen sanktionierten Luftfahrtexperten zum Verteidigungsminister.
Iran hat einen Luftfahrtexperten zum Verteidigungsminister gemacht, der gleichzeitig auf den Sanktionslisten der EU und der USA steht. Das Parlament in Teheran billigte die Ernennung von Mehrdad Achlaki Ketabtschi und beendete damit eine monatelange Hängepartie an der Spitze des Ministeriums. Kurz nach seiner Bestätigung richtete der neue Ressortchef scharfe Drohungen an die USA.
Die Besetzung hat einen bitteren Hintergrund: Achlaki Ketabtschis Vorgänger Aziz Nasirzadeh war im Februar bei einem US-israelischen Angriff getötet worden. Seither hatte Interimsminister Madschid Ebn al-Resa das Amt übergangsweise geführt.
Ein Rüstungsexperte mit Sanktionsliste
Achlaki Ketabtschi war zuletzt Chef der staatlichen Organisation für Luft- und Raumfahrtindustrie und ist mit dem Beschaffungsapparat des Landes bestens vertraut. Künftig leitet er genau diesen Bereich als Minister. Dass er gleichzeitig auf den Sanktionslisten der USA und der EU geführt wird, war für das Parlament kein Hinderungsgrund – die Abgeordneten billigten die Personalie ausdrücklich.
„Waagerechte Position“ – die Drohung am Tag der Bestätigung
Achlaki Ketabtschi nutzte seine ersten Stunden im Amt für eine ungewöhnlich scharfe Ansage in Richtung Washington. Der US-Präsident solle sich darauf konzentrieren, seine Truppen sicher aus der Region abzuziehen, sagte er. „Wenn er eine einzige Bombe abwirft, wird er sehen, wie viele seiner Soldaten die Region in waagerechter Position verlassen müssen.“ Sollte der »amerikanische Feind« eine weitere Fehlkalkulation begehen, werde die Antwort »überraschend und umfassend« ausfallen.
Auslöser war ein CNN-Bericht, demzufolge die USA Angriffspläne gegen iranische Energie- und Atomanlagen entwickelt haben. Diese könnten demnach den Einsatz der größten nicht nuklearen Bombe im US-Arsenal beinhalten – die GBU-43/B, auch bekannt als »Mutter aller Bomben«.
Gleichzeitig bietet Teheran die Straße von Hormus an
Während Achlaki Ketabtschi drohte, schlug Außenminister Abbas Aragtschi am Rande eines Treffens der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Bagdad einen anderen Ton an. Er wiederholte Teherans Angebot an die USA, die strategisch wichtige Meerenge Straße von Hormus zu iranischen Bedingungen zu öffnen – und zwar innerhalb von sieben Tagen. Die Führung in Teheran prüfe derzeit eine Antwort aus Washington auf dieses Angebot.
Zu den iranischen Bedingungen gehören nach Aragtschis Darstellung unter anderem ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen sowie ein Ende der Sanktionen gegen Ölexporte des Landes.
Was das für dich bedeutet
Für dich heißt das: Mit Achlaki Ketabtschi übernimmt ein international sanktionierter Luftfahrtexperte den Rüstungs- und Beschaffungsapparat des Iran – ein Signal an Brüssel und Washington, dass ihre Sanktionslisten die Personalpolitik in Teheran nicht steuern. Gleichzeitig liegt mit dem Hormus-Vorschlag eine konkrete diplomatische Offerte auf dem Tisch, die binnen sieben Tagen eine Antwort aus Washington verlangt. Drohung und Angebot laufen parallel.
Passend dazu
Quellen
Was denkst du?
AI-unterstützt · redaktionell betreut
Scroll weiter, um zu reagieren und zu teilen.



