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Uefa am Scheideweg: Was der Israel-Boykott für den europäischen Fußball bedeutet

Israel liegt in Asien, spielt aber in Europa – nun fordern Uefa-Mitglieder den Ausschluss der israelischen Clubs und der Nationalmannschaft. Das weckt historische Erinnerungen.

2 Min. Lesezeit
Uefa am Scheideweg: Was der Israel-Boykott für den europäischen Fußball bedeutetAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Israel-Boykott in der Uefa: »Isoliert in Asien, unerwünscht in Europa«.

Israelische Clubs und die Nationalmannschaft spielen in europäischen Wettbewerben mit – obwohl Israel geografisch in Asien liegt. Diese sportpolitische Sonderstellung gerät ins Wanken: Nach Angaben des Spiegel fordern einzelne Uefa-Mitglieder den Ausschluss Israels aus den europäischen Fußballwettbewerben.

Die Debatte ist nicht nur sportlich aufgeladen. Sie berührt eine geopolitische Frage, die den israelischen Fußball seit Jahrzehnten begleitet: In welchem Verband soll ein Land spielen, das zwischen den Kontinenten liegt – und das politisch von vielen Verbünden ausgeschlossen wird?

Warum spielt Israel in der Uefa?

Israel liegt am östlichen Rand des Mittelmeers, auf der Landkarte eindeutig in Vorderasien. Sportlich aber ist der israelische Verband seit Jahrzehnten in Europa beheimatet, weil eine Rückkehr in asiatische Wettbewerbe politisch nicht durchsetzbar war. Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, als israelische Vereine und die Nationalelf in Champions League, Europa League und EM-Qualifikation antraten – ein Arrangement, das Sportgeschichte geschrieben hat.

Boykottaufrufe und dunkle Erinnerungen

Nun, so schreibt der Spiegel, drängen Teile der Uefa-Mitgliedsverbände darauf, diese Sonderstellung zu beenden. Der Spiegel ordnet die Diskussion historisch ein: Das wecke „ungute Erinnerungen“.

Welche Erinnerungen genau gemeint sind, lässt der kurze Teaser offen – naheliegend ist der Verweis auf die Geschichte jüdischer Sportler, die systematisch aus Wettbewerben gedrängt wurden. Ob die Boykottaufrufe aktuell mehrheitsfähig sind, welche Verbände konkret fordern und welche rechtlichen Wege die Uefa gehen müsste – all das bleibt im vorliegenden Teaser des Spiegel offen.

Was auf dem Spiel steht

Ein Ausschluss Israels hätte weitreichende Folgen: für die Champions-League-Startplätze, für die EM-Qualifikation, für die Vereine Maccabi Tel Aviv und Maccabi Haifa, die zuletzt international für Aufsehen sorgten. Zugleich steht die Uefa vor der Frage, wie weit sportpolitische Sanktionen gegen einen Mitgliedsverband reichen dürfen – und ab wann der Verband selbst zur Bühne geopolitischer Konflikte wird.

Fest steht nach den vorliegenden Angaben nur: Die Forderung nach einem Ausschluss ist formuliert, die Reaktion steht aus.

Quellen

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