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Mutmaßlicher sexueller Übergriff mit Roboter in Köln: Polizei ermittelt

Auf den Kölner Ringen soll ein 1,20 Meter großer, ferngesteuerter Roboter eine 16-Jährige am Gesäß berührt haben. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen zwei junge Männer, die den Vorfall gefilmt und im Internet übertragen haben sollen.

3 Min. Lesezeit
Mutmaßlicher sexueller Übergriff mit Roboter in Köln: Polizei ermitteltAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Roboter begrapscht 16-Jährige in Köln – Täter sollen Tat live gestreamt haben.

Ein 1,20 Meter großer Roboter, zwei junge Männer am Steuer, eine 16-Jährige als Opfer – und ein Livestream ins Netz: Was die Kriminalpolizei am Kölner Ring ermittelt, liest sich wie eine Szene aus einem dystopischen Film, ist nach den vorliegenden Berichten aber Realität. Die Beamten sicherten den Roboter, gegen die beiden Tatverdächtigen wird unter anderem wegen sexueller Belästigung ermittelt.

Was den Fall über das Strafrechtliche hinaus besonders macht, ist die offenbar geplante Veröffentlichung. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass die jungen Männer den Vorfall nicht nur begangen, sondern auch live im Netz übertragen haben sollen – und so aus einer Tat im öffentlichen Raum ein dokumentiertes Spektakel gemacht haben.

Was am Kölner Ring passiert sein soll

Laut den vorliegenden Berichten fuhr der ferngesteuerte Roboter auf dem Kölner Ring – einer der belebtesten Einkaufsstraßen der Stadt – von hinten an die Jugendliche heran. Das Gerät habe sie am Gesäß berührt und Stossbewegungen ausgeführt, heißt es in den Angaben der Behörden, wie sie der «Tages-Anzeiger» zusammenfasst.

Der ferngesteuerte Roboter soll eine Jugendliche in der Öffentlichkeit am Gesäss berührt und Stossbewegungen ausgeführt haben.

Quelle: Tages-Anzeiger Zürich

Passanten oder die Jugendliche selbst riefen die Beamten. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte laut «t-online» auf den Roboter und zwei junge Männer. Das Gerät wurde sichergestellt.

Die mutmaßlichen Täter und der Livestream

Bei den Verdächtigen handelt es sich nach Angaben der «WAZ» um zwei Jugendliche, andere Quellen sprechen von jungen Männern. Einig sind sich die Berichte darin, dass die beiden den Vorfall filmten. Während «Bild» und der «Tages-Anzeiger» von einem Streamen auf Social Media berichten, spricht «lessentiel.lu» davon, dass die Szene «live im Internet» übertragen worden sei. Auf welcher Plattform genau gestreamt wurde, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.

Klar ist: Die mutmaßliche Veröffentlichung verändert die Dimension der Tat. Aus einer sexuellen Belästigung im öffentlichen Raum wird durch die Kamera ein Multiplikatoreffekt – das Opfer muss wissen, dass unter Umständen ein unbekanntes Publikum zugesehen hat.

Was über den Roboter bekannt ist

Der «WAZ» zufolge ist das Gerät rot-goldfarben, «WinFuture» beziffert die Größe auf rund 1,20 Meter. Es handelt sich demnach um ein handelsübliches, mit einer Fernbedienung steuerbares Modell – keine Spezialanfertigung. Die genauen Herstellerangaben oder der Markenname sind in den vorliegenden Berichten nicht benannt.

Rechtliche Einordnung

Der «Tages-Anzeiger» nennt als Ermittlungstatbestand «Beleidigung auf sexueller Grundlage». Andere Medien wie «stern» und «WAZ» formulieren weiter als «mutmaßlich sexualisierter Übergriff» beziehungsweise «sexueller Übergriff». Welche weiteren Tatbestände – etwa wegen Verbreitung entsprechender Aufnahmen, wegen des Heranführens an Minderjährige oder wegen sexueller Belästigung – geprüft werden, ist aus den Berichten nicht abschließend abzuleiten. Auch die Staatsanwaltschaft Köln ist in den Fall eingebunden.

Was die Polizei bisher mitteilt – und was nicht

Die Polizei bestätigt bislang den Einsatz, die Sicherstellung des Roboters und laufende Ermittlungen gegen zwei Beschuldigte. Weder das Alter der Tatverdächtigen noch ein mögliches Geständnis, noch die Identität der Plattform, auf die der Vorfall übertragen worden sein soll, werden in den vorliegenden Berichten abschließend benannt. Auch zum Motiv – Sensationslust, Mutprobe, gezielte Demütigung – gibt es bislang keine belastbaren Angaben.

Warum dieser Fall mehr ist als eine Randnotiz

Ferngesteuerte Spielzeuge und kleine Roboter sind im Handel frei erhältlich. Der Fall aus Köln zeigt, wie solche Geräte gezielt für sexuelle Übergriffe eingesetzt werden können – und wie die Täter den öffentlichen Raum mit dem Livestream gleichsam verdoppeln. Für die Aufarbeitung bedeutet das: Polizei, Staatsanwaltschaft und Plattformbetreiber müssen parallel ermitteln, Spuren sichern und Inhalte löschen lassen.

Quellen

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