F-35C nachts aus 61,5 km erkannt: Chinas Lidar-Modell stellt die Tarnkappe in Frage
Chinesische Forscher haben ein Lidar-System modelliert, das eine F-35C nachts aus bis zu 61,5 Kilometern aufspüren soll. Am Tag fällt die Reichweite dem Bericht zufolge deutlich kleiner aus — gemessen wurde bislang nichts.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert F-35C nachts aus 61,5 km erkannt: Chinas Lidar-Modell stellt die Tarnkappe in Frage.
Chinesische Forscher haben ein Lidar-System modelliert, das einen Tarnkappenjet vom Typ F-35C nachts aus bis zu 61,5 Kilometern Entfernung erkennen soll. Tagsüber fällt die Reichweite dem Bericht zufolge deutlich kleiner aus. Das berichtet Focus Panorama.
Was sich auf den ersten Blick wie ein technischer Durchbruch gegen die F-35C liest, ist bisher vor allem eine theoretische Rechnung. Gemessen oder getestet wurde noch nichts. Trotzdem hilft dir ein Blick auf die Physik, um zu verstehen, warum das Modell in der Nacht deutlich weiter kommt als am Tag.
Bei Nacht soll der Laser-Sucher deutlich weiter reichen als am Tag.
Wie Lidar gegen ein Tarnkappenflugzeug arbeiten soll
Lidar steht für „Light Detection and Ranging“. Das System feuert kurze Laserimpulse, die am Ziel reflektiert und von einem Sensor wieder eingefangen werden. Aus der Laufzeit des Lichts berechnet es die Entfernung. Im Unterschied zum Radar nutzt es elektromagnetische Wellen im optischen Bereich — also Licht statt Radiowellen.
Tarnkappenjets wie die F-35C sind darauf optimiert, Radarstrahlung zu schlucken oder um die Ecke zu lenken. Gegen Laserlicht greift diese Optimierung nur teilweise: Beschichtung, Kanten und Rumpfform der F-35C reflektieren Laserimpulse anders als Radarsignale. Genau das macht sie für ein Lidar zum Ziel.
Warum nachts mehr Reichweite drin steckt
Am Tag liefert die Sonne einen permanenten Lichtteppich, der die schwachen Reflexionen des Lidars überlagert. Nachts fällt dieser Störhintergrund weg — schwächere Echos werden wieder lesbar, die effektive Reichweite steigt. Die Modellrechnung der chinesischen Forscher setzt genau darauf: Das System soll in der Dunkelheit fast doppelt so weit sehen wie am Tag.
Die Zahl 61,5 Kilometer steht und fällt mit den Annahmen im Modell. Atmosphärische Bedingungen, Wetter, Flughöhe, Flugprofil und Empfindlichkeit des Empfängers spielen alle mit rein. Welche konkreten Werte die Forscher in der Rechnung angesetzt haben, ist aus dem Focus-Bericht nicht ersichtlich.
Was dir die Modellrechnung nicht beantwortet
Die F-35C ist die trägergestützte Marinevariante des US-Kampfjets. Sie fliegt im Vergleich zu klassischen Kampfjets vergleichsweise langsam, oft in niedriger Höhe über dem Wasser — Bedingungen, die sich in einer Modellrechnung mit klaren Annahmen gut abbilden lassen. Ob das System im Ernstfall einen echten Jet im Sturzflug, bei Manövern oder mit ausgefahrenem Tarnanstrich tatsächlich aufspürt, ist eine andere Frage.
Bis dahin sind die 61,5 Kilometer vor allem eine Zahl in einer Modellrechnung — aufmerksamkeitsstark genug, um die Debatte über die Grenzen der heutigen Tarnkappentechnologie neu zu befeuern. Der Praxistest fehlt.
Passend dazu

Politik
Mann mit Waffen nahe dem Weißen Haus festgenommen: War das Regierungsviertel sein Ziel?

Politik
Nahe Trump: Geheimdienst nimmt Mann mit Waffen und gestohlenem Auto fest

Politik
Vor 50 Jahren: Merkels Appell an den „Ermutiger“ Biermann

Politik
Paraguay: Peña abgesetzt – Haftbefehl mit offenen Fragen
Quellen
Was denkst du?
AI-unterstützt · redaktionell betreut
Scroll weiter, um zu reagieren und zu teilen.