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Nostalgie und neue Songs: Bonet feiert 50 Jahre Olympia in Paris

Die katalanische Sängerin kehrte am Sonntag auf die Bühne des Pariser Olympia zurück, 50 Jahre nach ihrem historischen Auftritt. Salvador Illa und Francina Armengol sagten wegen der vorgezogenen spanischen Neuwahlen ab – Carles Puigdemont kam.

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TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Maria del Mar Bonet feiert 50 Jahre Olympia in Paris – mit Polit-Prominenz im Publikum.

Fünfzig Jahre sind eine lange Zeit. Am Sonntagabend stand Maria del Mar Bonet wieder auf der Bühne des Olympia in Paris – genau dort, wo sie 1976 einen Abend gespielt hatte, der bis heute als Meilenstein ihrer Karriere gilt.

Die katalanische Sängerin nutzte das Jubiläum nicht für eine bloße Nostalgie-Show. Sie mischte die Songs ihres historischen Auftritts mit Stücken ihres neuen Albums «L'aigua no cansa» – so bekam der Abend für ihr Publikum eine Tiefe, die über reine Erinnerung hinausging. Wer sie kannte, entdeckte Bekanntes neu. Wer sie erst jetzt entdeckte, bekam einen Schlüssel zu ihrem gesamten Schaffen.

Dass ausgerechnet an diesem Abend die spanische Innenpolitik mit auf der Bühne saß, hatte allerdings niemand so geplant.

Ein Konzert, gesponsert von der katalanischen Regierung

Das Olympia warb im großen Stil für den Abend: Auf großen Lettern an der Fassade prangte der Hinweis «le gouvernement de la Catalogne». Veranstalter war also die Regionalregierung in Barcelona – und die Gästeliste war entsprechend politisch aufgeladen.

Zwei Absagen, ein überraschender Gast

Kataloniens Ministerpräsident Salvador Illa hatte seine Teilnahme ursprünglich zugesagt, sagte die Reise dann aber ab. Auslöser war die Vorwoche, als Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez überraschend vorgezogene Neuwahlen ausrief. Illa musste in Spanien bleiben. Das gleiche Schicksal traf Francina Armengol, Präsidentin des spanischen Kongresses und persönliche Freundin der Sängerin.

Wer stattdessen im Saal erschien, war Carles Puigdemont – in Begleitung von Laura Borràs, der ehemaligen Präsidentin des katalanischen Parlaments. Dass der katalanische Ex-Regierungschef überhaupt in Paris auftreten kann, hat mit seinem noch immer schwelenden Rechtsstatus zu tun. Die Bilder der beiden im Olympia gingen durch die spanischen Medien und sorgten in Madrid für Stirnrunzeln – ein kulturelles Rahmenprogramm, das politisch wenig harmonisch ausfiel.

Was der Abend wirklich war

Für Maria del Mar Bonet selbst war es eine Rückkehr an einen Ort, an dem vor einem halben Jahrhundert alles begann. Ihr neues Album «L'aigua no cansa» – auf Katalanisch so viel wie «Das Wasser wird nicht müde» – passt als Titel zum Anlass: Wer fünfzig Jahre auf den Brettern steht, die die Welt bedeuten, hat eine Ausdauer bewiesen, die alles andere als selbstverständlich ist.

Der Polit-Krimi um die Gästeliste mag die Schlagzeilen dominieren. Im Zentrum des Abends stand aber eine Frau, die mit ihrer Stimme ein halbes Jahrhundert überdauert hat – und die in Paris bewies, dass sie noch lange nicht müde ist.

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