Was die neuen Meta-AGBs für Business-Profile bedeuten
Meta erweitert laut GameStar seine Rechte an Business-Konten und will Profile für KI nutzen. In der EU können Betreiberinnen und Betreiber binnen eines Monats widersprechen und eine solche Nutzung ausschließen.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Noch ein Monat – so verhinderst du die KI-Nutzung deiner Business-Profile.
Der 28. Oktober 2026 reicht für Meta-Geschäftsbedingungen erst einmal knapp: Bis zum 20. November können Menschen in der EU und Großbritannien nach Angaben von GameStar noch widersprechen. Die Änderungen betreffen ausdrücklich Business-Konten und die Inhalte, die über Domains, Webseiten oder URLs mit einem solchen Konto verbunden sind.
Für dich ist das praktisch relevant, wenn du Facebook oder Instagram für dein Geschäft nutzt und nicht willst, dass öffentliche Informationen oder Interaktionen mit KI-Funktionen in die Entwicklung künftiger generativer KI-Modelle einfließen. Der Widerspruch ist dabei nicht versteckt als Schalter in den normalen Einstellungen versteckt. Meta führt ihn über die „Auskünfte zu den Datenschutzrechten“.
Warum Meta die Bedingungen nach Protesten geändert hat
Meta erlaubt laut den neuen „Commercial Terms“, Inhalte von Domains, Webseiten und URLs zu verwenden, die mit einem Business-Konto verbunden sind. Die ausdrücklich genannten Zwecke umfassen das Entwickeln, Verbessern, Erforschen und Warten von Meta-Produkten.
Ursprünglich enthielt die betreffende Passage nach einem Bericht von 404media auch die Erlaubnis zum Trainieren von Modellen. Nach Protesten nahm Meta diese_trainingserlaubnis_ wieder aus der Passage. Das beschränkte die Nutzung allerdings nicht automatisch auf eine einzige, klar abgegrenzte Aufgabe: Die Bedingungen sprechen nun von Werbe- und Businessprodukten, während zuvor alle Meta-Produkte genannt waren.
Die verbleibende Formulierung ist entscheidend. Laut Matt Topic, einem im Bericht zitierten Medienanwalt, lässt der Begriff „Businessprodukte“ viele Interpretationen zu. Er könnte sich auch auf KI-Werkzeuge beziehen. Meta gibt den neuen Bedingungen damit weiterhin Spielraum, Inhalte zur Weiterentwicklung seiner Produkte heranzuziehen.
Der Stichtag: 20. November statt 30. Oktober
Meta verschob den Stichtag vom 30. Oktober auf den 20. November. In der Überschrift des GameStar-Berichts ist von einem Monat Zeit zum Widersprechen die Rede. Die in den Bedingungen genannte Frist endet nun am 20. November 2026.
Besonders relevant ist die Änderung für Menschen, die Facebook und Instagram für ihr Geschäft nutzen. Sie hatte laut dem Bericht, der auf 404media und das Nieman Journalism Lab zurückgeht, viel Widerstand ausgelöst. Die Nutzung von Inhalten aus geschäftlich verknüpften Webseiten betrifft damit nicht nur einzelne Beiträge, sondern den breiteren Rahmen, in dem Meta Informationen mit einem Business-Konto verwenden darf.
Ein Gegenargument nennt GameStar über einen Meta-Sprecher: Es gehe nicht darum, Nachrichtenseiten zu scrapen. Meta-Sprecher Daniel Roberts verweist außerdem darauf, dass Publisher ihre Crawling-Wünsche über die robots.txt mitteilen können. Juristen widersprechen dieser Einschätzung teilweise: robots.txt ist ein freiwilliger Standard, dem Crawler nicht zwingend folgen müssen.
So legst du den Widerspruch auf Facebook und Instagram ein
Der Einstiegspunkt
Auf Facebook und Instagram findest du den Widerspruch über die relativ versteckten „Auskünfte zu den Datenschutzrechten“. GameStar verweist für beide Plattformen auf einen jeweiligen Link in der Anleitung. Anschließend öffnest du die Frage „Wie kann ich der Verarbeitung meiner Informationen widersprechen?“ und wählst dort die Option „Ich möchte der Verwendung meiner Informationen für Meta AI widersprechen“.
Das Formular
Im anschließenden Formular mit der Überschrift „Einspruch gegen die Verwendung deiner Informationen für KI bei Meta“ ist deine E-Mail-Adresse Pflicht. Eine Erklärung dazu, wie sich die Verarbeitung auf dich auswirkt, kannst du optional ergänzen. Laut GameStar sollte das Ausfüllen dieses optionalen Feldes nicht dazu führen, dass Meta deinen Widerspruch ablehnt.
Die Bestätigung
Meta bestätigt den Widerspruch anschließend per E-Mail. Er soll dazu führen, dass deine öffentlichen Informationen nicht in die künftige Entwicklung generativer KI-Modelle einfließen. Dazu zählt GameStar ausdrücklich Beiträge, Fotos samt Bildunterschriften und Kommentare. Außerdem sollen Interaktionen mit KI-Funktionen von dieser Nutzung ausgenommen sein.
Mehrere Kontenübersichten
Ein Widerspruch gilt für alle Konten in derselben Kontenübersicht. Für jede weitere Kontenübersicht benötigst du ein eigenes Formular. Wenn du mehrere Business-Konten unter unterschiedlichen Übersichten verwaltest, musst du den Vorgang also je Kontenübersicht durchführen.
Was der Widerspruch tatsächlich offenlässt
Der Widerspruch richtet sich klar gegen die Verwendung deiner Informationen für Meta AI und die künftige Entwicklung generativer KI-Modelle. Er macht öffentliche Beiträge, Fotos, Bildunterschriften, Kommentare und Interaktionen mit KI-Funktionen relevant.
Die breitere Diskussion um Metas Commercial Terms bleibt davon getrennt. Meta kann Inhalte, die mit Business-Konten verbunden sind, weiterhin für das Entwickeln, Verbessern, Erforschen und Warten seiner Produkte verwenden. Weil „Businessprodukte“ auch KI-Werkzeuge umfassen könnte, ist die Reichweite dieser Klausel im Bericht nicht abschließend geklärt.
Für den konkreten Widerspruch bleibt der Ablauf trotzdem klar: „Auskünfte zu den Datenschutzrechten“ öffnen, die Option zur Verarbeitung für Meta AI auswählen, das Formular mit der erforderlichen E-Mail-Adresse absenden und die Bestätigung abwarten. Die vollständige GameStar-Anleitung findest du unter Meta-AGBs und KI-Widerspruch bei Instagram in der EU und im UK.
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Quellen
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