Grossbritannien unter Druck: MI5 warnt vor KI-Drohnen und iranischen Plaenen
MI5-Chef warnt vor einer neuen Dimension der Bedrohung: Terroristen rüsten mit KI auf, der Iran hat nach Geheimdienst-Angaben britische Militärstützpunkte im Visier.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert MI5-Chef warnt: Terroristen planen KI-Drohnenangriffe – Iran nimmt britische Stützpunkte ins Visier.
Drei Lieferwagen, ein Stützpunkt – und die Worte des MI5-Chefs
Es ist ein konkreter Moment, der die Warnung des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 zuspitzt: Am 27. September, frühe Morgenstunden, entdeckte die Polizei am Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford drei verdächtige Lieferwagen. Die Antiterrorpolizei untersucht seitdem, ob der Iran hinter dem mutmaßlichen Anschlagsplan steckt – Premierminister Keir Starmer sprach von der iranischen Revolutionsgarde, die das Vorhaben „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ orchestriert habe. Gut zwei Wochen später hat MI5-Chef Sir Ken McCallum in seiner jährlichen Rede im Londoner Hauptquartier Thames House nachgelegt – und der Befund ist deutlich: „Fairford ist in Großbritannien kein Einzelfall.“
KI-Drohnen als neue Waffe der Terroristen
McCallum schlug in seiner Rede zwei Stränge gleichzeitig an. Der erste: Terroristen, die KI nutzen, um ihre Methoden zu verfeinern. Er sagte wörtlich, sein Dienst habe „Terroristen aufgespürt, die KI nutzen wollten, um ihre Aufklärungs- und Angriffsmethoden zu verbessern, wobei KI-gestützte Drohnen eine neue Dimension hinzufügen“. Die Technologie gebe dem „Wettstreit zwischen Angreifern und Verteidigern“ einen „gewaltigen Schub“. Konkret fürchtet er, dass Akteure mit „vergleichsweise geringem technischem Know-how“ im KI-Zeitalter erheblich leistungsfähiger werden – und dass Terroristen und feindlich gesinnte Staaten künftig gar „biologische oder radiologische Waffen“ einsetzen könnten. Dieser Bedrohung, sagte er, messe er „das größte Gewicht“ bei. Als Reaktion kündigte er ein neues Zentrum zur Bewertung von KI-Bedrohungen beim MI5 an, das auf das Fachwissen der anderen britischen Dienste zurückgreifen soll.
Iran im Visier: 50 Festnahmen in zwölf Monaten
Der zweite Strang betrifft den Iran direkt. McCallum sprach von einer „erheblichen Veränderung“ der iranischen Ambitionen – Teheran nehme britische „Militärstandorte“ ins Visier. Großbritannien und 28 weitere Länder haben der Islamischen Republik bereits „die Planung tödlicher Anschläge, Brandstiftung, Sabotage, Cyberangriffe und andere hybride Aktivitäten“ vorgeworfen. Die Zahl, die der Geheimdienstchef nannte, ist handfest: MI5-Einsätze mit Iran-Bezug haben in den vergangenen zwölf Monaten zu mehr als 50 Festnahmen in Großbritannien geführt. McCallum wollte sich zum laufenden Fall Fairford nicht weiter äußern, deutete aber an, dass der Iran auch gegen andere britische Militärstützpunkte Pläne geschmiedet habe.
Mehr Ressourcen als im Kalten Krieg
Die Rede am Themse-Ufer zeichnete ein Bedrohungsbild, das weit über Iran hinausreicht. Russland nannte McCallum „Aggressor Nummer eins“ – mit hybrider Kriegsführung von Sabotage über Cyberangriffe bis zu einem vereitelten Mordkomplott in den USA. „Es mag Sie überraschen, dass der MI5 im Jahr 2026 mehr Ressourcen für die Abwehr staatlicher Bedrohungen einsetzt als während des Kalten Krieges“, sagte er. Die Zahl der Fälle im Zusammenhang mit feindlich gesinnten Staaten habe sich im vergangenen Jahrzehnt vervierfacht. Großbritannien habe zudem „einen zerstörerischen Cyberangriff auf einen Stromerzeuger“ erlebt – ein Vorfall, den The Telegraph im August aufgedeckt hatte.
Rechtsterrorismus treibt die Warnstufe nach oben
Die Behörden hatten die Terrorwarnstufe zuletzt auf „ernst“ angehoben – ein Anschlag gilt damit als sehr wahrscheinlich. Diese Änderung sei „zu einem erheblichen Teil“ auf rechtsextremen Terrorismus zurückzuführen, der mit Ressentiments gegen Einwanderung und Muslime verknüpft ist. McCallum enthüllte, dass MI5-Beamte erst vor wenigen Monaten einen potenziell tödlichen Anschlag im Ausland vereiteln konnten – ermittelt wurde gegen einen 13-Jährigen, der in Großbritannien durch Rechtsterrorismus radikalisiert worden war.
Was die Warnung für dich bedeutet
McCallum betonte, er wolle nicht alarmistisch klingen. Gleichzeitig ordnete er KI als historische Zäsur ein: „Die Menschheitsgeschichte hat uns keinerlei Erfahrung im Umgang mit einem Akteur vermittelt, der intelligenter ist als wir.“ Sein Appell an die britische Öffentlichkeit: mehr „gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit“, denn „der Zusammenhalt und die Zuversicht unserer Gemeinschaften sind zu einer Frontlinie der nationalen Sicherheit geworden“. Für Westeuropa heißt das: Die nächste Stufe der Terrorabwehr wird technologisch – und sie beginnt, bevor der erste KI-gestützte Angriff überhaupt stattgefunden hat.
Den vollständigen Bericht liest du bei der Frankfurter Rundschau.
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